Bachelorarbeit, 2012
150 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Anlass und Forschungsproblem
2.1 Überlegungen und Herangehensweise
2.2 Vorteile und Nutzen für die Einrichtungsleitung der Begegnungsstätten
3 Auf dem Weg zu einer Definition
3.1 Qualität in Betriebswirtschaft und Sozialer Arbeit
3.2 Qualitätsmanagement
3.3 ISO 9000 Normenfamilie und Qualitätsmanagementsystem
4 Die acht Qualitätsgrundsätze der ISO 9000
4.1 Kundenorientierung
4.1.1 Normanforderungen
4.1.2 Interpretation
4.1.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.2 Führung
4.2.1 Normforderungen
4.2.2 Interpretation
4.2.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.3 Einbeziehung der Personen
4.3.1 Normforderungen
4.3.2 Interpretation
4.3.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.4 Prozessorientierter Ansatz
4.4.1 Normforderungen
4.4.2 Interpretation
4.4.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.5 Systemorientierter Managementansatz
4.5.1 Normforderungen
4.5.2 Interpretation
4.5.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.6 Ständige Verbesserung
4.6.1 Normforderungen
4.6.2 Interpretation
4.6.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.7 Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
4.7.1 Normforderungen
4.7.2 Interpretation
4.7.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
4.8 Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen
4.8.1 Normforderung
4.8.2 Interpretation
4.8.3 Problematisierung in Bezug auf soziale Einrichtungen
5 Vorstellung der Begegnungsstätten
5.1 Einrichtung I
5.2 Einrichtung II
5.3 Einrichtung III
5.4 Einrichtung IV
5.5 Einrichtung V
5.6 Einrichtung VI
6 Qualitative Befragung der Einrichtungen
6.1 Theorie
6.1.1 Qualitative Forschungsmethode
6.1.2 Das leitfadengestützte Interview
6.2 Anwendung
7 Hypothesenbildung
7.1 Kundenorientierung
7.2 Führung
7.3 Einbeziehung der Personen
7.4 Prozessorientierter Ansatz
7.5 Systemorientierter Managementansatz
7.6 Ständige Verbesserung
7.7 Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
7.8 Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen
8 Bewertung
8.1 Kundenorientierung
8.1.1 Einrichtung I
8.1.2 Einrichtung II
8.1.3 Einrichtung III
8.1.4 Einrichtung IV
8.1.5 Einrichtung V
8.1.6 Einrichtung VI
8.1.7 Fazit
8.2 Führung
8.2.1 Einrichtung I
8.2.2 Einrichtung II
8.2.3 Einrichtung III
8.2.4 Einrichtung IV
8.2.5 Einrichtung V
8.2.6 Einrichtung VI
8.2.7 Fazit
8.3 Einbeziehung der Personen
8.3.1 Einrichtung I
8.3.2 Einrichtung II
8.3.3 Einrichtung III
8.3.4 Einrichtung IV
8.3.5 Einrichtung V
8.3.6 Einrichtung VI
8.3.7 Fazit
8.4 prozessorientierter Ansatz
8.4.1 Einrichtung I
8.4.2 Einrichtung II
8.4.3 Einrichtung III
8.4.4 Einrichtung IV
8.4.5 Einrichtung V
8.4.6 Einrichtung VI
8.4.7 Fazit
8.5 systemorientierter Managementansatz
8.5.1 Einrichtung I
8.5.2 Einrichtung II
8.5.3 Einrichtung III
8.5.4 Einrichtung IV
8.5.5 Einrichtung V
8.5.6 Einrichtung VI
8.5.7 Fazit
8.6 Ständige Verbesserung
8.6.1 Einrichtung I
8.6.2 Einrichtung II
8.6.3 Einrichtung III
8.6.4 Einrichtung IV
8.6.5 Einrichtung V
8.6.6 Einrichtung VI
8.6.7 Fazit
8.7 Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
8.7.1 Einrichtung I
8.7.2 Einrichtung II
8.7.3 Einrichtung III
8.7.4 Einrichtung IV
8.7.5 Einrichtung V
8.7.6 Einrichtung VI
8.7.7 Fazit
8.8 Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen
8.8.1 Einrichtung I
8.8.2 Einrichtung II
8.8.3 Einrichtung III
8.8.4 Einrichtung IV
8.8.5 Einrichtung V
8.8.6 Einrichtung VI
8.8.7 Fazit
9 Zusammenfassung und Zukunftsaussichten
Die Arbeit untersucht, inwieweit die acht Qualitätsgrundsätze der DIN EN ISO 9000 für die tägliche Arbeit in sechs Seniorenbegegnungsstätten der Stadt Jena relevant sind. Ziel ist es, den IST-Zustand der Einrichtungen zu erfassen, ohne dabei ein komplexes Qualitätsmanagementsystem zu implementieren, und die Eignung dieser Grundsätze für den sozialen Bereich zu prüfen.
4.1 Kundenorientierung
„Organisationen hängen von ihren Kunden ab und sollten daher gegenwärtige und zukünftige Erfordernisse der Kunden verstehen, deren Anforderungen erfüllen und danach streben, deren Erwartungen zu übertreffen“ (ISO 9000, S. 7).
