Fachbuch, 2014
110 Seiten
1. Vorbemerkungen und Bedingungsanalyse
1.1 Lerngruppe und allgemeine Aspekte der Kursplanung
1.2 Äußere Bedingungen
1.3 Schlussfolgerungen für die Gestaltung der Fußballkurse
2. Didaktisch-methodische Prinzipien und Begründung der Lehrphilosophie
2.1 Optimale „Förderung“ und „Forderung“ der Studierenden
2.2 Offenheit und Transparenz der Ziele, Inhalte und Methoden
2.3 Lehrmittelbereitstellung
2.4 Fachberatungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung studentischer Lehrversuche
2.5 Prinzip der Abwechslung und Dreiteilung einer Unterrichtseinheit (UE)
2.6 Berücksichtigung der Unterrichtsprinzipien nach Wiater
3. Pädagogische Unterrichtsprinzipien nach Wiater
3.1 Zielorientierung und -verständigung
3.2 Aktivierung und Selbsttätigkeit
3.3 Veranschaulichung
3.4 Ergebnissicherung und Nachhaltigkeit
3.5 Ganzheit
3.6 Motivierung
3.7 Differenzierung
3.8 Strukturierung
4. Semesterplan und konzeptionelle Grundlagen der Kursplanung
4.1 Stoffverteilungsplan der EV (Grobplanung)
4.2 Kommentierte Einzelstundenplanung der EV (Feinplanung)
4.3 Stoffverteilungsplan der VV (Grobplanung)
4.4 Kommentierte Einzelstundenplanung der VV (Feinplanung)
5. Weitere Aspekte der Kursplanung und Materialsammlung
5.1 Kriterien für die Belegarbeit/ Belegstruktur (Fußball – Vertiefung)
5.2 Klausurfragen zur EV
5.3 Klausurfragen zur VV
5.4 Klausurfragen zur EV Fußball für weitere VV „Spielen in Mannschaften“
5.5 Kriterienkatalog für die Beurteilung der Spielfähigkeit im Fußball
5.6 Feedbackbogen für die Lehrproben
5.7 Praktische Prüfungen
5.8 Hinweise zur Durchführung des Eignungstests in der Sportart Fußball an der GAU
5.9 Fragenkatalog und Anregungen für mündliche Prüfungen
5.10 Materialien zur Theorie-Veranstaltung (Handout und PPT-Folien)
5.11 Bewertungsbogen für die Referate (Theorie-Beiträge)
5.12 Formular zur Trainingsplanung für die Lehrproben
Das Ziel der Arbeit ist die Bereitstellung eines praxisnahen Konzepts zur Gestaltung der universitären Fußballausbildung, das sowohl die fachlichen Anforderungen der Studienordnung erfüllt als auch eine professionelle methodisch-didaktische Lehrkompetenz bei den Studierenden fördert.
1.1 Lerngruppe und allgemeine Aspekte der Kursplanung
Die einführenden und vertiefenden Kurse zur Fußballausbildung am Institut für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität (GAU) in Göttingen sind i.d.R. für ca. 25 Studierende vorgesehen – im optimalsten Fall bietet sich im Sinne einer nachhaltigen Schulung mit einem hohen Anteil an aktiver Lernzeit eine Gruppengröße an, welche eine Teilnehmerzahl von 20 Studierenden nicht überschreitet. Dies entspräche jener Kursstärke, welche für alle Lerner eine optimale Förderung und „Forderung“ - also Beanspruchung - zu gewährleisten vermag (Angemessenheit der Stundenbeiträge und Zeitfenster im Rahmen der praktischen Abschlussprüfungen, gewinnbringender Betreuungsschlüssel und „Raum“ für individuelle Beiträge im Rahmen von Lehrversuchen, etc.). Da am Sportinstitut der Uni Göttingen jedoch auch für Seminare bzw. sportpraktische Kurse bedauerlicherweise keine Teilnahmepflicht herrscht, schwankt und fluktuiert die Teilnehmerzahl stetig sowohl in dieser Sportart als auch in den weiteren Ausbildungsfächern der sportpraktischen Lehrangebote. Jener Umstand verlangt von Lehrveranstaltung (LV) zu Lehrveranstaltung sowohl den stundenteilverantwortlichen Studierenden als auch dem Dozenten ein hohes Maß an Flexibilität ab. So müssen Übungs- und Organisationsformen teilweise äußerst spontan umgestellt und neu geplant werden, einige Stundeninhalte lassen sich durch jene Notwendigkeit an Spontaneität partiell gar nicht erst realisieren. Für die berufsspezifische Praxis einer etwaigen Lehrerlaufbahn ergibt sich aus diesen Planungsumständen und schwankenden Kenngrößen insofern eine Vielzahl an situativen Handlungskompetenzen für das Lehrerhandeln, um später auch flexibel sowie stressreduziert über notwendige Modifikationsmöglichkeiten und Anpassungen aus dem Stegreif verfügen zu können.
