Masterarbeit, 2014
116 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Begriffserklärungen
2. Ausgangslage
2.1 Problemstellung
2.1.1 Das uneinheitliche sozialräumliche Verständnis
2.1.2 Unklare Funktion und Verortung der Sozialraumarbeit
2.1.3 Fehlende Berufsbildentwicklung
2.2 Fragestellungen
2.3 Arbeitsthesen
2.4 Relevanz der Praxisforschung
3. Grundlagen der Sozialraumarbeit
3.1 Definitionen
3.1.1 Soziale Räume – Das St.Galler Modell
3.1.2 Sozialraumarbeit/ Sozialräumliche Soziale Arbeit
3.1.3 Sozialraumorientierte Soziale Arbeit
3.1.4 Sozialräumliche Gemeinwesenarbeit
3.1.5 Transdisziplinarität/ Transnationalität
3.1.6 Sozialkapital
3.2 Aktueller Fachdiskurs und Forschungsstand
3.2.1 Forschung zur sozialräumlichen Sozialen Arbeit
3.2.2 Berufsbildbezüge in der Fachliteratur der Sozialraumarbeit
3.3 Sozialpolitische Transformationen
3.4 Kritisch-reflexive Theoriediskussion
3.4.1 Fokus der sozialräumlichen Praxis
3.4.2 Fokus der Sozialen Arbeit
3.4.3 Sozialpolitischer Fokus
4. Berufsbildentwicklung in der Sozialen Arbeit
4.1 Bezüge zur Berufsbildentwicklung
4.1.1 Berufsbild als berufspolitische Kategorie
4.1.2 Das Berufsbild in der Sozialen Arbeit
4.2 Sozialräumliche Paradoxien
5. Forschungsmethoden und Forschungsdesign
5.1 Das Sampling
5.2 Inhaltsanalyse konzeptioneller Daten
5.3 Erstellen des Interviewleitfadens
5.4 Durchführung der Experteninterviews
5.5 Narrationsanalyse und Interviewauswertung
6. Ergebnisse der Inhaltsanalyse und Experteninterviews
6.1 Kategorien und Themen
6.1.1 Typen von fokussierten Sozialen Räumen
6.1.2 Funktion und Wirkung der sozialräumlichen Tätigkeiten
6.1.3 Methoden der Sozialraumarbeit
6.1.4 Qualitätskriterien in der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
6.1.5 Qualifikation der in der Sozialraumarbeit Tätigen
6.1.6 Sozialräumliche Zielsetzungen und Art der Ziele
6.1.7 Steuerungsprozesse und Bearbeitung des Sozialraumes
6.1.8 Sozialräumliche Arbeit mit Personen und Netzwerken
6.1.9 Verortung der Organisation/ Strukturen/ Ressourcen im Sozialraum
6.1.10 Bedarf und Legitimation der Sozialraumarbeit
6.1.11 Sozialräumliche Interdisziplinarität und Transdisziplinarität
6.1.12 Bearbeitung Sozialer Probleme im Sozialraum
6.2 Selbstverständnisse von Sozialraumarbeit
6.2.1 Entwicklungen und sozialpolitische Transformationen in Organisationen der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
6.2.2 Spannungsfelder und Dilemmata in der Sozialraumarbeit
6.3 Fremdverständnisse von Sozialraumarbeit
6.3.1 Entwicklungen und sozialpolitische Transformationen in Organisationen der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
6.3.2 Spannungsfelder und Dilemmata in der Sozialraumarbeit
6.4 Diskussion der Ergebnisse und der Forschungsmethoden
6.4.1 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens
6.4.2 Kritische Beurteilung der empirischen Ergebnisse
7. Gegenüberstellung von Theorie und Empirie
7.1 Theorievergleich und Abstraktionen
7.1.1 Verständnis Sozialraumarbeit und Soziale Räume
7.1.2 Funktion und Verortung der Sozialraumarbeit
7.2 Wirkung und Legitimation der Sozialraumarbeit
7.3 Schnittstelle Sozialraumarbeit/ Soziale Arbeit
7.4 Sozialpolitische Transformationen und Sozialraumarbeit
7.5 Zusammenfassung der Ergebnisse Theorie/ Empirie
8. Berufsbild der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
9. Schlussfolgerungen aus Theorie und Praxis
9.1 Kritische Bewertung des Berufsbildes der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
9.2 Auswirkungen auf die Berufsbildentwicklung Sozialer Arbeit
9.3 Interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Gouvernementalität
9.4 Umgang mit sozialräumlichen Paradoxien
9.5 Sozialräumlichen Paradigmenwechsel gestalten
9.6 Auswirkungen auf den Diskurs der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
10. Fazit
10.1 Theoretische Reflexion
10.2 Zentrale Erkenntnisse
10.3 Berufsbildentwicklung
10.4 Ausblick
10.5 Dank
Die Arbeit untersucht das Berufsbild der sozialräumlichen Sozialen Arbeit, um ein gemeinsames Verständnis für dieses heterogene Feld zu schaffen. Ziel ist es, basierend auf einer qualitativen Inhaltsanalyse von Organisationsunterlagen und Experteninterviews, die professionellen Rollen, Funktionen und notwendigen Kompetenzen zu definieren und diese in Bezug auf das St.Galler Modell zur Gestaltung des Sozialraums zu reflektieren.
