Bachelorarbeit, 2014
89 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Der Börsengang – eine Definition von Initial Public Offering
3. Prozess der Preisfindung
3.1. Herausforderung des Pricings
3.2. Vorbereitungsphase
3.2.1. Due Diligence
3.2.2. Unternehmensbewertung
3.2.2.1. Einführung in die Unternehmensbewertung
3.2.2.2. Multiplikatormethode
3.2.2.3. Discounted-Cashflow-Verfahren
3.3. Wahl der Aktiengattung
3.3.1. Der Aktienbegriff
3.3.2. Stammaktien und Vorzugsaktien
3.4. Emissionsverfahren
3.4.1. Festpreisverfahren
3.4.2. Auktionsverfahren
3.4.4. Bookbuildingverfahren
4. Mispricing
4.1. Formen des Mispricings
4.2. Underpricing
4.2.1. Definition von Underpricing
4.2.2. Systematisierung der Erklärungsansätze
4.2.3. Underpricing als Folge von Informationsasymmetrien
4.2.3.1. Informationsasymmetrien zwischen Investoren
4.2.3.2. Informationsasymmetrien zwischen Emittent und Investoren
4.2.3.3. Informationsasymmetrien zwischen Emittent und Emissionsbank
4.2.3.4. Informationsasymmetrien zwischen Emissionsbank und Investoren
4.2.4. Ad-hoc-Erklärungsansätze
4.2.4.1. Underpricing als effiziente Form der Versicherung
4.2.4.2. Underpricing als Folge von eingeschränktem Wettbewerb zwischen den Emissionsbanken
4.2.4.3. Underpricing aufgrund von institutionellen Rahmenbedingungen
4.2.4.4. Underpricing aufgrund von spekulativer Nachfrage
4.2.5. Aktuelle Erklärungsansätze
4.2.5.1. Zusammenhang zwischen Underpricing und der Liquidität am Sekundärmarkt
4.2.5.2. Einfluss des vorbörslichen Handels auf das Underpricing
4.2.5.3. Einfluss der Wahl des Abschlussprüfers auf das Underpricing
4.3. Overpricing
4.3.1. Definition von Overpricing
4.3.2. Erklärungsansätze für das Overpricing
4.3.2.1. Overpricing aufgrund von asymmetrischer Informationsverteilung
4.3.2.2. Zeitpunkt und Volumen der Emission
4.3.2.3. Kleinfirmen-Effekt
4.3.2.4. Hoher Wettbewerb zwischen den Emissionsbanken
4.3.3. Weitere Erklärungsansätze für das Overpricing
4.3.3.1. Das Marktsegment
4.3.3.2. Aktiengattung
5. Empirische Untersuchung zum Under- und Overpricing in Deutschland
5.1. Untersuchungsziel und Datenbasis
5.2. Untersuchungsmethodik
5.3. Untersuchung deutscher IPOs im Zeitraum 2008 bis 2013
5.4. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Beleuchtung des Preisfindungsprozesses bei Börsengängen, um Ursachen und Ausprägungen von Fehlbewertungen (Mispricing) – unterteilt in Underpricing und Overpricing – fundiert zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, ob diese Phänomene bewusst provoziert werden oder auf asymmetrischen Informationen basieren, ergänzt durch eine empirische Prüfung am deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum 2008 bis 2013.
3.1. Herausforderung des Pricings
Das Pricing stellt eine der wichtigsten und zugleich auch diffizilsten Prozesse im Rahmen eines Börsengangs dar. Eingebettet ist das Pricing in einen komplexen und mehrstufigen Prozess, in den mehrere Parteien eingebunden sind. Dieser Prozess wird anhand des folgenden Schaubildes verdeutlicht:
Ziel der Preisfindung ist es, einen für alle an der Emission beteiligten Parteien (Alteigentümer, Unternehmensführung, Emissionsbanken, Investoren) angemessenen Emissionspreis zu finden. Dabei soll der Emissionspreis grundsätzlich einem fairen Preis entsprechen und somit den tatsächlichen Unternehmenswert widerspiegeln. Hier besteht die Gefahr von Interessenskonflikten unter den beteiligten Parteien, insbesondere zwischen den Emissionsbanken und dem Emittenten.
