Masterarbeit, 2013
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Begriffserklärungen
2.1 Risikobegriff
2.2 Risikomanagement
2.2.1 Ziele des Risikomanagements
2.2.2 Risiko- und Qualitätsmanagement
2.3 Fehler
2.4 Critical Incident Ansatz
2.5 Abgrenzung Beinahezwischenfall und Zwischenfall
3 Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Krankenhäusern
3.1 Klinisches Risikomanagement
3.1.1 Risikomanagementprozess
3.1.2 Ziele des klinischen Risikomanagements
3.2 Risikomanagement als Führungsaufgabe
3.3 Fehler- und Sicherheitskultur
3.3.1 Fehlerkultur
3.3.2 Haftungsrechtliche Fehler im Krankenhaus
3.3.3 Betriebswirtschaftliche Bedeutung von Fehlern
3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.4.1 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)
3.4.2 Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten
3.5 Kommunikation
4 Critical Incident Reporting System als Instrument des Risikomanagements
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Grundsätze des CIRS
4.3 Rechtliche Bedeutung
4.4 Methodik des CIRS
4.4.1 Ereignismeldung
4.4.2 Anonymisierung
4.4.3 Analyse
4.4.4 Risikobewertung
4.4.5 Vermeidungsstrategien
4.4.6 Feedback und Evaluation
4.5. Bedeutung des CIRS für das klinische Risikomanagement
5 Empirische Untersuchung
5.1 Ziel und Fragestellung
5.2 Methodik
5.2.1 Erhebungsdesign
5.2.2 Technikeinsatz
5.2.3 Auswahl der Stichprobe
5.2.4 Aufbau des Fragebogens
5.3 Ergebnisse
5.4 Diskussion der Ergebnisse
6 Empfehlung für das Risikomanagement
7 Zusammenfassende Schlussbemerkung
8 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Critical Incident Reporting System (CIRS) ein geeignetes Instrument zur Risikoidentifikation in deutschen Krankenhäusern darstellt, welche praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen und wie diese durch geeignete Strategien überwunden werden können.
3.3.3 Betriebswirtschaftliche Bedeutung von Fehlern
Die durch Fehler entstandenen Schadensfälle entwickeln vielschichtige betriebswirtschaftliche Konsequenzen für die jeweiligen Krankenhäuser. Personelle Konsequenzen können beispielsweise durch einen möglichen psychischen Druck nach einem medizinischen Schadensfall in Form von Personalausfall auftreten (vgl. Löber 2012, S. 173). Schwachstellen im Prozessablauf der Dienstleistungserstellung können darüber hinaus zu einer höheren finanziellen Belastung führen (vgl. Löber 2012, S. 173). Aus juristischer Perspektive können sich Fehler in Schadensersatzforderungen manifestieren. Fehler können die ökonomischen Ressourcen des Krankenhauses belasten, sofern die Haftpflichtversicherung den Schutz verweigert oder in der Zukunft die Versicherungsprämien erhöht (vgl. Löber 2012, S. 173). Ein besonders wichtiger Aspekt sind die möglichen negativen Imageeffekte, die ebenfalls die ökonomischen Zielsetzungen beeinträchtigen können (vgl. Löber 2012, S. 173). Ein Beispiel besonderer Schwere ist der Tod von drei frühgeborenen Kindern, die sich in einem Klinikum in Bremen mit multiresistenten Keimen infiziert hatten (vgl. Müller-Lissner 2013). Die Auswirkungen eines solchen Vorfalles können die ökonomische Basis einer Organisation gefährden (vgl. Löber 2012, S. 174). Folge kann, neben der finanziellen Aufwendung zur Bewältigung einer Krisensituation, auch eine geringere Bettenauslastungsquote sein (vgl. Löber 2012, S. 175). Gravierende Fehler mit erheblichem Schadenspotential können existenzgefährdende Auswirkungen auf allen Ebenen eines Krankenhauses haben. Fehlerkosten sind im Falle des Eintretens solcher Fehler nur noch sehr schwer zu kalkulieren. Der Critical Incident Ansatz als Modell zur Risikoidentifikation und zur Prävention von Zwischenfällen gewinnt dadurch auch eine besondere betriebswirtschaftliche Bedeutung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung einer Organisation.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Fehlern in der Patientenversorgung ein und erläutert die Relevanz des Risikomanagements sowie des Critical Incident Reporting Systems.
2 Begriffserklärungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Risiko, Risikomanagement, Fehler und der Critical Incident Ansatz definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Krankenhäusern: Das Kapitel beleuchtet das klinische Risikomanagement, die erforderliche Fehlerkultur, rechtliche Aspekte sowie die Bedeutung der Kommunikation für das Risikomanagement.
4 Critical Incident Reporting System als Instrument des Risikomanagements: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung, den Grundsätzen, der Methodik und der Bedeutung des CIRS für das klinische Risikomanagement.
5 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Design, die Durchführung und die Analyse der durchgeführten Befragung unter deutschen Krankenhäusern beschrieben.
6 Empfehlung für das Risikomanagement: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden konkrete Empfehlungen zur Verbesserung und Implementierung von CIRS abgeleitet.
7 Zusammenfassende Schlussbemerkung: Der Autor fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung des CIRS für die Praxis.
8 Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Quellen, Gesetze und weiterführender Literatur.
Klinisches Risikomanagement, Critical Incident Reporting System, CIRS, Patientensicherheit, Fehlerkultur, Fehlervermeidung, Gesundheitswesen, Krankenhaus, Qualitätsmanagement, Beinahezwischenfall, Risikoidentifikation, Prozesskommunikation, Patientenrechte, Haftungsrecht, Organisationshaftung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Umsetzung des klinischen Risikomanagements in deutschen Krankenhäusern, wobei ein besonderer Fokus auf dem Critical Incident Reporting System (CIRS) als Instrument zur Risikoidentifikation liegt.
Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung des Risikomanagements, die Bedeutung einer konstruktiven Fehlerkultur in Kliniken, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die praktische Anwendbarkeit von CIRS-Meldesystemen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit CIRS ein geeignetes Mittel zur Risikoidentifikation darstellt, welche Herausforderungen bei der Umsetzung existieren und wie Krankenhäuser diese Schwierigkeiten meistern können, um die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen.
Die Autorin/der Autor nutzt eine quantitative Methode in Form einer Onlinebefragung unter deutschen Krankenhäusern, ergänzt durch eine deskriptive Datenanalyse der Ergebnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe und rechtlichen Anforderungen sowie einen empirischen Teil, der den aktuellen Status Quo des CIRS-Einsatzes in der deutschen Krankenhauslandschaft sowie damit verbundene Probleme und Erfolgsfaktoren beleuchtet.
Wichtige Begriffe sind klinisches Risikomanagement, CIRS, Patientensicherheit, Fehlerkultur, Haftung, Prävention und Prozessoptimierung.
Wie die Studie zeigt, ist die Motivation ein Hauptfaktor für den Erfolg des Systems. Ängste vor Sanktionen, mangelnde Rückmeldungen oder ein hoher Zeitaufwand für die Meldungen können zu einem Desinteresse und einer geringen Meldebereitschaft führen.
Die Anonymität ist ein zentraler Grundsatz des CIRS, um Vertrauen bei den Mitarbeitenden aufzubauen und Angst vor persönlichen Konsequenzen zu mindern. Die Studie deckt jedoch auf, dass in kleineren Häusern die Wahrung der Anonymität bei gleichzeitiger inhaltlicher Detailtiefe eine besondere Herausforderung darstellt.
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