1 Einleitung
Der Soziale Raum ist ein Konstrukt, das analog einer Landkarte einen Überblick bietet, einen Standpunkt oberhalb der Standpunkte, von denen aus die Akteure in ihrem Alltagsverhalten ihren Blick auf die soziale Welt richten. (Bourdieu 1987, S. 277)
Wie die Menschen sozial zueinander stehen und wie sich diese Vernetzungen im Raum manifestieren, interessiert Bourdieu und beschäftigt die Professionellen der Sozialen Arbeit. Wie sich diese Verbindungen zwischen Individuen und damit auch Institutionen relativ aufeinander beziehen und wie sich die daraus resultierenden sozialräumlichen Strukturen für die Interventionen der Sozialen Arbeit nutzen lassen beziehungsweise ob überhaupt Sozialer Raum produziert werden kann, sind Kernfragen in der Disziplin “Soziale Arbeit”. Diese Metaperspektive – nach Bourdieu – auf die soziale Landschaft zieht sich durch die vorliegende Arbeit, wenn nach dem aktuellen Bild zur sozialräumlichen Sozialen Arbeit (impliziert Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Soziokultur) und deren professionellen Fachpersonen gefragt wird. Die Masterthesis hat nämlich die Aufgabe, nach einem gemeinsamen Nenner im Verständnis der sozialräumlichen Sozialen Arbeit in der Praxis und in der Theorie zu suchen. Das daraus zu erarbeitende Berufsbild wird im Vergleich zu bestehenden Berufsbildern der Sozialen Arbeit in Bezug auf sozialräumliche Aspekte und Arbeitsfelder gesehen, welche im Anschluss daran auf allfällige Ergänzungen zu überprüfen sind. Die Notwendigkeit der Fokussierung der Tätigkeiten der Sozialen Arbeit in Sozialen Räumen begründet sich vorwiegend aus den verschiedenartigen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit in Sozialräumen und den vielfältigen theoretischen und fachlichen Bezügen der sozialräumlichen Sozialen Arbeit in der Praxis und der Theorie.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der sozialräumlichen Sozialen Arbeit ein und legt das Ziel fest, ein gemeinsames Berufsverständnis zu erarbeiten.
2 Ausgangslage: Hier werden die Problemfelder der sozialräumlichen Praxis, wie das uneinheitliche Verständnis und die fehlende Berufsbildentwicklung, detailliert beschrieben.
3 Grundlagen der Sozialraumarbeit: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, insbesondere durch das St.Galler Modell und die Konzepte des Sozialkapitals und der sozialen Produktion von Raum.
4 Berufsbildentwicklung in der Sozialen Arbeit: Hier werden berufspolitische Hintergründe erörtert und die Notwendigkeit einer sozialräumlichen Ergänzung des bestehenden Berufsbildes begründet.
5 Forschungsmethoden und Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, basierend auf einer qualitativen Inhaltsanalyse und Experteninterviews.
6 Ergebnisse der Inhaltsanalyse und Experteninterviews: Die zentralen Befunde aus der Analyse der Organisationsunterlagen und den Interviews werden hier systematisch dargestellt.
7 Gegenüberstellung von Theorie und Empirie: Hier findet die Integration der empirischen Daten mit den theoretischen Grundlagen statt, um gemeinsame Schnittstellen zu identifizieren.
8 Berufsbild der sozialräumlichen Sozialen Arbeit: Dieses Kernkapitel fasst die Ergebnisse in einer praktischen Beschreibung des Berufsbildes zusammen.
9 Schlussfolgerungen aus Theorie und Praxis: Die Ergebnisse werden kritisch bewertet und Implikationen für die zukünftige Professionsentwicklung diskutiert.
10 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Sozialräumliche Soziale Arbeit, Sozialraumarbeit, Soziale Räume, Sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, Sozialkapital, St.Galler Modell zur Gestaltung des Sozialraums, Berufsbild Soziale Arbeit, sozialraumorientierte Soziale Arbeit, professionelle Handlungsweise, Interdisziplinarität, Transdisziplinarität, Quartierentwicklung, Partizipation, soziale Integration.
Die Masterthesis befasst sich mit der Entwicklung eines Berufsbildes für die sozialräumliche Soziale Arbeit, um die verschiedenen Praxen und theoretischen Zugänge in diesem heterogenen Feld zu systematisieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Sozialräumen, der Rolle von Netzwerken und Sozialkapital sowie der Notwendigkeit einer professionellen Identität in der sozialräumlichen Praxis.
Das primäre Ziel ist es, einen "gemeinsamen Nenner" für das Verständnis der sozialräumlichen Sozialen Arbeit zu finden und ein Berufsbild zu formulieren, das als Ergänzung zu bestehenden Definitionen dienen kann.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das eine Inhaltsanalyse von Organisationsunterlagen mit leitfadengestützten Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine empirische Analyse der Praxisfelder und eine integrative Gegenüberstellung von Theorie und Empirie.
Zu den Kernbegriffen zählen Sozialraumarbeit, Soziale Räume, St.Galler Modell, Sozialkapital, Berufsbildentwicklung und Sozialraumorientierung.
Das St.Galler Modell dient als zentraler Bezugsrahmen, um die Arbeit mit Menschen, die Gestaltung von Orten und strukturelle Steuerungsprozesse in den untersuchten Organisationen abzubilden und zu bewerten.
Die Arbeit zeigt, dass Fachkräfte in der Sozialraumarbeit ständig mit Dilemmata, wie dem "Milieudilemma" oder dem "Präventionsdilemma", konfrontiert sind, was eine besonders reflexive professionelle Haltung erfordert.
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