Bachelorarbeit, 2013
49 Seiten, Note: 1,0
1.Einleitung
2.Theoretische Auseinandersetzung
2.1Terminologie
2.2 Hintergründe und Grundgesetze für die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichtes
2.3 Gesetzliche Grundlagen des Gemeinsamen Unterrichts in Thüringen
2.4 Aktueller Stand der Umsetzung in Thüringen
2.5 Bedingungen zum Gelingen des Gemeinsamen Unterrichtes
2.6 Zusammenfassung
3.Empirischer Teil- qualitative Forschung
3.1 Die Erhebungsmethode: Leitfadeninterview
3.2 Das Erhebungsinstrument
3.3 Die Stichprobe
3.4 Die Datenerhebung
3.5 Datenanalyse
3.6 Darstellung der Daten
3.7 Interpretation und Schlussfolgerungen
4.Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Grad der Verwirklichung von gemeinsamem bzw. integrativem Unterricht an staatlichen Grundschulen in Thüringen, um daraus fundierte Empfehlungen für die praktische Umsetzung abzuleiten.
3.1 Die Erhebungsmethode: Leitfadeninterview
Um der Fragestellung dieser Arbeit auf den Grund zu gehen, ist es unabdingbar in die Praxis zu schauen und herauszufinden, wie der GU in Thüringen wirklich umgesetzt ist. Mein Anliegen ist es dabei, in die Schulen zu schauen und die von diesem Thema direkt betroffenen Personen zu ihren Erfahrungen zu befragen. Da ich zu diesem Thema subjektive Aussagen, Erfahrungen und Empfindungen benötige, bediene ich mich in diesem Teil der Arbeit, der qualitativen Forschung. Diese arbeitet mit sprachlich vermittelten Daten und lässt subjektive Aussagen zu bestimmten Themen zu. Es wird dabei im Feld der Wirklichkeit geforscht.
Da ich, wie schon erwähnt, individuelle Aussagen benötige, verwendete ich die Form des qualitativen Interviews. Diese Form unterscheidet sich von standardisierten Befragungen dahingehend, dass den Befragten die Strukturierung der Kommunikation im Rahmen des relevanten Themas weitgehend selbst überlassen wird. Somit wird den Befragten die Möglichkeit gegeben, selbst zu entscheiden, welche der Erfahrungen relevant für das vorgegebene Thema sind. Es wird ihnen Raum gegeben, ihre subjektiven Relevanzsysteme, Deutungsmuster und Sichtweisen zu verbalisieren. Dabei sollten eine geringe fremd gesteuerte Strukturierungsleistung und kaum theoretische Vorannahmen vorhanden sein. Die Fragen des Interviewers sollten eher hörerorientiert und erzählgenerierend sein. Somit steht dem Befragten größtenteils das Rederecht zu, damit sie von sich aus authentisch erzählen. Der Interviewer nimmt sich so zu sagen etwas zurück.
1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Integration und Inklusion im deutschen Bildungssystem sowie Darlegung der Forschungsfrage.
2.Theoretische Auseinandersetzung: Definition der zentralen Begriffe und Erläuterung der rechtlichen sowie strukturellen Grundlagen für den gemeinsamen Unterricht in Thüringen.
3.Empirischer Teil- qualitative Forschung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, der Datenerhebung und der Analyse von Experteninterviews mit Lehrkräften.
4.Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts.
Integration, Inklusion, Gemeinsamer Unterricht, Thüringen, Grundschule, Sonderpädagogik, Lehrkräfte, Leitfadeninterview, Qualitative Forschung, Differenzierung, Heterogenität, Bildungsrecht, Schulentwicklung, Förderbedarf, Chancengleichheit.
Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung des gemeinsamen bzw. integrativen Unterrichts an Thüringer Grundschulen vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorgaben und aktueller bildungspolitischer Diskussionen.
Die Arbeit behandelt die Konzepte der Integration und Inklusion, die rechtlichen Grundlagen in Thüringen, die notwendigen Bedingungen für den Erfolg des Unterrichts sowie die Erfahrungen von Lehrkräften aus der Praxis.
Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Integration an staatlichen Grundschulen in Thüringen zu bewerten und konkrete Empfehlungen für eine verbesserte Umsetzung abzuleiten.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz und führt leitfadenorientierte Interviews mit Lehrkräften an Thüringer Grundschulen durch, um subjektive Erfahrungen und Sichtweisen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Terminologie und Rechtslage sowie einen empirischen Teil, in dem Interviews analysiert und interpretiert werden.
Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch die Begriffe Inklusion, Integration, Sonderpädagogische Förderung, Heterogenität und Gelingensbedingungen.
Die Sonderpädagogen werden als essenzielle Unterstützung im Unterricht gesehen, wobei die Autorin kritisch anmerkt, dass die aktuelle stundenweise Zuweisung für eine optimale Betreuung nicht ausreicht.
Die Lehrkräfte stehen dem gemeinsamen Unterricht grundsätzlich offen gegenüber, betonen jedoch den Mangel an Ressourcen und fordern ein stabileres Team-System, um den Anforderungen der Integration gerecht zu werden.
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