Examensarbeit, 2013
78 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Rechenstörung /Rechenschwäche /mangelnde Rechenfertigkeiten
1.1 Begriffserklärung
1.1.1 Definitionen
1.1.2 Diskrepanzdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
1.2 Fallbeispiele
1.2.1 Fall Sabine
1.2.2 Fall Martin
1.2.3 Fall Kübra
1.2.4 Zusammenfassende Bemerkungen zu den Fällen
2. Medien und Bildung
2.1 Medien und Medienangebot
2.2 Populäre Meinungen zum Medienkonsum
2.2.1 Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm
2.2.2 Steven Johnson: Neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden
2.2.3 Bemerkungen
2.3 KIM-Studie
2.3.1 Themeninteressen
2.3.2 Medienausstattung und Medienbesitz
2.3.3 Freizeitaktivitäten und Medienbeschäftigung
2.3.4 Medienbindung
2.4 Das Fernsehen
2.4.1 Negative Einflüsse des Fernsehens
2.4.2 Positive Einflüsse des Fernsehens
2.5 Das Sesamstraßenexperiment
3. Empirische Untersuchung
3.1 Datenerhebung
3.1.1 Die Schule
3.1.2 Die Studienteilnehmer
3.2 Datenaufbereitung
3.3 Explorative Datenanalyse
3.4 Datenauswertung
3.5 Interpretationen
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen dem täglichen Fernsehkonsum und den mathematischen Schulleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich ein überhöhter Fernsehkonsum negativ auf das Verständnis von Zahlen und Rechenfertigkeiten auswirkt und welche weiteren Faktoren dabei eine Rolle spielen.
1.2.1 Fall Sabine
Sabine ist elf Jahre alt und besucht die 5. Klasse einer Realschule. Ihre Eltern sind geschieden, sie lebt mit ihrer älteren Schwester bei der Mutter. Die Schwester ist 20 Jahre alt und studiert. Ihren Vater besucht Sabine nur an Wochenenden oder in den Ferien. Da er in einer anderen Stadt lebt, kommt es manchmal auch vor, dass sie sich einige Monate nicht sehen. Die Mutter ist Akademikerin und arbeitet in Vollzeit. Während sie auf der Arbeit ist kommt eine Tagesmutter, die Sabine bei den Hausaufgaben hilft und ihr Essen zubereitet. Außerdem ist sie dafür zuständig, Sabine in den Leichtathletik-Verein zu bringen. Die Tagesmutter beschwert sich oft darüber, dass Sabine die Hausaufgaben nicht erledigen möchte, viel lieber in ihrem Zimmer tobt, sich an ihr iPad setzen möchte, um Spiele zu spielen oder lieber Musik hört und dabei tanzt. Die einzigen Medien, die Sabine selbst besitzt sind ihr iPad und iPod. Einen eigenen Fernseher besitzt sie nicht, den im Wohnzimmer befindlichen Fernseher bedient sie nur selten, da am Nachmittag oft nicht genug Zeit bleibt. Sabine hat eine diagnostizierte Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung, weshalb sie eine Therapie besucht. Zu den Therapiestunden begleitet sie die Mutter. Laut Tagesmutter fällt es Sabine schwer, sich ruhig und aufmerksam zu verhalten. Bei der Bearbeitung der Hausaufgaben kommt es häufig zu Konflikten. Sabine beschäftigt sich mit anderen Dingen, anstatt sich auf die Aufgaben zu konzentrieren. Die Mutter schaut abends nochmals über die Aufgaben und fragt, wie der Tag verlaufen ist. Viel Zeit können sie nicht gemeinsam verbringen. Die Mutter setzt Sabine oft unter Druck, da sie einen Vergleich zwischen der älteren Schwester und ihr zieht. Sarah, die ältere Schwester hatte nie Schwierigkeiten in der Schule. Bei Sabine fallen neben dem unruhigen und zappeligen Verhalten die schlechten Noten in Mathematik besonders auf. Schon während der Grundschulzeit stand sie in Mathematik immer auf der Note „ausreichend“.
0. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Medien im Alltag von Kindern und die Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Rechenleistung.
1. Rechenstörung /Rechenschwäche /mangelnde Rechenfertigkeiten: Theoretische Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten und Ursachen für Rechenschwierigkeiten, illustriert durch Fallbeispiele.
2. Medien und Bildung: Analyse der wissenschaftlichen Positionen zum Medienkonsum, Einbindung aktueller Studien zur Mediennutzung sowie Diskussion negativer und positiver Einflüsse des Fernsehens.
3. Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise, der untersuchten Schülergruppe und der durchgeführten explorativen Analyse der erhobenen Daten.
4. Fazit: Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Ergebnisse sowie Ausblick auf notwendige pädagogische Konsequenzen im Schulalltag.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten Quellen.
Rechenstörung, Dyskalkulie, Rechenschwäche, Fernsehkonsum, Medienkonsum, KIM-Studie, Sesamstraße, Mathematikleistung, Mittelstufe, Medienpädagogik, Kognitive Entwicklung, Schulleistung, Empirische Untersuchung, Medienkompetenz, Lernschwäche.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Menge des täglichen Fernsehkonsums und der mathematischen Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Rechenstörungen, die medienwissenschaftliche Debatte über die Auswirkungen von Bildschirmmedien auf Kinder sowie die empirische Analyse von Freizeitverhalten und schulischen Leistungen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer eigenen empirischen Studie an einer Realschule zu ermitteln, ob eine Korrelation zwischen der Dauer und Art des Fernsehkonsums und einer schwachen oder starken mathematischen Leistung besteht.
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche (theoretischer Rahmen) und einer eigenen empirischen Untersuchung mit Fragebögen an einer Schule, sowie einer anschließenden explorativen Datenanalyse angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Rechenschwächen, eine Diskussion über Medienkonsum anhand bekannter Studien und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten der untersuchten Schülerklasse.
Die wichtigsten Begriffe sind Rechenstörung, Dyskalkulie, Medienkonsum, Fernsehen, KIM-Studie und mathematische Kompetenz.
Sie betrachtet das Versagen beim Rechnen primär als medizinische Krankheit, bei der eine deutliche Diskrepanz zwischen der allgemeinen Intelligenz und der tatsächlichen Rechenleistung vorliegen muss.
Die Studie zeigt, dass Bildungssendungen dieser Art positive kognitive Wirkungen auf das Gehirn von Kindern haben können, indem sie Areale aktivieren, die für mathematische und sprachliche Leistungen zuständig sind.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schüler mit eigenem Fernseher im Zimmer tendenziell zu höherem Konsum neigen und vom Lehrer mathematisch etwas schlechter bewertet werden als Kinder ohne eigenen Apparat.
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