Bachelorarbeit, 2013
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Begriffserklärungen
2. Was ist Integration?
2.1 Zur Notwendigkeit einer Definition
2.2 Das Migrationssoziologische Modell Friedrich Heckmanns
2.3 Zu den Begriffen Integration - Assimilation
2.4 Messung von Integration
3. Das gesellschaftliche Meinungsbild über Sprachkompetenz und Integration
3.1 Transatlantic Trends: Immigration
3.2 Sprache und Identifikation
3.3 Die Meinungen der Menschen über Sprachakzente
3.4 Die Meinung der Schüler/-innen über Sprache
4. Integration und Sprache
4.1 Arbeitsmarkt
4.2 Bildung
4.3 Alltägliche Kommunikation
5. Integrationskurse im integrationspolitischen Konzept der BRD
5.1 Evaluation von allgemeinen Integrationskursen
5.1.1 Nutzung der deutschen Sprache
5.1.2 Arbeitsmarkt und Bildung
5.1.3 Kontakte zu einheimischen und Mitgliedschaft in Organisationen/Vereinen
5.1.4 Emotionale Verbundenheit mit Deutschland
5.1.5 Bewertung des Sprachkurses insgesamt
6. Assimilation statt Integration
6.1 Politische Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Sprachkompetenz und der Erstsprache von Menschen mit Migrationshintergrund für den Integrationsprozess in Deutschland. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie sich Sprachkenntnisse auf die strukturelle, soziale und identifikatorische Integration auswirken und welche Rolle Integrationskurse sowie gesellschaftliche Einstellungen gegenüber Sprachakzenten in diesem Zusammenhang spielen.
1.1 Begriffserklärungen
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge definiert Migration wie folgt: „Von Migration spricht man, wenn eine Person ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlegt, von internationaler Migration, wenn dies über Staatsgrenzen hinweg geschieht“. In dieser Arbeit wird Migration im Sinne der internationalen Migration verstanden.
Ein weiterer Begriff, welcher sich im alltäglichen, medialen und politischen Sprachgebrauch etabliert hat, ist der des Migrationshintergrundes. Das Statistische Bundesamt zählt zu Menschen mit Migrationshintergrund „(...) alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Migration in Deutschland ein und verdeutlicht die wachsende Bedeutung der Sprachkompetenz innerhalb der Integrationspolitik.
2. Was ist Integration?: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen wie das Modell von Friedrich Heckmann sowie die begrifflichen Unterschiede zwischen Integration und Assimilation erörtert.
3. Das gesellschaftliche Meinungsbild über Sprachkompetenz und Integration: Das Kapitel analysiert anhand von Umfragen die Einstellungen der Bevölkerung sowie von Schülern zu Migration, Sprachen und Akzenten.
4. Integration und Sprache: Hier werden die empirischen Auswirkungen von Sprachkenntnissen auf den Arbeitsmarkt, das Bildungssystem und die alltägliche Kommunikation beleuchtet.
5. Integrationskurse im integrationspolitischen Konzept der BRD: Dieses Kapitel wertet die Wirksamkeit staatlicher Integrationskurse in verschiedenen Lebensbereichen der Teilnehmer aus.
6. Assimilation statt Integration: Die Schlussbetrachtung kritisiert, dass unter dem Deckmantel der Integration in Deutschland häufig eine Assimilation gefordert wird, und gibt politische Handlungsempfehlungen.
Integration, Assimilation, Migration, Sprachkompetenz, Migrationshintergrund, Arbeitsmarkt, Bildung, Erstsprache, Zweitsprache, Integrationskurse, Sprachakzente, Humankapital, Identität, Soziale Partizipation, Mehrsprachigkeit
Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle der deutschen Sprachkompetenz und der Erstsprache für den Integrationsprozess von Migranten in die deutsche Gesellschaft.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Integrationsmodellen, dem Einfluss der Sprache auf den Arbeitsmarkt und Bildungserfolg sowie der Bewertung staatlicher Integrationsmaßnahmen.
Ziel ist es, die Bedeutung von Sprachkenntnissen für die strukturelle und soziale Integration zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob die aktuelle Integrationspolitik eher auf Integration oder Assimilation abzielt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer Fachliteratur sowie der Auswertung empirischer Studien und Umfragen zu Migrations- und Integrationsthemen.
Im Hauptteil werden soziologische Theorien (z. B. Heckmann, Cummins) mit empirischen Befunden aus dem Arbeitsmarkt, Bildungsbereich und Evaluationsstudien zu Integrationskursen verknüpft.
Die wichtigsten Begriffe sind Integration, Assimilation, Migrationshintergrund, Sprachkompetenz, Arbeitsmarkt, Bildung und Identität.
Die Unterscheidung ist zentral, da Integration einen wechselseitigen Prozess der Teilhabe beschreibt, während Assimilation auf ein vollständiges Verschwinden kultureller Unterschiede zugunsten der Mehrheitsgesellschaft abzielt.
Die Untersuchung zeigt, dass Akzente oft als Projektionsflächen für Stereotype dienen und in der sozialen Wahrnehmung über Sympathie oder Antipathie gegenüber Migrantengruppen entscheiden können.
Der Autor stellt fest, dass die Kurse zwar positive Wirkungen zeigen, aber kritisch betrachtet werden müssen, da sie einseitig die deutsche Sprache fördern und die Erstsprache sowie die identitätsstiftende Funktion der Herkunftskultur vernachlässigen.
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