Bachelorarbeit, 2013
71 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Thematische Einführung
1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
1.3 Relevanz des Themas
1.4 Stand der Forschung
1.5 Quellenlage
1.6 EIOPA: ein Überblick
2 Theorien und Hypothesen
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.3 Hypothesen
3 Forschungsdesign
3.1 Untersuchungsinteresse und -methode
3.2 Fallauswahl
3.3 Untersuchungszeitraum
3.4 Variablen
3.5 Operationalisierung
4 Datenerhebung, Datenanalyse und -interpretation
5 Ergebnis
6 Schlussbetrachtung
7 Tabellen
Die Arbeit untersucht politikwissenschaftlich, ob die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA) über ausreichende Macht verfügt, um ihre in der Gründungsverordnung festgelegten Ziele zu erreichen und künftige Finanzmarktkrisen effektiv zu bewältigen.
1.1 Thematische Einführung
Seit Mitte 2007 hält die globale Finanzkrise Wirtschaft und Politik weltweit in Atem. Ursprung dieser Finanzkrise war die Immobilienkrise in den USA, die sich schnell auf andere Länder und Branchen ausgebreitet hat. Durch die globale Sogwirkung der Krise wurden recht schnell Mängel in der internationalen und europäischen Finanzmarktregulierung deutlich (vgl. Kommission 2009 a: S. 5). Als Reaktion auf die Krise, die zu einer Rezession der Weltwirtschaft geführt hat (vgl. Kommission 2009 a: S. 9), hat die EU-Kommission im Oktober 2008 die „High-Level Group on Financial Supervision in the EU“ mit der Analyse der Ursachen der Finanzkrise beauftragt. Diese Expertengruppe unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten der französischen Notenbank Jacques de Larosière sollte Empfehlungen zur künftigen Regulierung und Beaufsichtigung der europäischen Finanzmärkte aussprechen.
Die Expertengruppe hob als eine der Ursachen der Krise die mangelnde Aufsicht relevanter Finanzdienstleistungsunternehmen in den USA hervor (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 7). Aber auch in der EU führten die falsche Einschätzung des Risikos, eine unzureichende Infrastruktur, mangelnde Transparenz und mangelnde Bereitschaft zum Informationsaustausch auf europäischer und internationaler Ebene zu einer weiteren Verschlimmerung der Lage. Zudem zögerten nationale Aufseher aufgrund des starken internationalen Wettbewerbs zwischen den Finanzzentren, einseitige Maßnahmen umzusetzen (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 11 ff.). Auch wenn die Mängel in der Finanzmarktaufsicht der EU nicht zu den Hauptursachen der Krise zählten (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 44), misst die Expertengruppe einer effizienteren Aufsicht eine maßgebliche Bedeutung bei und schlägt eine neue Aufsichtsstruktur vor (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 48, S. 53 f., S. 87).
1 Einleitung: Stellt das Thema der Arbeit vor, führt in die Entstehung der EIOPA nach der Finanzkrise ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Forschungsfrage.
2 Theorien und Hypothesen: Erörtert den theoretischen Bezugsrahmen, insbesondere Webers Macht- und Bürokratiekonzepte, und formuliert die zentralen Arbeitshypothesen.
3 Forschungsdesign: Definiert den methodischen Rahmen der Untersuchung, einschließlich der Fallauswahl und der Operationalisierung der Machtvariablen.
4 Datenerhebung, Datenanalyse und -interpretation: Präsentiert die empirische Untersuchung anhand von Textanalysen und Experteninterviews zur Machtausstattung der EIOPA.
5 Ergebnis: Fasst die Erkenntnisse über die Machtfaktoren zusammen und bewertet, ob EIOPA ihre Ziele unter den aktuellen Rahmenbedingungen erreichen kann.
6 Schlussbetrachtung: Reflektiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfrage und gibt Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Ausrichtung der Behörde.
7 Tabellen: Enthält die detaillierten Frageleitfäden und die rechtlichen Analysen der EIOPA-Verordnung.
EIOPA, Europäische Finanzaufsicht, Macht, Herrschaft, bürokratische Organisation, Finanzkrise, Aufsichtsbehörde, Regulierung, Kompetenz, Effektivität, Unabhängigkeit, EU-Agentur, Finanzmarktstabilität, Experteninterviews, Querschnittsanalyse.
Die Arbeit untersucht die Machtausstattung der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA) und analysiert, ob diese Behörde die rechtlichen und funktionalen Voraussetzungen besitzt, um ihre Ziele effektiv zu erreichen.
Die zentralen Themen sind Machttheorien nach Max Weber, die Organisationsstruktur von EU-Agenturen, die Regulierung der europäischen Finanzmärkte sowie die praktische Wirksamkeit der EIOPA im Kontext der Finanzmarktaufsicht.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer politikwissenschaftlichen Analyse zu beurteilen, ob die EIOPA ausreichend mit Macht ausgestattet wurde oder ob strukturelle Mängel ihre Wirksamkeit als Aufsichtsbehörde einschränken.
Die Arbeit nutzt eine qualitativ-interpretative Methode, ein deskriptives Survey-Modell sowie eine Querschnittsanalyse. Dabei werden Primär- und Sekundärtexte analysiert und durch 21 anonyme Hintergrundgespräche mit Experten ergänzt.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Machtbegriffe, Bürokratie) geklärt, dann das Forschungsdesign erläutert und anschließend die empirische Untersuchung durchgeführt, welche die Faktoren Autorität, Einfluss, Effektivität und Kompetenz der EIOPA misst.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Macht, EIOPA, Finanzmarktaufsicht, Bürokratie, Herrschaft, Unabhängigkeit, regulatorische Kompetenz und Effektivität.
Die nationale Ebene ist eng mit der EIOPA verknüpft, da die Mitglieder des Rates der Aufseher die nationalen Behörden repräsentieren. Dies führt zu einem Interessenkonflikt zwischen nationalen Interessen und der EU-weiten Zielsetzung, was die Unabhängigkeit und den Einfluss der EIOPA prägt.
Die EU-Kommission hat Einfluss auf das Budget und kann unter bestimmten Umständen technische Standards ablehnen. Die Analyse zeigt, dass diese Einschränkung einerseits als Kontrolle wahrgenommen wird, aber auch eine operationale Abhängigkeit schafft.
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