Die Aufgabe der Emissionsbanken ist es, einen fairen Preis festzulegen, der die Interessen zwischen Emittenten und Investoren in Einklang bringt. Hierbei liegt es im Interesse der Emissionsbanken, den Emissionspreis nicht zu hoch anzusetzen, mit dem Ziel, alle Aktien auch erfolgreich platzieren zu können. Sollten die Emissionsbanken nicht alle Aktien platzieren können, müssen sie diese in ihre eigenen Bücher aufnehmen. Der Emittent hingegen hat das Interesse, einen möglichst hohen Emissionspreis zu erzielen, um durch den Börsengang möglichst viel Eigenkapital zu generieren. Hier ist das Risiko seitens der Emissionsbanken deutlich höher, da diese das Platzierungsrisiko tragen. Andererseits werden die Emissionsbanken in der Regel (i. d. R.) prozentual am Emissionspreis beteiligt. Somit besteht auch hier ein Anreiz, den Emissionspreis möglichst hoch anzusetzen. Ferner kann eine missglückte Emission auch die Reputation der Emissionsbanken gegenüber ihren Kunden verschlechtern.
Hier wird deutlich, dass die Gefahr von Mispricing bei einem IPO latent gegeben ist. Dies macht den Prozess der Preisfindung „… zu einem komplexen Vorgang, an dessen Ende ein Interessensausgleich stehen muß, wenn die Emission erfolgreich verlaufen soll“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Börsengängen und die Thematik des Mispricings für Investoren und Emittenten ein.
2. Der Börsengang – eine Definition von Initial Public Offering: In diesem Kapitel wird der Begriff IPO definiert und als erstmalige Emission von Aktien für diese Arbeit konkretisiert.
3. Prozess der Preisfindung: Dieses Kapitel erläutert den komplexen Ablauf der Preisfindung, inklusive Due Diligence, Unternehmensbewertungsmethoden und der verschiedenen Emissionsverfahren.
4. Mispricing: Das vierte Kapitel analysiert das Phänomen des Mispricings, unterteilt in Underpricing und Overpricing, anhand zahlreicher theoretischer Erklärungsansätze.
5. Empirische Untersuchung zum Under- und Overpricing in Deutschland: Hier wird der empirische Teil präsentiert, der Börsengänge am deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum 2008 bis 2013 hinsichtlich ihrer Renditeentwicklung untersucht.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Relevanz der Preisfindung für zukünftige Börsengänge.
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Die Bachelor Thesis analysiert das Phänomen des Mispricings, also die Fehlbewertung von Aktien bei einem Börsengang (Initial Public Offering), und betrachtet dabei sowohl das Underpricing als auch das Overpricing.
Die Arbeit behandelt den gesamten Prozess der Preisfindung bei Börsengängen, die verschiedenen theoretischen Erklärungsmodelle für Fehlbewertungen und deren empirische Anwendung auf den deutschen Kapitalmarkt.
Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für Underpricing und Overpricing zu identifizieren und zu klären, ob diese von Emittenten oder Emissionsbanken bewusst in Kauf genommen oder provoziert werden.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Erklärungsansätzen für Mispricing mit einer quantitativen empirischen Untersuchung von 35 IPOs am deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum von 2008 bis 2013.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Preisfindungsprozesses, eine umfassende systematische Darstellung von Erklärungsansätzen für Under- und Overpricing sowie die Durchführung einer eigenen empirischen Analyse.
Zentrale Begriffe sind IPO, Mispricing, Underpricing, Overpricing, Preisfindung, Emissionsrendite und Informationsasymmetrie.
Ja, Underpricing bezeichnet einen Ausgabekurs, der unter dem späteren Börsenkurs liegt (vorteilhaft für Investoren), während Overpricing einen Ausgabekurs beschreibt, der über dem späteren Marktpreis liegt (negativ für Investoren).
Der "winner's curse" beschreibt das Problem, dass weniger informierte Investoren bei erfolgreichen IPOs meist nur kleine Anteile erhalten, während sie bei überbewerteten Emissionen (Overpricing) eine volle Zuteilung bekommen und somit Verluste erleiden.
Studien zeigen, dass der vorbörsliche Handel als Instrument zur Vorhersage des späteren Kurses dienen kann und somit die theoretischen Modelle, die auf reinen Informationsasymmetrien beruhen, teilweise entkräftet.
Die Untersuchung zeigt, dass deutsche Börsengänge im Zeitraum 2008-2013 kurzfristig oft Underpricing aufwiesen, sich jedoch mittel- bis langfristig ein signifikanter Trend zum Overpricing zeigte.
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