Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Religionspädagogische Relevanz
2 Adipositas
2.1 Definition von Adipositas im Kindes- und Jugendalter
2.2 Epidemiologie
2.3 Risikofaktoren
2.4 Psychosoziale Folgebelastungen
2.5 Pathogenese und Ursachen der Adipositas
2.6 Schlussfolgerung
3 Prävention
3.1 Definition und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Prävention
3.1.1 Krankheitsprävention
3.1.2 Gesundheitsförderung
3.1.3 Verhältnisprävention und Verhaltensprävention
3.1.4 Ziele der Prävention und Gesundheitsförderung
3.1.5 Politische Rahmenbedingungen der Prävention
3.1.6 Strukturen, Träger und Leistungen
3.2 Adipositasprävention im Kindes- und Jugendalter
3.2.1 Allgemeine Prävention bei Adipositas
3.2.2 Selektive Prävention bei Adipositas
3.2.3 Gezielte Prävention der Adipositas
3.3 Schlussfolgerung
4 Allgemeine Problembeschreibung
4.1 Lebensweltliche Beschreibung des pädagogischen Problems
4.1.1 Biologische Ebene
4.1.2 Psychologische Ebene
4.1.3 Soziale Ebene
4.1.4 Soziostrukturelle Ebene
4.1.5 Metatheoretische Rahmenbedingungen
4.1.6 Soziologische Rahmenbedingungen
4.2 Schlussfolgerung
5 Prävention durch Bewegung als Handlungstheorie einer religionspädagogischen Erziehung in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit
5.1 Prävention durch Bewegung
5.2 Ressourcenerschließung
5.3 Bewusstseinsbildung
5.4 Modell-/Identitätsveränderung
5.5 Handlungskompetenztraining
5.6 Soziale Vernetzung
6 Adipositas – Prävention in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit
6.1 Der Klient
6.2 Die Rolle der Eltern in der Prävention von Adipositas
6.3 Akteure der Prävention und Gesundheitsförderung
6.4 Prävention durch das Projekt „CVJM-Erlebnispädagogik“
6.5 Prävention durch das Training im „CVJM-Sportverein“
6.7 Menschenwürde und die Bedeutung des christlichen Glaubens
7 Zusammenfassung
8 Fazit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Prävention von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen der christlichen Kinder- und Jugendarbeit. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Chancen die Prävention bietet, um Adipositas zu vermeiden, und wie in diesem Kontext eine gerechte Teilhabe sichergestellt werden kann, wobei die Rolle von Bewegung, sozialer Unterstützung und christlich-anthropologischer Werte im Mittelpunkt steht.
4.1.1 Biologische Ebene
Adipöse Kinder und Jugendliche, wie hier das junge Mädchen, sind an ihrem äußeren Erscheinungsbild zu erkennen, das sich durch starkes Übergewicht kennzeichnet. Das Essverhalten spielt durch die erhöhte Kalorienzufuhr und somit die erhöhte Energieaufnahme eine entscheidende Rolle bei der Gewichtszunahme. Medizinisch betrachtet haben die Betroffenen einen erniedrigten Grundumsatz, was wiederum mit hoher Wahrscheinlichkeit auf genetische Faktoren zurückzuführen sein könnte. In der Familie des Mädchens ist beispielsweise der Bruder übergewichtig, die Mutter ebenso. Die genetischen Faktoren spielen eine bedeutsame Rolle bei Adipositas. „Dies belegen zahlreiche Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien. Schätzungen des Varianzanteils genetischer Faktoren reichen von 30-70%.“
Wichtig ist zu wissen, dass nur die Veranlagung vererbt wird, nicht die Adipositas selbst. Faktoren, welche genetischen Einflüssen unterliegen, sind laut WHO die Muskelzusammensetzung, der Leptinspiegel, die Insulin-Sensitivität und das Fettgewebe. Daran erkennt man, dass allein schon diese biologisch-medizinische Dimension des Problemfeldes enorme Folgeschäden mit sich bringt. Das können sowohl Begleiterkrankungen des Bewegungsapparates, als auch chronische Krankheiten des Herz- Kreislaufsystems sein. Adipositas ist ein Risikoindikator für eine erhöhte Sterblichkeit.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Adipositasprävention und deren Einbettung in die christliche Kinder- und Jugendarbeit.
2 Adipositas: Medizinische Definition, Risikofaktoren und Ursachen der Adipositas unter Berücksichtigung epidemiologischer Daten.
3 Prävention: Theoretische Grundlagen der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung sowie rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen.
4 Allgemeine Problembeschreibung: Transdisziplinäre Analyse der Problemebenen (biologisch, psychologisch, sozial, soziostrukturell) von Adipositas bei Jugendlichen.
5 Prävention durch Bewegung als Handlungstheorie einer religionspädagogischen Erziehung in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit: Erarbeitung von Handlungsstrategien, die Bewegung als zentrales Element der Prävention in der christlichen Arbeit nutzen.
6 Adipositas – Prävention in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit: Darstellung praktischer Interventionsmöglichkeiten mittels Erlebnispädagogik und Sportvereinsarbeit.
7 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über Einflussfaktoren und Präventionsstrategien.
8 Fazit: Reflektion über die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die christliche Gemeindearbeit und die ethische Dimension der Prävention.
Adipositas, Prävention, Kinder- und Jugendarbeit, Gesundheitsförderung, Erlebnispädagogik, christlicher Glaube, Bewegung, Übergewicht, Sozialisation, Empowerment, Identitätsbildung, Teilhabe, BMI, Familienarbeit, Salutogenese.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Adipositasprävention bei Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus gezielt auf dem Setting der christlichen Kinder- und Jugendarbeit liegt.
Es werden medizinische Grundlagen der Adipositas, Theorien der Gesundheitsförderung sowie pädagogische Ansätze zur Verhaltens- und Verhältnisprävention unter Einbeziehung christlich-anthropologischer Konzepte thematisiert.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Bewegung, erlebnispädagogische Maßnahmen und eine werteorientierte Jugendarbeit Kinder bei der Gewichtsreduktion unterstützt und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden können.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und verknüpft diese im praktischen Teil mit dem systemtheoretischen Paradigma der Sozialen Arbeit (SPSA) anhand eines konkreten Fallbeispiels.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Problembeschreibung auf verschiedenen Ebenen und entwickelt darauf aufbauend eine Handlungstheorie der Bewegung, die in konkrete Präventionsprojekte wie die CVJM-Erlebnispädagogik überführt wird.
Der christliche Glaube wird als Schutzfaktor identifiziert, der durch die Vermittlung von Wertschätzung und der Idee der Menschenwürde (imago dei) maßgeblich zur Identitätsstärkung und sozialen Integration der betroffenen Kinder beiträgt.
Mobbing führt zu psychischen Belastungen, sozialer Isolation und einem negativen Selbstbild, was den Teufelskreis der Adipositas durch emotionsinduziertes Essverhalten weiter verstärken kann.
Das Beispiel verdeutlicht, wie systemische Probleme und individuelle Erfahrungen (wie Verlust oder Stress) mit Adipositas korrelieren und macht die abstrakten Präventionskonzepte in der praktischen pädagogischen Arbeit greifbar.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

