Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
2.1 GESUNDHEITSBEGRIFF
2.2 BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT
2.3 BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG
3. GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND RICHTLINIEN
3.1 ARBEITSSCHUTZGESETZ
3.2 ARBEITSSICHERHEITSGESETZ
3.3 OTTAWA CHARTA
3.4 LUXEMBURGER DEKLARATION
4. NOTWENDIGKEIT EINES BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS
4.1 DEMOGRAFISCHER WANDEL
4.2 SUCHT AM ARBEITSPLATZ
4.2.1 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND KONSEQUENZEN
4.2.2 CO-ABHÄNGIGKEIT
4.2.3 AUFFÄLLIGKEITEN EINER SUCHTABHÄNGIGKEIT
4.2.4 SUCHTENTWICKLUNG AM ARBEITSPLATZ
4.2.5 WIRTSCHAFTLICHE FOLGEN FÜR DAS UNTERNEHMEN
4.2.6 UNFALLGEFAHREN DURCH SUCHTMITTEL
5. BETRIEBLICHE SUCHTPRÄVENTION UND SUCHTHILFE
5.1 VERHÄLTNISORIENTIERTE SUCHTPRÄVENTION
5.2 VERHALTENSORIENTIERTE SUCHTPRÄVENTION
5.3 WIRKSAME STRATEGIEN UND MAßNAHMEN
5.3.1 INTERVENTION BEI AUFFÄLLIGKEITEN AM ARBEITSPLATZ
5.3.2 INFORMATION DER ARBEITNEHMER
5.3.3 ABBAU SUCHTFÖRDERNDER ARBEITSBEDINGUNGEN
5.3.4 GESUNDHEITSZIRKEL
5.3.5 BERATUNG UND HILFEANGEBOTE BEI SUCHTPROBLEMEN
5.3.6 QUALIFIZIERUNG DER VORGESETZTEN
5.3.7 PUNKTNÜCHTERNHEIT
5.3.8 UMFELD ALKOHOLFEINDLICH GESTALTEN
5.3.9 VERBOTE UND EINSCHRÄNKENDE REGELUNGEN
5.3.10 ARBEITSPLATZBEDINGTE URSACHEN BESEITIGEN
5.3.11 ANGEBOT VERMINDERN
SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Bachelorarbeit analysiert die Möglichkeiten und Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Fokus auf die Prävention und Bekämpfung von Suchtmittelkonsum (insbesondere Alkohol) in Unternehmen, um die Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
4.2.5 Wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen
Zu Beginn muss erst einmal die schlechte Arbeitsqualität und Arbeitsquantität benannt werden. Ein betroffener Arbeitnehmer wird unter dem Einfluss von Alkohol langsamer und unkonzentrierter. Infolgedessen werden sich die Fehler des Suchtkranken vermehren. Eine Untersuchung hat ergeben, dass sich die Arbeitsleistung eines Arbeitnehmers hinsichtlich einer Alkoholabhängigkeit um 25 % reduziert. Hinzukommend wird sich das Unfallrisiko im Unternehmen erhöhen. Außerdem belegen Studien, dass 25 bis 30 % der Unfälle am Arbeitsplatz durch den Konsum von Alkohol entstehen. Zudem fehlen alkoholkranke Arbeitnehmer gewöhnlich öfter entschuldigt wie auch unentschuldigt am Arbeitsplatz als gesunde Arbeitnehmer.
„Alkoholkranke Arbeitnehmer sind 2,5 mal häufiger krank, bleiben 16 mal häufiger vom Arbeitsplatz fern, fehlen 1,4 mal länger nach Unfällen als ihre gesunden Kollegen.“
Des Weiteren ist der Konsum von Alkohol aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein hoher Kostenfaktor für das Unternehmen. Diese Kosten werden in verschiedenen Bereichen sichtbar: Wegunfälle, Maschinenschäden, krankheitsbedingte Fehlzeiten, Folgekosten wegen Fehlentscheidungen.
In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen einer Studie ermittelt, dass 100 Arbeitnehmer, welche einen Suchtmittelkonsum betreiben oder diesbezüglich gefährdet sind, in einem Zeitraum von 5 Jahren Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro verursachen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Suchtmittelkonsums am Arbeitsplatz, insbesondere Alkohol, und Zielsetzung der Arbeit.
2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: Definition von zentralen Begriffen wie Gesundheit, betrieblichem Gesundheitsmanagement und betrieblicher Gesundheitsförderung sowie deren Einordnung.
3. GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND RICHTLINIEN: Darstellung der rechtlichen Anforderungen durch Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsgesetz sowie internationale Ansätze zur Gesundheitsförderung.
4. NOTWENDIGKEIT EINES BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS: Analyse der Notwendigkeit durch demografischen Wandel und Auswirkungen von Sucht am Arbeitsplatz, inklusive rechtlicher und ökonomischer Folgen.
5. BETRIEBLICHE SUCHTPRÄVENTION UND SUCHTHILFE: Detaillierte Vorstellung von Strategien und konkreten Maßnahmen zur Prävention und Intervention bei Suchtproblemen im Unternehmen.
SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der individuellen Anpassung von Maßnahmen an die Unternehmenskultur.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Suchtprävention, Alkohol am Arbeitsplatz, Arbeitsschutzgesetz, Gesundheitsförderung, Demografischer Wandel, Suchthilfe, Stufenplan, Fürsorgepflicht, Betriebskultur, Arbeitsqualität, Mitarbeiterbindung, Leistungsfähigkeit, Suchtmittelkonsum, Arbeitssicherheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von betrieblichem Gesundheitsmanagement bei der Prävention und Bekämpfung von Suchterkrankungen am Arbeitsplatz.
Die Schwerpunkte liegen auf rechtlichen Grundlagen, den ökonomischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Sucht am Arbeitsplatz sowie praktischen Interventionsstrategien.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen suchtkranken Arbeitnehmern effektiv helfen und durch Prävention die eigene Wettbewerbsfähigkeit sowie die Gesundheit der Belegschaft sichern können.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um gesetzliche Grundlagen, Richtlinien und bewährte Strategien zur betrieblichen Suchtprävention theoretisch fundiert aufzubereiten.
Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit von Gesundheitsmanagement (Kapitel 4) und präsentiert in Kapitel 5 konkrete Strategien wie den Stufenplan oder die Einrichtung von Gesundheitszirkeln.
Kernbegriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, Suchtprävention, Alkohol am Arbeitsplatz, Arbeitsschutz und Fürsorgepflicht.
Co-Abhängigkeit beschreibt Verhaltensweisen von Kollegen oder Vorgesetzten, die den Suchtmittelkonsum eines Mitarbeiters durch Decken oder Entschuldigen ungewollt unterstützen und dadurch die frühzeitige Behandlung verzögern.
Verhältnisorientierte Prävention setzt an den Arbeitsstrukturen und Bedingungen an, während die verhaltensorientierte Prävention auf die individuelle Einstellung und das Handeln der Mitarbeiter abzielt.
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