Masterarbeit, 2014
91 Seiten, Note: 2
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Hypothesen und Forschungsfragen
1.3. Gliederung der Arbeit
1.4. Abgrenzung des Forschungsbereiches
2. Kompetenzen der Union in der Gesundheitspolitik
2.1. Etablierung einer europäischen Gesundheitspolitik
2.2. Verordnungen der Kommission
2.2.1. Die EWG-VO 1408/71 und VO 574/72
2.2.2. Die EU-VO 883/2004
2.2.3. Die EU-VO 987/2009
2.3. Rechtsprechung des EuGH
2.3.1. Rechtsache C-158/96 („Kohll“) und C-120/95 („Decker“)
2.3.2. Rechtsache C-368/98 („Vanbraekel“), EuGH 12.7.2001, Slg. 2001, I-05363
2.3.3. Rechtsache C-157/99 („Geraets-Smits/Peerbooms“)
2.3.4. Rechtsache C-56/01 („Inzian“)
2.3.5. Rechtsache C372/04 („Watts“)
2.3.6. Zusammenfassung der Rechtsprechung des EuGH
2.4. Zusammenfassung der Patientenrechte
2.4.1. Rechtslage für akute grenzüberschreitende Behandlungen
2.4.2. Rechtslage für gezielte grenzüberschreitende Behandlungen
3. Richtlinie 2011/24 EU
3.1. Hintergrund zur Richtlinie
3.2. Zusammenfassung der wichtigsten Artikel
3.3. Nutzen für die PatientInnen
3.4. Unterschiede zum ursprünglichen Entwurf der Kommission
3.4.1. Art. 5: Qualitäts- und Sicherheitsstandards
3.4.2. Art. 15: Europäischer Referenznetze
3.5. Umsetzung und Ausblick
4. Nationale Rechtslage
4.1. Umsetzung der RL 2011/24 EU in Österreich
4.2. Nationale Umsetzung in Tschechien
5. Zahlen und Fakten zur Patientenmobilität
5.1. Patientenprofil
5.2. Gründe für eine Behandlung im Ausland
5.3. Die häufigsten Behandlungen
5.4. Zufriedenheit mit den Behandlungen im Ausland
5.5. Behandlungsland Tschechien
5.6. Chancen und Perspektiven
6. Medizintourismus
6.1. Reisen für die Gesundheit
6.2. Zahntourismus
6.2.1. Gefragte Zahnbehandlungen im Ausland
6.2.2. Kosten
6.2.3. Spezielle Angebote
6.3. Risiken
7. Methodische Vorgehensweise
7.1. Datenerhebung
7.1.1. Befragungstechnik
7.1.2. Erhebungsinstrumente
7.1.3. Auswahl der Stichprobe
7.1.4. Durchführung der Interviews
7.2. Datenauswertung
8. Ergebnisse der Studie
8.1. Anforderungen im Medizintourismus
Anforderung 1: Einfache Organisation einer Zahnbehandlung im Ausland
Anforderung 2: Günstigere Preise
Anforderung 3: Hohe Qualität der Behandlung
Anforderung 4: Vergleichbare Kompetenz der ZahnärztInnen im In- und Ausland
Anforderung 5: Keine erhöhten Risiken bei Behandlungen im Ausland
8.2. Einheitliche Qualitätsstandards als Lösungsansatz
8.3. Umsetzungsbedarf der RL 2011/24 EU
8.4. Ausblick auf künftige Entwicklungen
9. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht aus europarechtlicher Sicht das Phänomen des Zahntourismus als spezielle Form der Patientenmobilität und geht der Forschungsfrage nach, ob der aktuelle Rechtsrahmen den Anforderungen von PatientInnen und ÄrztInnen gerecht wird oder ob Handlungsbedarf besteht.
1. Einleitung
„Gesund beginnt im Mund“, liest man oft auf Zahnarztprospekten und -inseraten. Dennoch ist der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt für die meisten Menschen eine unangenehme Last. Solange es nur Routineuntersuchungen sind, kann man erleichtert aufatmen. Wenn jedoch festgestellt wird, dass eine größere Behandlung ansteht, weil ein Zahn oder gleich mehrere Zähne geschädigt sind, vergeht einem das Lachen gänzlich. Sogleich stellt sich die Frage, welche Methode man wählt, wann man die Behandlung durchführen lässt und vor allem auch wie die Behandlung finanziert werden soll.
