Bachelorarbeit, 2014
30 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Formale Abgrenzung der Untersuchungsobjekte
2.1. Miete
2.2. Kauf
2.3. Leasing
3. Die Finanzierungsalternativen auf dem vollkommenen Kapitalmarkt
3.1. Kreditkauf
3.1.1. Tilgungsdarlehen
3.1.2. Annuitätendarlehen
3.2. Miete/Leasing
4. Die Finanzierungsalternativen auf dem unvollkommenen Kapitalmarkt
4.1. Bilanzielle Betrachtung
4.1.1. Bilanzierungsvorschriften
4.1.2. Auswirkungen unterschiedlicher Bilanzierungen am Beispiel
4.2. Steuerrechtliche Betrachtung
4.2.1. Berechnung der Cashflows der einzelnen Finanzierungsalternativen
4.2.2. Betrachtung der Cashflows
5. Fazitäre Betrachtung
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen und steuerlichen Unterschiede zwischen den Finanzierungsformen Miete, Kauf und Leasing. Ziel ist es, anhand eines Praxisbeispiels aufzuzeigen, wie sich verschiedene Finanzierungsmethoden auf die Bilanzstruktur und die steuerliche Belastung eines Unternehmens auswirken und unter welchen Voraussetzungen eine der Alternativen gegenüber den anderen zu bevorzugen ist.
2. Formale Abgrenzung der Untersuchungsobjekte
Zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit dem Thema werde ich die drei Finanzierungsalternativen - Miete, Kauf und Leasing - formal voneinander abgrenzen, um einen ersten Überblick zu ermöglichen.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass eine vollkommen überschneidungsfreie Abgrenzung lediglich bei den Begriffen Miete und Kauf möglich ist. Das Leasing kann, je nach Ausgestaltung des Leasingvertrages, deutliche Schnittmengen mit einer der beiden anderen Alternativen aufweisen.
Folgendes Schaubild veranschaulicht diese Überschneidungsproblematik in geeigneter Weise und bildet gleichzeitig die graphische Grundlage für die nachstehende Abgrenzung:
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die drei Finanzierungsalternativen und führt das Beispiel der NGZ AG ein, um die Irrelevanz der Finanzierungswahl auf einem vollkommenen Kapitalmarkt zu verdeutlichen.
2. Formale Abgrenzung der Untersuchungsobjekte: Hier werden Miete, Kauf und Leasing begrifflich und rechtlich unterschieden, wobei insbesondere die Überschneidungen des Leasings mit Miete und Kauf hervorgehoben werden.
3. Die Finanzierungsalternativen auf dem vollkommenen Kapitalmarkt: Dieses Kapitel zeigt theoretisch auf, dass bei Abwesenheit von Transaktionskosten und Steuern die Wahl zwischen Leasing, Miete und Kauf keinen Einfluss auf den Unternehmenswert hat.
4. Die Finanzierungsalternativen auf dem unvollkommenen Kapitalmarkt: Das Hauptkapitel untersucht die realen Auswirkungen durch Bilanzierungsvorschriften und steuerliche Hinzurechnungen der Gewerbesteuer auf die Kosten der Finanzierung.
5. Fazitäre Betrachtung: Zusammenfassend wird betont, dass eine optimale Finanzierungsentscheidung stets einer individuellen Einzelfallbetrachtung bedarf, da qualitative und quantitative Faktoren variieren.
Finanzierung, Miete, Kauf, Leasing, vollkommener Kapitalmarkt, unvollkommener Kapitalmarkt, Bilanzierung, Gewerbesteuer, Cashflow, Barwert, Investition, Eigenkapitalquote, Return on Investment, Finanzierungsrisiko, Zinsstaffelmethode
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der drei Finanzierungsalternativen Miete, Kauf und Leasing unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und realer Marktunvollkommenheiten.
Die zentralen Felder sind die formale Abgrenzung der Begriffe, die finanzmathematische Barwertanalyse auf vollkommenen Märkten sowie die Auswirkungen von Steuerrecht und Bilanzierung auf die Finanzierungsentscheidung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, worin die Unterschiede zwischen den Alternativen liegen, welche Vor- und Nachteile sie haben und für welche Arten von Investitionsgütern sie sich eignen.
Es wird eine formale, finanzmathematische Analyse angewandt, die anhand eines fiktiven Praxisbeispiels (NGZ AG) auf einen vollkommenen Kapitalmarkt angewendet und anschließend um reale bilanzielle und steuerliche Aspekte erweitert wird.
Der Hauptteil analysiert, wie sich unterschiedliche Bilanzierungsvorschriften und die steuerliche Hinzurechnung von Zinsen gemäß Gewerbesteuergesetz auf die Vorteilhaftigkeit der Finanzierungswege auswirken.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Finanzierungsalternativen, Barwertanalyse, Gewerbesteuerliche Hinzurechnung, Bilanzstruktur und Investitionsentscheidung charakterisiert.
Das Operate-Leasing wird als mietähnlich mit kündbaren Verträgen beschrieben, während das Finance-Leasing durch längere, unkündbare Grundmietzeiten eher einem Kauf nahekommt und komplexere bilanzielle Fragen aufwirft.
Erst wenn die aufsummierten Zinsanteile diese Grenze überschreiten, greifen die steuerlichen Hinzurechnungen, welche die verschiedenen Finanzierungsformen aufgrund unterschiedlicher Hinzurechnungssätze diskriminieren können.
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