Diplomarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 Themenauswahl und Motive zur Diplomarbeit
1.2 Hypothesen und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Zusammensetzung der Arbeit
1.4 Werkzeuge zur Erstellung der Diplomarbeit
2 DIE WERTSCHÖPFUNGSKETTE
2.1 Wertschöpfungskette
2.1.1 Erzeugung
2.1.2 Übertragung
2.1.3 Verteilung
2.1.3.1 Freileitungen
2.1.3.2 Kabelleitungen
2.2 Netzzustand
2.2.1 Einfluss der kommerziellen Verluste auf den Netzzustand
2.2.2 Fernwärme; eine Herausforderung für Elektrizitätsversorger in Mazedonien
3 NETZVERLUSTE
3.1 Definition von Netzverlusten
3.2 Bestreben der Verlustreduktion im Verteilnetz
3.3 Gliederung der Netzverluste
3.3.1 Technische Netzverluste
3.3.1.1 Lastunabhängige Verluste
3.3.1.1.1 Leerlaufverluste in Transformatoren
3.3.1.1.2 Die dielektrischen Verluste von Kabeln
3.3.1.1.3 Ableitungsverluste von Isolatoren (Leckverluste)
3.3.1.1.4 Koronaverluste
3.3.1.1.5 Verluste in Messeinrichtungen
3.3.1.2 Lastabhängige Verluste
3.3.2 Nichttechnische Netzverluste
3.3.2.1 Datenverarbeitungsfehler
3.3.2.1.1 Fehlfunktion der Messeinrichtung
3.3.2.1.2 Sicherstellung der korrekten Erfassung der verbrauchten Energiemengen
3.3.2.2 Kommerzielle Verluste
3.3.2.2.1 Manipulationen von Messeinrichtungen
3.3.2.2.2 Manipulationen der Hausanschlussleitung
3.3.2.2.3 Direktanschlüsse an das Versorgungsnetz
3.4 Verluste im Gebiet von Mazedonien
3.5 Messtechnische Erhebung der Netzverluste
3.5.1 Regionsebene
3.5.2 Trafostations- und Abzweigebene
4 ANLEITUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR REDUZIERUNG DER NETZVERLUSTE
4.1 Einleitung zu den Handlungsempfehlungen
4.1.1 Projektdefinition
4.1.2 Projektmanagement des Projektes
4.1.3 Das Projektportfolio im Einklang mit den Maßnahmen
4.2 Gruppenzählplatzversetzung
4.2.1 Eingesetzte Materialien
4.2.1.1 Im Jahr „1“ der Implementierung
4.2.1.2 Die Folgejahre
4.2.2 Evaluierung der potenziellen Regionen/Trafostationen
4.2.3 Grundlagen der Projektbewertung
4.2.3.1 Allgemeine Projektbewertungskriterien
4.2.3.2 Projektbewertungskriterien in Bezug auf die Gruppenzähl-platzversetzung
4.2.3.3 Projektbewertung anhand von Wirtschaftlichkeitsrechnungen
4.2.3.3.1 Projektevaluierung anhand der Kapitalmethode
4.2.3.3.2 Eingabeinformationen in die Wirtschaftlichkeitsrechnung
4.2.4 Behördliche Einreichung des Projektes und Erhalten der Genehmigungen
4.2.5 Nachhaltige Analyse der Ergebnisse der Realisierung
4.2.5.1 Verlustanalyse
4.2.5.2 Analyse der Einbringlichkeit
4.2.6 Einfluss auf die Netzverluste
4.3 Einzelzählplatzversetzung
4.3.1 Verwendete Materialien
4.3.2 Evaluierung der potenziellen Kunden
4.3.3 Nachhaltige Analyse der Ergebnisse
4.4 Zählertauschprogramm
4.4.1 Nutzen des Zählertausches
4.4.2 Dynamik des Tauschprogramms
5 SCHLUSSBEMERKUNG/RESÜMEE
5.1 Zusammenfassung
5.2 Diskussion der Hypothesen
5.3 Diskussion der Handlungsempfehlungen
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht Strategien zur Reduzierung von Netzverlusten in mazedonischen Niederspannungsnetzen. Das primäre Ziel besteht darin, durch gezielte Investitionsmaßnahmen, insbesondere durch die Versetzung von Zählerplätzen und den Austausch technischer Komponenten, kommerzielle Verluste (Stromdiebstahl) nachhaltig zu senken und die wirtschaftliche Situation des Energieversorgungsunternehmens zu stabilisieren.