Gerade Zahnersatz darunter fallen Brücken, Kronen und Implantate, sind kostspielige Behandlungen, bei denen die Krankenkasse nur einen geringen Teil der Kosten übernimmt. PatientInnen stehen somit immer vor der Frage, ob sie Kosten sparen wollen, indem sie sich für herausnehmbare Prothesen entscheiden, oder ob sie mehr investieren und damit einen festsitzenden Zahnersatz erhalten, der auf lange Sicht deutlich mehr Komfort verspricht.
Preise zu vergleichen haben KonsumentInnen nicht erst durch das Aufkommen des Internets gelernt. Schon immer wurde um Waren gefeilscht und dadurch versucht, das günstigste Angebot zu erreichen. Doch der Preisvergleich beschränkt sich nicht nur auch Waren, sondern auch auf Dienstleistungen. Ein freier Markt, in dem die Nachfrage den Preis bestimmt, hat sich somit auch für Zahnbehandlungen gebildet. Lange Zeit galt Ungarn als das Zahnparadies schlecht hin. Ganze „Zahndörfer“ sind in den letzten 20 Jahren in den Grenzregionen zu Österreich entstanden.
1. Einleitung: Beleuchtet die Relevanz der Patientenmobilität im zahnmedizinischen Kontext und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.
2. Kompetenzen der Union in der Gesundheitspolitik: Analysiert die historische Entwicklung der EU-Kompetenzen im Gesundheitswesen sowie die prägende Rechtsprechung des EuGH.
3. Richtlinie 2011/24 EU: Untersucht die Entstehung, Inhalte und Kontroversen der Patientenmobilitätsrichtlinie.
4. Nationale Rechtslage: Vergleicht die Umsetzung der Richtlinie in Österreich und Tschechien.
5. Zahlen und Fakten zur Patientenmobilität: Analysiert Daten zur Mobilität, das Patientenprofil und die Beweggründe für Auslandsbehandlungen.
6. Medizintourismus: Erörtert das Phänomen des Medizintourismus mit besonderem Fokus auf den Zahntourismus, dessen Kostenstrukturen und Risiken.
7. Methodische Vorgehensweise: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign der empirischen Untersuchung mittels leitfadenorientierter Experten- und Patienteninterviews.
8. Ergebnisse der Studie: Präsentiert die empirischen Befunde zu den Anforderungen im Medizintourismus und diskutiert den tatsächlichen Bedarf an EU-Regulierungen.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Führt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt eine Prognose zur weiteren Entwicklung des Zahntourismus.
Zahntourismus, Patientenmobilität, EU-Recht, Richtlinie 2011/24 EU, Medizintourismus, EuGH, Gesundheitsversorgung, Patientenrechte, Kostenerstattung, Tschechien, Österreich, grenzüberschreitende Behandlung, Zahnbehandlung, Qualitätssicherung, Gesundheitspolitik.
Die Masterarbeit befasst sich mit dem Phänomen des Zahntourismus als Teil der europäischen Patientenmobilität und prüft die rechtlichen sowie praktischen Bedingungen für PatientInnen aus Österreich.
Die Arbeit umfasst die EU-Gesundheitspolitik, die Richtlinie 2011/24 EU, die Datenerhebung zu Patientenströmen sowie die empirische Analyse von Patienten- und Ärzteerfahrungen.
Das Ziel ist zu klären, ob der aktuelle europäische Rechtsrahmen den Anforderungen der PatientInnen und ÄrztInnen im Bereich Zahntourismus gerecht wird oder ob konkreter Handlungsbedarf besteht.
Die Autorin wendet ein qualitatives Forschungsdesign an, das auf leitfadenorientierten, problemzentrierten Interviews mit PatientInnen, Zahnärzten und einer Krankenkassenmitarbeiterin basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Analysen des EU-Sekundärrechts, statistische Auswertungen der Patientenmobilität und die Auswertung der durchgeführten Interviews zur Qualität und Organisation von Behandlungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Zahntourismus, Patientenmobilität, EU-Rechtsrahmen, grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung und Patientenrechte aus.
Tschechien wird als primäres Zielland für den Zahntourismus der befragten österreichischen PatientInnen analysiert, wobei persönliche Erfahrungen der Autorin durch ein Auslandsstudium in Olomouc einfließen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Richtlinie primär bestehende Regelungen bündelt und in der Praxis für die befragten Akteure keine signifikanten Neuerungen oder einen großen Umsetzungsbedarf mit sich bringt.
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