Bachelorarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Aktuelle Lage und Begriffsklärung
2. Risikofaktoren Suizid
2.1 Körperliche Faktoren
2.2 Psychische Faktoren
2.2.1 Depressionen
2.2.2 Demenz
2.3 Soziale Faktoren
2.3.1 Familiensituation
2.3.2 Zwischenmenschliche Situation
2.3.3 Ausscheiden aus dem Erwerbsleben
2.3.4 Soziale Isolation und Einsamkeit
2.4 Exemplarisches Beispiel einer Studie
3. Vorboten und Signale einer Suizidgefährdung
4. Diagnostik Suizid
4.1 Gespräch
4.2 Abschätzung Suizidalität
5. Prävention
5.1 Primäre Prävention
5.1.1 Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
5.1.2 Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland
5.1.3 Individuelle Vorbeugung des alten Menschen
5.2 Sekundäre Prävention
5.2.1 Suizidprävention durch den Hausarzt
5.2.2 Krisenintervention
5.2.3 Einweisung in psychiatrische Klinik
5.2.4 Behandlung suizidaler Personen im Krankenhaus
5.2.5 Regeln im Umgang mit suizidalen alten Menschen
5.3 Tertiäre Prävention
5.3.1 Medikamentöse Behandlung
5.3.2 Psychotherapie
5.3.3 Sozialarbeit
5.3.4 Hilfen für Hinterbliebene
6. Interviewteil
6.1 Allgemeine Informationen
6.2 Auswertung
6.2.1 Themenschwerpunkt Beziehung Einrichtung zu Suizid
6.2.2 Themenschwerpunkt Ursachen Suizid
6.2.3 Themenschwerpunkt Vorboten und Signale
6.2.4 Themenschwerpunkt Prävention
Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Ursachen, die Erkennung und die Präventionsmöglichkeiten von Suizidalität bei alten Menschen. Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für suizidales Verhalten im Alter zu entwickeln und aufzuzeigen, welchen Beitrag die soziale Arbeit und andere Akteure zur Suizidprävention leisten können.
2.2.1 Depressionen
Depressionen gehören zur Gruppe der affektiven Störungen. Bei einer affektiven Störung ist das emotionale Gleichgewicht gestört (Gerrig & Zimbardo, 2008, S. 565). Eine Depression lässt sich demnach wie folgt umschreiben: „Eine depressive Störung ist gekennzeichnet durch eine länger anhaltende (mindestens zwei Wochen) depressive Verstimmung oder Freudlosigkeit sowie eine Anzahl von Symptomen, die diese depressive Stimmung oder Freudlosigkeit begleiten.“ (Bronisch, 1995, S. 38)
Etwa jeder vierte Mensch über 65 Jahren erkrankt an einer Form der Depression. Ältere Menschen leiden dabei zu 14 Prozent an ernsthaften Depressionen und zu 33 Prozent an depressiven Symptomen bzw. leichteren Formen der Schwermut. Bei älteren Menschen, die in Heimen leben, zeigt sich ein prozentualer Anteil bis über 30 Prozent. Dabei erhöhen körperliche Erkrankungen das Risiko, eine Depression zu bekommen. Dann steigt der prozentuale Anteil schon über 40 Prozent (Hautzinger, 2006, S. 28 - 29).
Einleitung: Einführung in die Thematik des Alterssuizids sowie Erläuterung der Relevanz für die Gesellschaft und die Profession der Sozialen Arbeit.
1. Aktuelle Lage und Begriffsklärung: Darstellung der statistischen Daten zur Suizidalität im Alter und Definition grundlegender Begriffe.
2. Risikofaktoren Suizid: Analyse der körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren, die bei älteren Menschen das Risiko für suizidales Verhalten erhöhen.
3. Vorboten und Signale einer Suizidgefährdung: Identifikation von Verhaltensweisen und Äußerungen, die auf eine suizidale Absicht hindeuten können.
4. Diagnostik Suizid: Beschreibung von Gesprächsführung und Testverfahren zur Einschätzung einer Suizidalität.
5. Prävention: Detaillierte Darstellung von Maßnahmen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sowie Hilfsangeboten für Hinterbliebene.
6. Interviewteil: Auswertung von Experteninterviews mit in der Altenhilfe tätigen Fachkräften zur praktischen Handhabung des Themas Suizid.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Suizidprävention für alte Menschen.
Alterssuizid, Suizidprävention, Depression im Alter, Demenz, Risikofaktoren, Krisenintervention, Soziale Arbeit, Altenhilfe, Suizidalität, psychosoziale Betreuung, Gesprächsführung, Hausarzt, Hinterbliebene, Suizidrisiko, Gerontopsychiatrie
Die Arbeit behandelt die Problematik des Suizids im höheren Lebensalter unter Berücksichtigung von Ursachen, Erkennungsmöglichkeiten und präventiven Ansätzen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von Risikofaktoren, der diagnostischen Einschätzung durch Fachkräfte und der Darstellung von Präventionsmaßnahmen in drei Stufen.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das suizidale Verhalten älterer Menschen zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie suizidale Krisen frühzeitig erkannt und bewältigt werden können.
Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie auf die Auswertung persönlicher Experteninterviews mit Fachkräften aus der Altenhilfe.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Risikofaktoren, die Diagnostik von Suizidalität, präventive Maßnahmen und die qualitative Auswertung von Praxisinterviews.
Wichtige Begriffe sind Alterssuizid, Suizidprävention, Soziale Arbeit, Depression im Alter, Krisenintervention und Altenhilfe.
Der Hausarzt fungiert als zentrale Vertrauensperson und Koordinationsstelle, da er oft über Jahre hinweg engen Kontakt zu den Patienten hält und häufig die erste Anlaufstelle in Krisensituationen ist.
Demenz gilt als kritische Phase, insbesondere zu Beginn der Erkrankung, wenn die Betroffenen den Verlust ihrer geistigen Fähigkeiten bemerken und unter dem Gefühl der Ohnmacht leiden.
Sozialarbeiter wirken als wichtiges Bindeglied zwischen medizinischer Versorgung und psychosozialer Unterstützung; sie bieten Einblicke in die Lebenswelt der Betroffenen und begleiten diese in ihren Krisen.
Hinterbliebene tragen selbst ein erhöhtes Risiko für psychosoziale Beschwerden und Depressionen, weshalb sie eine professionelle Unterstützung bei der Trauerverarbeitung und Krisenbewältigung benötigen.
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