Der Grundsatz der Kundenorientierung kommt um die Begriffe Kundenzufriedenheit und Kundenanforderungen nicht umhin. Kundenzufriedenheit bedeutet, dass der Kunde bestimmte Anforderungen (an ein Produkt, an eine Dienstleistung) hat und diese erfüllt worden sind (vgl. ISO 9000, S. 19). Hinzu kommt der Hinweis, dass das Fehlen von Kundenbeschwerden keine hohe Kundenzufriedenheit bedeutet (ebd.). Das könnte eher ein Hinweis darauf sein, dass kein Beschwerdemanagement existiert (ständige Verbesserung, Kapitel 4.6) bzw. Beschwerden nicht ausreichend bearbeitet werden (Prozessorientierter Ansatz, Kapitel 4.4). Was ist aber eine Anforderung? Allgemein ist eine Anforderung die „Erfordernis oder die Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“ (ISO 9000, S. 19). Das heißt, dass in einem Produkt/einer Dienstleistung eine Spezifikation enthalten sein muss (ebd., S. 8). Kundenanforderungen können auf der einen Seite „vertraglich festgelegt oder von der Organisation selbst ermittelt werden“ (ebd.). Letztendlich entscheidet immer der Kunde, ob er das Produkt/die Dienstleistung annimmt oder ablehnt (ebd.).
Der Kunde wird in der Norm bezeichnet als eine „Organisation […] oder Person, die ein Produkt […] empfängt“ (ebd., S. 23). Ein Kunde ist aber nicht nur der Endverbraucher, Käufer, Klient oder Gast (ebd.) sondern kann ebenso der Organisation selbst angehören. Damit sind im Prinzip die Mitarbeiter gemeint. Das ist so zu verstehen, als das der Mitarbeiter das Ergebnis des vorangegangenen Mitarbeiters eines Prozesses erhält und dieser Anforderungen an die Beschaffenheit des Ergebnisses stellt (prozessorientierter Ansatz, Kapitel 4.4).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Qualität und Qualitätsmanagement in sozialen Einrichtungen seit den 1990er Jahren.
2 Anlass und Forschungsproblem: Es wird die Herausforderung thematisiert, soziale Arbeit stärker betriebswirtschaftlich zu legitimieren und mit modernen Managementansätzen in Einklang zu bringen.
3 Auf dem Weg zu einer Definition: Dieser Abschnitt klärt grundlegende Begriffe wie Qualität und Qualitätsmanagement sowie die Rolle der ISO 9000 Normenfamilie.
4 Die acht Qualitätsgrundsätze der ISO 9000: Hier werden die acht Grundsätze einzeln definiert, interpretiert und auf ihre Anwendbarkeit in sozialen Einrichtungen hin kritisch hinterfragt.
5 Vorstellung der Begegnungsstätten: Die sechs untersuchten Seniorenbegegnungsstätten der Stadt Jena werden hinsichtlich ihrer Ausrichtung anonymisiert vorgestellt.
6 Qualitative Befragung der Einrichtungen: Es wird die methodische Herangehensweise der leitfadengestützten Interviews erläutert, die als Grundlage für die Untersuchung dient.
7 Hypothesenbildung: Aus den theoretischen Erkenntnissen werden Hypothesen abgeleitet, die anschließend anhand der Interviews bewertet werden.
8 Bewertung: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte Gegenüberstellung der Hypothesen mit den in den Interviews gewonnenen Erkenntnissen pro Einrichtung.
9 Zusammenfassung und Zukunftsaussichten: Abschließend wird ein Ranking der Einrichtungen erstellt und das Potenzial von Qualitätsmanagement als Chance für die Soziale Arbeit hervorgehoben.
Qualitätsmanagement, Soziale Arbeit, ISO 9000, Seniorenbegegnungsstätten, Kundenorientierung, Prozessorientierung, Systemorientierter Managementansatz, Ständige Verbesserung, Kundenzufriedenheit, Altenhilfeplanung, Qualitätsdokumentation, Leitbild, Ehrenamtliche, Mitarbeiterorientierung, Führung
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der acht Qualitätsgrundsätze der ISO 9000 in sozialen Einrichtungen, spezifisch in sechs Seniorenbegegnungsstätten in Jena.
Zentrale Themen sind die Definition von Qualität in der Sozialen Arbeit, die Relevanz betriebswirtschaftlicher Grundsätze für soziale Träger sowie die Reflexion der Arbeit von Einrichtungsleitungen.
Ziel ist es aufzuzeigen, ob und inwieweit die ISO 9000-Qualitätsgrundsätze in der alltäglichen Arbeit der Seniorenbegegnungsstätten bereits Bedeutung haben und wie sie dort umgesetzt werden.
Die Arbeit nutzt die qualitative Methode des leitfadengestützten Interviews mit den Einrichtungsleitungen der sechs beteiligten Begegnungsstätten.
Der Hauptteil analysiert die acht ISO-Qualitätsgrundsätze, stellt Hypothesen zur Umsetzung in der Praxis auf und bewertet diese anhand der Interviewergebnisse in den verschiedenen Einrichtungen.
Qualitätsmanagement, Soziale Arbeit, ISO 9000, Kundenorientierung, Prozessorientierter Ansatz, Seniorenarbeit, Altenhilfeplanung.
Die Arbeit diskutiert die Schwierigkeit, in der sozialen Arbeit von "Kunden" statt von "Klienten" zu sprechen, und bezieht dabei auch Kostenträger und Mitarbeiter ein.
Da viele Einrichtungen maßgeblich von Ehrenamtlichen getragen werden, ist deren Einbeziehung, Motivation und Anerkennung für die Sicherung der Dienstleistungsqualität essenziell.
Es wird zwischen Hauptprozessen (wertschöpfend) und Nebenprozessen unterschieden, um die Effizienz der Einrichtung besser steuerbar zu machen.
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