1. Vorbemerkungen und Bedingungsanalyse: Analysiert die Rahmenbedingungen der Fußballausbildung an der Universität Göttingen und deren Auswirkungen auf die Planung der Lehre.
2. Didaktisch-methodische Prinzipien und Begründung der Lehrphilosophie: Definiert die didaktischen Leitmotive der Autorin, einschließlich der Förderung der Lehrkompetenz und der Gestaltung von Lehrproben.
3. Pädagogische Unterrichtsprinzipien nach Wiater: Erläutert die praktische Anwendung zentraler Unterrichtsprinzipien (wie Zielorientierung, Aktivierung und Differenzierung) auf das Fußballtraining.
4. Semesterplan und konzeptionelle Grundlagen der Kursplanung: Bietet konkrete Stoffverteilungs- und Einzelstundenpläne für Einführungs- und Vertiefungskurse an.
5. Weitere Aspekte der Kursplanung und Materialsammlung: Enthält ergänzende Materialien wie Belegstrukturen, Klausurfragen, Bewertungsbögen und Eignungstest-Hinweise für die Praxis.
Fußball, Hochschulsport, Sportdidaktik, Unterrichtsprinzipien, Lehrkompetenz, Spielfähigkeit, Kursplanung, Lehrprobe, Trainingswissenschaft, Methodik, Technikschulung, Taktiktraining, Differenzierung, Leistungsbeurteilung, Sportpädagogik.
Das Konzept beschreibt die didaktische und methodische Strukturierung der Fußballausbildung an der Universität Göttingen, um Studierende professionell auf ihre spätere Tätigkeit als Sportlehrer oder Trainer vorzubereiten.
Die Themen umfassen die Kursplanung unter Berücksichtigung von Heterogenität, die Anwendung pädagogischer Prinzipien nach Wiater, die Konzeption von Lehrproben sowie die Vermittlung von Technik- und Taktikbausteinen.
Das Ziel ist der Erwerb von Lehrkompetenz (Vorbereitung, Durchführung, Auswertung) sowie die Entwicklung der allgemeinen und speziellen Spielfähigkeit bei den Studierenden.
Es wird ein konstruktivistischer Lehransatz verfolgt, der durch induktive und deduktive Methoden, videobasierte Analysen und die Anwendung sportpädagogischer Unterrichtsprinzipien ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Unterrichtsprinzipien und eine sehr detaillierte Aufbereitung konkreter Semester- und Stundenpläne inklusive Übungsformen und methodischer Hinweise.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie "Lernen durch Lehrens", "Spielfähigkeit", "methodisch-didaktische Prinzipien", "Lehrprobe (DMÜ)" und "individuelles sowie gruppentaktisches Handeln".
Die Lehrprobe folgt einem "Sandwich-Prinzip": Ein Dozenten-geführter Einstieg, eine ca. 30-minütige studentische Lehrphase und ein gemeinsames Auswertungsgespräch.
Durch konsequente Binnendifferenzierung auf drei Niveaustufen und das Angebot von Provokationsregeln, die sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Spieler fordern.
Die Uni-Liga fördert die studentische Eigeninitiative außerhalb des Lehrkanons, während der Film "Referees at Work" die sportpsychologische Perspektive der Schiedsrichter in das Training integriert.
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