Masterarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen zum Emissionshandel
2.1 Das Umweltproblem aus ökonomischer Betrachtung
2.1.1 Die Umwelt als gesellschaftliche Ressource
2.1.2 Definition und Klassifizierung externer Effekte
2.2 Darstellung umweltpolitischer Instrumente
2.2.1 Charakterisierung von Auflagen, Abgaben und moralischen Appellen
2.2.2 Kurze Einführung in den Emissionszertifikatehandel
2.3 Kriteriengeleitete Bewertung umweltpolitischer Instrumente
2.4 Vergleich der Instrumente
3 Funktionsweise des CO2-Emissionshandels
3.1 Das Kyoto-Protokoll
3.1.1 Kernpunkte und Zielsetzung
3.1.2 Kyoto-Instrumente im Überblick
3.2 Die Lastenverteilungskonvention in Europa
3.3 Das EU-Emissionshandelssystem
3.3.1 Allgemeine und rechtliche Grundlagen
3.3.2 Zeitlicher Übertrag von Zertifikaten
3.4 Beteiligte Akteure im Emissionshandelssystem
3.5 Erste Handelsperiode 2005-2007
3.6 Zweite Handelsperiode 2008-2012
4 Aktuelle Probleme des Emissionshandels
4.1 Dritte Handelsperiode 2013-2020
4.2 Elektronische Informationsübermittlung der DEHSt
4.2.1 Funktionsweise des Kommunikationsprozesses
4.2.2 Implementierung des Luftverkehrs in den Emissionshandel und die Problematik ausländischer Teilnehmer
4.3 Das Trittbrettfahrer-Problem im Emissionshandel
4.4 Wirtschaftsökonomische Effekte der CO2-Vollversteigerung
4.5 Preisverfall der CO2-Zertifikate
4.6 Backloading als Instrument der Preisstabilisierung in der dritten Handelsperiode
4.7 Wirtschaftliche Auswirkungen des Emissionshandelssystems
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise und die aktuelle Problematik des CO2-Emissionshandels als umweltpolitisches Instrument. Ziel ist es zu analysieren, ob dieses System langfristig zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen kann und wie es sich gegenüber anderen Instrumenten sowie in verschiedenen Handelsperioden bewährt hat.
2.1.1 Die Umwelt als gesellschaftliche Ressource
Eine Vielzahl von Umweltgütern ist durch ihr begrenztes Vorkommen gekennzeichnet. Dessen ungeachtet herrschen für diese Güter keine Märkte, die eine Preisbildung ermöglichen. Ursache hierfür ist der Umstand, dass auch nicht zahlungswillige Marktteilnehmer diese Güter nutzen, in der Folge jedoch nicht vom Markt ausgegrenzt werden können.6 Im Jahre 1954 publizierte die Review of Economics and Statistics den Beitrag „The Pure Theory of Public Expenditure“ des Wohlfahrtsökonomen Paul A. Samuelson. In seiner Arbeit charakterisiert er Güter die nicht dem Ausschlussgrundsatz unterliegen als Kollektivgüter.7
In der Volkswirtschaft klassifizieren sich die Güter zweckdienlicherweise in die Attribute Ausschluss-und Konkurrenzprinzip der Güternutzung. Im Kontext des Ausschlussprinzips kann der Träger der Eigentumsrechte eines Gutes übrige von deren Inanspruchnahme ausgrenzen. Beim Rivalitätsprinzip hingegen grenzt ein Individuum weiteren Benutzern des Gutes ihre Nutzungsoptionen ein. Darauf aufbauend erfolgt eine Gliederung der Gütergruppen in Kollektivgüter, Private Güter, Natürliche Monopole und gesellschaftliche Ressourcen.
