Magisterarbeit, 2012
125 Seiten, Note: 1,5
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
1. Vorwort
2. Die Entwicklung der Industrie in Amberg
2.1 Die Amberger Gewehrfabrik
2.2 Die Maxhütte
2.3 Amberger Bergwerk und Luitpoldhütte
2.4 Die Email-Fabrik Baumann
3. Die soziale Lage der Arbeiter
3.1 Löhne
3.2 Sparen
3.2 Preise und Lebenshaltung
3.3 Konsumvereine
3.4 Arbeitszeit
3.5 Wohnungen
3.6 Sozialkassen
4. Arbeitervereine und Gewerkschaften
4.1 Überblick
4.2 Katholische Sozialpolitik und Arbeitervereine
4.2.1 Anfänge
4.2.2 Gesellen-Vereine
4.2.3. Wilhelm Emmanuel von Ketteler
4.2.4 Päpstliche Enzyklika
4.2.5 Die katholischen Arbeitervereine
4.2.5.1 Der Amberger Katholikentag
4.2.5.2 Entwicklung der Arbeitervereine in Bayern
4.2.5.3 Der Süddeutsche Verband
4.2.5.4 Das Vereinsleben
4.2.5.5 Die Vereine für Arbeiterinnen
4.2.5.6 Die Entwicklung nach 1918
4.2.6 Christliche Gewerkschaften
5. Arbeitervereine in der Oberpfalz
5.1.1 Katholische Arbeitervereine
5.1.2 Die Entwicklung der freien Gewerkschaften
5.2 Amberger Arbeitervereine
5.3 Arbeiter-Vereine in Sulzbach und Rosenberg
5.4 Arbeiterverein der Maxhütte in Leonberg
5.5 Arbeitervereinstag in Amberg
5.6 Josef Habbel und die Amberger Volkszeitung
5.7 „Die Sociale Frage im Lichte des Christentums“
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die soziale Lage der Arbeiterschaft in der Stadt Amberg und ihrer unmittelbaren Umgebung zwischen 1870 und 1918. Das zentrale Ziel ist es, ein differenziertes Bild der materiellen Lebensbedingungen zu zeichnen und zu analysieren, warum sich Arbeiter in dieser Region bevorzugt in konfessionellen, katholisch geprägten Arbeitervereinen organisierten, anstatt sich den sozialistischen Gewerkschaften anzuschließen.
2.1 Die Amberger Gewehrfabrik
Der Ursprung der Amberger Gewehrfabrik liegt in Fortschau, einem kleinen Ort bei Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz.. Dort wurden bereits 1689 Werkstätten zur Produktion von Waffen für die bayerische Armee eingerichtet, zunächst auf mehrere Orte verteilt und später zu einer Manufaktur in Fortschau zusammengefasst. Die Anzahl und Qualität der Waffen, die dort von weitgehend selbstständigen Büchsenmacher-Meistern gefertigt wurden, war wechselhaft und stellte die Regierung nicht recht zufrieden. Inspektionen stellten starke Mängel in den Werkstätten fest und so wollte man das Werk mehrfach verlegen - zunächst nach Fichtelberg, später nach München -, was aber am Widerstand der Meister scheiterte. Schließlich wurde die Manufaktur aufgelöst und in Amberg 1801 neu aufgebaut. Dabei spielte auch eine Rolle, die sich die Fortschauer Meister einer militärischen Aufsicht nicht unterordnen wollten. In Amberg wurde das Werk von Anfang an mit einer militärischen Führung versehen.
Im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich aus der Manufaktur eine Fabrik, sowohl was die Arbeitsteilung, als auch den Einsatz von Maschinen betrifft. Großen Anteil hatte daran der Freiherr von Podewils, - auch bekannt durch die Entwicklung des nach ihm benannten und in Amberg gefertigten Gewehrs.
1. Vorwort: Einführender Überblick zur industriellen Entwicklung in Amberg und zur zentralen Forschungsfrage bezüglich der Organisation der Arbeiterschaft.
2. Die Entwicklung der Industrie in Amberg: Detaillierte Darstellung der wichtigsten Industriebetriebe wie der Gewehrfabrik, der Maxhütte und der Luitpoldhütte sowie ihrer Entstehungsgeschichten.
3. Die soziale Lage der Arbeiter: Analyse der materiellen Lebensbedingungen, Löhne, Wohnverhältnisse und der frühen Formen der sozialen Absicherung durch betriebliche Sozialkassen.
4. Arbeitervereine und Gewerkschaften: Untersuchung der historischen Entwicklung der Arbeiterbewegung, mit Fokus auf die katholische Sozialpolitik und die Entstehung christlicher Gewerkschaften.
5. Arbeitervereine in der Oberpfalz: Regionale Vertiefung des katholischen Vereinswesens in Amberg, Sulzbach und Rosenberg unter Berücksichtigung des Einflusses der katholischen Publizistik.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der sozialen Integration der Arbeiter und der Bedeutung des Katholizismus für die regionale Arbeiterbewegung.
Amberg, Oberpfalz, Industrialisierung, katholische Arbeitervereine, christliche Gewerkschaften, Maxhütte, Gewehrfabrik, soziale Lage, Lohnentwicklung, Josef Habbel, Arbeiterbewegung, Christentum, Fabrikordnung, Sozialversicherung, Arbeiterinnen
Die Arbeit analysiert die soziale Situation und die Organisationsformen der Arbeiter im Raum Amberg zwischen 1870 und 1918 unter besonderer Berücksichtigung der katholischen Arbeitervereine.
Zu den Schwerpunkten gehören die industrielle Entwicklung der Region, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterfamilien sowie die Rolle des politischen Katholizismus bei der Interessenvertretung.
Ziel ist es zu erklären, warum sich Arbeiter in Amberg trotz zunehmender Industrialisierung verstärkt christlich-sozial und nicht sozialistisch organisierten.
Der Autor nutzt eine Kombination aus historischer Quellenanalyse, statistischer Auswertung von Haushaltsbüchern und Betriebsordnungen sowie der Untersuchung zeitgenössischer Publizistik.
Der Hauptteil analysiert detailliert einzelne Industriebetriebe, die soziale Lebenslage, das Vereinsleben der katholischen Arbeitervereine und die Entstehung christlicher Gewerkschaften.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Amberg, Industrialisierung, Arbeitervereine, soziale Frage, Lohn, Wohnung, katholische Soziallehre und christliche Gewerkschaften geprägt.
Amberg wies eine hohe Industriedichte auf, unterschied sich jedoch in der politischen Organisation der Arbeiterschaft massiv von anderen Industrieregionen durch eine starke Ausrichtung auf konfessionelle statt sozialistische Vereine.
Als Publizist und Herausgeber der Amberger Volkszeitung prägte Habbel maßgeblich das politische Klima und fungierte als Schlüsselfigur für die Verbreitung der katholischen Sozialpolitik vor Ort.
Die Arbeiter passten sich meist an die Fabrikordnungen an, wobei die Identifikation mit den Werken – besonders der staatlichen Gewehrfabrik – und das Fehlen sozialistischer Strukturen eine Rolle spielten.
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