Magisterarbeit, 2000
90 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DER FEMINISMUS UND DIE GENDER-DEBATTE
2.1. GENDER
2.2. GENDER, SEX UND BEGEHREN
2.3. WEITERE STRÖMUNGEN
3. DIE THEORIE DER MACHT NACH FOUCAULT
3.1. MACHT, WAHRHEIT UND SEXUALITÄT
3.2. WIDERSTAND GEGEN DIE MACHT: DIE GRIECHEN
3.3. WIDERSTAND GEGEN DIE MACHT: FOUCAULT UND DER FEMINISMUS
4. BEGEHREN
4.1. LACAN UND DAS BEGEHREN
4.2. BEGEHREN UND MACHT
5. REINA ROFFÉ: EL CIELO DIVIDIDO
5.1. „LA AMADA“ UND „LA AMANTE“
5.2. DAS BEGEHREN NACH EINHEIT
5.3. STRUKTUREN DER MACHT
5.4. DJUNA BARNES
5.5. DAS BEGEHREN - EIN MANGEL
5.6. EIN WEIBLICHER DISKURS?
5.7. DIE SOZIALKRITISCHE KOMPONENTE
5.8. EXIL - ANWESENHEIT IN ABWESENHEIT
5.9. „CASA-OSTRA“
5.10. „EL CIELO DIVIDIDO“ - INHALT UND DISKURSIVE STRATEGIE
5.11. GISELLE - DIE „FRAU“
5.12. COLETTE UND GISELLE
5.13. DAS ZIRKULIERENDE FOTO
6. YANITZIA CANETTI: AL OTRO LADO
6.1. LIEBENDE UND GELIEBTE
6.2. „YO“ UND „MI-YO“
6.3. DIE SUCHE NACH DER EIGENEN WAHRHEIT
6.4. DIE AUFHEBUNG DES KARTESIANISMUS?
6.5. DIE EBENEN DER ERZÄHLUNG
6.6. DIE BEICHTE ALS ERZÄHLSTRATEGIE
6.7. WIDERSTAND GEGEN DIE MACHT: EINE WEIBLICHE ALTERNATIVE
6.8. INTERTEXTUELLE VIELFALT
6.9. DIE NICHT-GREIFENDEN PROJEKTIONEN
6.10. DIE POLITISCH-KRITISCHE DIMENSION
6.11. EINE ANDERE WAHRHEIT
6.12. EIN ZIMMER UND ZEIT FÜR SICH
7. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen von Macht, Sexualität und Begehren in den Romanen El Cielo Dividido von Reina Roffé und Al Otro Lado von Yanitzia Canetti. Das Ziel besteht darin, herauszuarbeiten, wie sich weibliche Subjekte innerhalb von Machtgefügen konstituieren, welche Rolle das Begehren spielt und inwieweit diese Romane alternative weibliche Diskursmodelle entwerfen.
5.1. „la amada“ und „la amante“
„[...] me permito discutir con C. McCullers [...]: me parece maravillosa esa página de La balada del café triste donde se habla de la condición del amante y del amado.“ (París 1995, 206)
Roffé übernimmt aus Carson McCullers´ Roman das Paar „amado - amante“ (CD, 15):
„First of all, love is a joint experience between two persons- but the fact that it is a joint experience does not mean that it is a similar experience to the two people involved. There are the lover and the beloved, but these two come from different countries. Often the beloved is only a stimulus for all the stored-up love which has lain quiet within the lover for a long time hitherto. And somehow every lover knows this. He feels in his soul that his love is a solitary thing. He comes to know a new, strange loneliness and it is this knowledge which makes him suffer. So there is only one thing for the lover to do. He must house his love within himself as best as he can; he must create for himself a whole new inward world- a world intense and strange, complete in himself. Let it be added here that this lover about whom we speak need not necessarily be a young man saving for a wedding ring- this lover can be man, woman, child, or indeed any human creature on this earth.“
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der weiblichen Präsenz in Kultur und Gesellschaft sowie Vorstellung der theoretischen Grundlagen (Foucault, Lacan) und der zu untersuchenden Romane.
2. DER FEMINISMUS UND DIE GENDER-DEBATTE: Diskussion der Dekonstruktion des Subjekts und der Einführung der Gender-Forschung als Konzept zur Analyse binärer Geschlechterkategorien.
3. DIE THEORIE DER MACHT NACH FOUCAULT: Erläuterung der Machtmechanismen als dezentrales Netzwerk und Darstellung des Widerstands im Kontext von Sexualität.
4. BEGEHREN: Analyse der psychoanalytischen Konzepte Lacans zur Ich-Bildung und die Verknüpfung von Begehren, Mangel und Macht.
5. REINA ROFFÉ: EL CIELO DIVIDIDO: Detailanalyse des Romans hinsichtlich seiner Strukturen von Macht, dem Begehren nach Einheit, Exilerfahrungen und der literarischen Verknüpfung mit Djuna Barnes.
6. YANITZIA CANETTI: AL OTRO LADO: Untersuchung der Protagonistin, die sowohl die Rolle der Liebenden als auch der Geliebten einnimmt, sowie der Suche nach einer eigenen Wahrheit im politisch-kritischen Kontext.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit der Untersuchung über den Grad der Emanzipation und Selbstfindung der weiblichen Figuren in den gewählten Romanen.
Macht, Sexualität, Begehren, Gender, Feminismus, Michel Foucault, Jaques Lacan, Identität, Exil, Subjektivität, Diskurs, Reina Roffé, Yanitzia Canetti, weibliches Schreiben, Machtstrukturen.
Die Arbeit untersucht Machtstrukturen, Sexualität und die Dynamik des Begehrens in zwei lateinamerikanischen Romanen von Reina Roffé und Yanitzia Canetti vor dem Hintergrund feministischer und poststrukturalistischer Theorieansätze.
Die Arbeit befasst sich mit der Konstitution weiblicher Subjekte, der politischen Dimension von Geschlechterbeziehungen, dem Einfluss des Exils auf das Selbstverständnis und der literarischen Darstellung von Begehren.
Ziel ist es zu zeigen, wie die Protagonistinnen dieser Romane innerhalb von patriarchalen Machtstrukturen ihre eigene Stimme und Identität entwickeln, indem sie männlich dominierte Diskurse dekonstruieren.
Die Arbeit nutzt hauptsächlich diskursanalytische Methoden basierend auf den Theorien von Michel Foucault und psychoanalytische Konzepte nach Jaques Lacan, um literarische Texte zu interpretieren.
Im Hauptteil werden die Romane detailliert auf ihre narrative Struktur, ihre Symbolik (wie die „casa-ostra“ oder das „Foto“) sowie ihre intertextuellen Bezüge zu Autorinnen wie Djuna Barnes und Colette untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Macht, Begehren, Gender, Subjektivität, Identität, Exil und Diskursanalyse.
Die Autorin nutzt diese intertextuellen Verweise, um die Tradierung und Transformation von weiblichen Lebensentwürfen und Identitätssuchen von der europäischen Moderne bis zum zeitgenössischen Lateinamerika aufzuzeigen.
Das Exil wird nicht nur als geografischer Ort verstanden, sondern als ein Zustand der „Anwesenheit in Abwesenheit“, der die Identitätssuche der Protagonistinnen und deren schwierige Integration in die Herkunftsgesellschaft widerspiegelt.
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