Bei Kollektivgütern existiert keine Abhängigkeit von Ausschluss und Konkurrenz. Die Individuen können das Gut frei applizieren und entziehen sich einander keine Nutzungsoptionen. Ein Staudamm beispielsweise ist ein öffentliches Gut, bei dessen Nutzung der Einrichtung bei Überflutung kein Bürger ausgeschlossen wird. Private Güter liegen zum einen dem Ausschlussprinzip und zum anderen dem Rivalitätsprinzip zu Grunde. Ein gutes Beispiel in diesem Zusammenhang ist der Verkauf von Eiscreme. Das Eis unterliegt der Exkludierbarkeit. Der Eisverkäufer will auf Grundlage von unbekannten Prämissen das Eis nicht vermarkten. Die Käuferseite ist als Folge vom Markt ausgeschlossen. Konträr hierzu steht das Eis unter dem Rivalitätsprinzip. Auf der einen Seite geschieht der Konsum mit dem Verzehr einmalig, auf der anderen Seite rivalisieren sich die Kunden um das Eisvergnügen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels ein und erläutert die Notwendigkeit, globale Emissionen durch das Instrument des Emissionshandels zu steuern.
2 Grundlagen zum Emissionshandel: Dieses Kapitel behandelt ökonomische Aspekte von Umweltgütern, definiert externe Effekte und bewertet verschiedene umweltpolitische Instrumente anhand ihrer Effizienz und Anreizwirkung.
3 Funktionsweise des CO2-Emissionshandels: Hier werden das Kyoto-Protokoll sowie die rechtlichen und praktischen Grundlagen des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS) inklusive seiner Akteure und Handelsperioden detailliert analysiert.
4 Aktuelle Probleme des Emissionshandels: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Herausforderungen der dritten Handelsperiode auseinander, darunter technische Informationsübermittlung, das Trittbrettfahrer-Problem, Preisstabilität und ökonomische Folgen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit und Wirksamkeit des Emissionshandels im globalen Klimaschutz.
Emissionshandel, CO2-Zertifikate, Kyoto-Protokoll, EU-EHS, Klimaschutz, Externe Effekte, Treibhausgase, Grandfathering, Carbon Leakage, Vollversteigerung, Preisstabilität, Backloading, Umweltökonomie, Zertifikatehandel, Schadstoffausstoß.
Die Arbeit analysiert das umweltpolitische Instrumentarium des CO2-Emissionshandels, dessen Funktionsweise, historische Entwicklung und aktuelle Herausforderungen in der europäischen Klimapolitik.
Die zentralen Felder umfassen die ökonomischen Grundlagen von Umweltgütern, die Regulierung durch den Staat, die Mechanismen des internationalen und europäischen Emissionshandels sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Industrie und Beschäftigung.
Das Ziel ist die kritische Evaluierung des Emissionshandels als Steuerungsinstrument, um zu ermitteln, ob es den Klimawandel effektiv aufhalten kann oder durch politische Rahmenbedingungen in seiner Wirksamkeit beeinträchtigt wird.
Die Arbeit nutzt eine kriteriengeleitete, vergleichende Untersuchung verschiedener umweltpolitischer Instrumente (Auflagen, Abgaben, moralische Appelle und Zertifikatehandel) sowie die Analyse bestehender Handelsperioden und regulatorischer Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Funktionsweise des Kyoto-Protokolls und des EU-Emissionshandelssystems sowie eine tiefgehende Analyse aktueller Probleme der dritten Handelsperiode.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Emissionshandel, CO2-Äquivalent, Carbon Leakage, Grandfathering und die verschiedenen Handelsperioden der EU.
Der Begriff beschreibt das Risiko, dass energieintensive Industrien ihre Produktion aufgrund hoher CO2-Kosten aus Europa in Länder mit weniger strengen Klimaschutzauflagen verlagern, was global zu keiner Emissionsminderung führt.
Das Backloading wird als Versuch gewertet, den durch Überangebot gesunkenen Zertifikatepreis zu stützen und die Glaubwürdigkeit des Emissionshandels zu bewahren, wobei der Autor den langfristigen Erfolg dieses Instruments als zweifelhaft betrachtet.
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