Bachelorarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3. Methodik
1.4. Aufbau und Gliederung der Arbeit
2. Grundlagen der technischen Analyse
2.1. Historischer Rückblick
2.2. Definition und Prämissen
2.3. Technische gegen fundamentale Analyse
2.4. Kritikpunkte an der technischen Prognose
2.4.1. Die sich selbsterfüllende Prophezeiung
2.4.2. Random-Walk-Theorie
3. Technische Analyse mit Hilfe von Charts
3.1. Lineare gegen logarithmische Skalierung
3.2. Arten von Charts
3.3. Umkehrformationen
3.3.1. Kopf-Schulter-Formationen
3.3.2. Doppelte Spitzen
3.3.3. Untertassen
3.4. Fortsetzungsformationen
3.4.1. Flaggen und Wimpel
3.4.2. Dreiecke
3.4.3. Rechtecke
3.5. Investment-Grade-Formationen auf Kerzencharts
4. Technische Analyse mit Hilfe von Indikatoren
4.1. Gleitende Durchschnitte
4.1.1. Einfache gleitende Durchschnitte
4.1.2. Exponentiell geglättete gleitende Durchschnitte
4.1.3. Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts
4.1.4. Bollinger Bänder
4.2. Oszillatoren
4.2.1. Das Momentum
4.2.2. Der Relative-Stärke-Index
4.2.3. Der Stochastik-Oszillator
4.2.4. Indikator zur Messung der Intensität einer Kursbewegung
5. Empirische Untersuchung
5.1. Test auf Random-Walk anhand Augmented-Dickey-Fuller-Test
5.2. Ergebnisse des Augmented-Dickey-Fuller-Tests
5.3. Jährliche Charten-Analyse über den Zeitraum 2003-2012
5.3.1. Charten-Analyse durch Beobachtung von Formationen
5.3.2. Charten-Analyse anhand Indikatoren
5.3.3. Gesamtergebnis
6. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Wirksamkeit der technischen Analyse im Devisenhandel am Beispiel des Währungspaares EUR/USD zwischen 2003 und 2012. Ziel ist es, zu prüfen, ob die Kursbewegungen einem Random-Walk folgen oder ob durch Chartformationen und Indikatoren effiziente Prognosen und somit Überrenditen erzielt werden konnten.
2.1. Historischer Rückblick
Seitdem die Preise der verschiedenen Finanzinstrumente in einer grafischen Form dargestellt werden, gibt es Prognosemechanismen, die die zukünftigen Preisbewegungen der Aktien oder Währungen anhand der Charts versuchen vorherzusagen. Jedoch dreht sich der Forschungsgegenstand der meisten Finanzmarkt-Theorien aus dem vergangenen Jahrhundert darum, ob die Märkte effizient sind und ob man eine Prognose aus den vergangenen Kursen ableiten kann.
Historisch gesehen ist die Hypothese effizienter Märkte mit dem Random-Walk-Modell verbunden, das noch 1863 von dem französischen Makler Jules Regnault und später (1900) von dem Mathematiker Louis Bachelier erforscht wurde. Ihre Untersuchungen waren aber ausdrücklich ignoriert und nicht als relevant für die Finanzmarkttheorie eingeschätzt.
1884 wurden die Gedanken von Charls Dow über die Trendbewegung der Märkte publiziert. Seine Theorie wurde für die Interpretation des Kursverlaufs von den Aktienhändlern eingesetzt und gilt immer noch als Grundstein des Finanzmarktmechanismus. Jedoch wurde in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das zufällige Bewegungsprinzip der Preise von Osborne (1952) und Fama (1965) wieder in Frage gestellt. Die beiden Forscher versuchten die Verluste der sich auf die Charts verlassenden Händler mit dem Random-Walk-Verlauf zu erklären, der aus der Markteffizienz abzuleiten ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der technischen Analyse im Devisenhandel vor, formuliert die Forschungsfragen zur Random-Walk-Hypothese und skizziert die Methodik sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen der technischen Analyse: Das Kapitel behandelt die historischen Hintergründe, Definitionen sowie die drei zentralen Prämissen der Charttechnik und setzt sich mit der Kritik an der technischen Prognose auseinander.
3. Technische Analyse mit Hilfe von Charts: Hier werden verschiedene Charttypen und deren Skalierungen sowie spezifische Umkehr- und Fortsetzungsformationen vorgestellt, ergänzt durch Investment-Grade-Formationen auf Kerzencharts.
4. Technische Analyse mit Hilfe von Indikatoren: Dieser Teil widmet sich statistischen Methoden wie gleitenden Durchschnitten und Oszillatoren als ergänzende Werkzeuge zur objektiveren Analyse von Marktbewegungen.
5. Empirische Untersuchung: Die empirische Arbeit umfasst einen statistischen Test auf Random-Walk sowie eine jährliche subjektive Analyse der EUR/USD-Charts mittels Formationen und Indikatoren.
6. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Ergebnisse, welche die Hypothese eines Random-Walks für den betrachteten Zeitraum ablehnen und die Nützlichkeit technischer Analyseansätze bestätigen.
Technische Analyse, Devisenhandel, EUR/USD, Random-Walk, Chartformationen, Indikatoren, Markteffizienz, Augmented-Dickey-Fuller-Test, Gleitende Durchschnitte, Oszillatoren, Prognosemodell, Behavioral Finance, Kursverlauf, Investment-Grade, Handelsstrategie.
Die Arbeit untersucht, ob die technische Analyse als Methode zur Kursprognose auf dem Devisenmarkt, speziell für das Paar EUR/USD, geeignet ist.
Die Arbeit fokussiert sich auf Chartformationen, technische Indikatoren (wie gleitende Durchschnitte und Oszillatoren) sowie die theoretische Auseinandersetzung mit der Effizienzmarkthypothese.
Es wird geprüft, ob EUR/USD-Kursdaten einem zufälligen Random-Walk folgen oder ob durch technische Analyse eine effiziente Prognose möglich ist.
Neben einer Literaturanalyse wird eine empirische Untersuchung mittels des Augmented-Dickey-Fuller-Tests durchgeführt, ergänzt durch eine subjektive Chart- und Indikatoren-Analyse der Jahre 2003 bis 2012.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen der Chartanalyse als auch statistische Indikatoren detailliert vorgestellt und anschließend auf konkrete historische Daten angewendet.
Technische Analyse, Devisenmarkt, Random-Walk-Hypothese, Chartformationen, Indikatoren und Markteffizienz.
Nein, der statistische Test ergab, dass keine Einheitswurzel vorliegt und der Verlauf der Preisdifferenzen somit nicht vollständig zufällig ist.
Die Analyse ergab eine Trefferquote von 75% bei den untersuchten Formationen, was auf eine gewisse Relevanz der technischen Signale hindeutet.
Nein, die Arbeit stellt den Devisenhandel als Nullsummenspiel dar, das einen harten Wettbewerb unter Händlern erfordert, bei dem Marktgefühl und Analyse entscheidend für den Erfolg sind.
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