3.3.1.2 Lastabhängige Verluste
Sobald über das elektrische Versorgungsnetz eine Last bezogen wird treten demzufolge auch lastabhängige Verluste auf. Wie schon weiter oben hervorgehoben erhöht sich mit zunehmendem Strom die Wirkverluste zum Quadrat was Verlustwärme in den Umspannern, Leitungen sowie in den letzten Messzählern, welche die Energie an den Endkunden „übergeben“, hervorruft.
Will man nun jene Verluste, welche auf die Belastung des Stromnetzes zurückzuführen sind, berechnen, so sieht man sich mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Wie die folgende Abbildung zeigt, trifft man in Abhängigkeit zur jeweiligen Tageszeit auf eine deutlich variierende Belastung des Stromnetzes. Alleine diese Schwankungen führen dazu, dass eine Berechnung der Verlustenergie über einen größeren Zeitraum mit Schwierigkeiten verbunden ist.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Energieversorgungssektors in Südosteuropa, Begründung der Themenwahl und Darlegung der wissenschaftlichen Vorgehensweise.
2 DIE WERTSCHÖPFUNGSKETTE: Beschreibung der Struktur der Energieversorgung von der Erzeugung bis zum Endverbraucher unter besonderer Berücksichtigung der mazedonischen Netzbedingungen.
3 NETZVERLUSTE: Definition und Kategorisierung der Netzverluste in technische und nichttechnische Anteile, inklusive einer detaillierten Analyse von Manipulationsmethoden im Netz.
4 ANLEITUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR REDUZIERUNG DER NETZVERLUSTE: Kernteil der Arbeit, der konkrete strategische und operative Maßnahmen wie Zählerplatzversetzungen zur Verlustminimierung präsentiert.
5 SCHLUSSBEMERKUNG/RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, kritische Diskussion der initialen Hypothesen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Energiesektor.
Netzverluste, Stromdiebstahl, Energieversorgungsnetz, Gruppenzählplatzversetzung, Einzelzählplatzversetzung, Smart Meter, Projektmanagement, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Niederspannung, Wirkverluste, Lastkurve, Netzstabilität, Investitionstätigkeit, Energieeffizienz, EVN Macedonia.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Netzverluste im mazedonischen Niederspannungsnetz zu reduzieren, wobei der Schwerpunkt auf der Bekämpfung kommerzieller Verluste durch Stromdiebstahl liegt.
Zentrale Themen sind die Wertschöpfungskette der Stromversorgung, die Differenzierung zwischen technischen und kommerziellen Verlusten, Projektmanagement-Methoden für Versorgungsunternehmen sowie konkrete technische Lösungen zur Manipulationsprävention.
Das Ziel ist die Ausarbeitung praxisrelevanter Handlungsanleitungen für Energieversorgungsunternehmen, um Netzverluste systematisch und nachhaltig durch Investitionen zu senken.
Der Autor wählte als wissenschaftstheoretische Grundlage die „Grounded Theory“, die eine Kombination aus Datenerhebung, Analyse und der Einbeziehung persönlicher Praxiserfahrungen ermöglicht.
Im Hauptteil werden Anleitungen für die Gruppenzählplatzversetzung und Einzelzählplatzversetzung gegeben sowie deren Wirtschaftlichkeit und Einbindung in ein professionelles Projektmanagement beleuchtet.
Netzverluste, Stromdiebstahl, Smart Metering, Projektportfolio-Management und Wirtschaftlichkeitsberechnung bilden die Kernbegriffe der Analyse.
Der Autor unterscheidet primär zwischen der Manipulation der Messeinrichtung selbst, der Manipulation der Hausanschlussleitung (Bypass) und dem gänzlichen Direktanschluss an das Versorgungsnetz ohne Messeinrichtung.
Die Wirtschaftlichkeitsrechnung (basierend auf der ROI-Analyse) ist das zentrale Auswahlkriterium für Projekte, da sie Transparenz schafft und sicherstellt, dass begrenzte Ressourcen in die Gebiete mit dem höchsten Verlustreduktionspotenzial fließen.
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