Bachelorarbeit, 2012
48 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Vorgeschichte
1.1 Machtkampf der Diadochen und Aufstieg des Antigonos
1.2 Kämpfe um eigene Rechte und die Ausgangssituation des Diadochenfriedens
1.2.1 Kampf um die Reichsverweserschaft
1.2.2 Koalition gegen Antigonos und seine Gegenmaßnahmen
2. Inhalte des Diadochenfriedens von 311
2.1 Der Diadochenfrieden im Brief von Antigonos an die Skepsier
2.2 Der Diadochenfrieden und die Ansprüche der einzelnen Machthaber
2.2.1 Kassander als der Feldherr (strategos) von Europa
2.2.2 Lysimachos‘ Kämpfe um Thrakien
2.2.3 Ptolemaios‘ Herrschaft über Ägypten und seine Griechenlandpolitik
2.2.4 Antigonos‘ Gewinn und Verlust im Diadochenfrieden
3. Die Folgen des Diadochenfriedens
3.1 Das makedonische Königshaus im Schatten des Diadochenfriedens
3.2 Die Konsolidierung der Territorialstaaten nach dem Diadochenfrieden
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit analysiert historisch die Vorgeschichte, die inhaltlichen Aspekte und die weitreichenden Folgen des Diadochenfriedens von 311 v. Chr. Ziel ist es, das Verfahren der Friedensabschlüsse zu beleuchten und deren Bedeutung für den Zerfall des Alexanderreichs sowie die Entstehung hellenistischer Großreiche einzuordnen.
1.1 Machtkampf der Diadochen und Aufstieg des Antigonos
Der erste Koalitionskrieg ließ sich auf das Jahr 320 v. Chr. datieren. Der Block von Antipater als Vormundschaft der Könige und Reichsverweser mit Antigonos und Ptolemaios kämpfte gegen den Block von Perdikkas mit Eumenes. Perdikkas, der vermutlich nicht nur über Asien, sondern „ganz allgemein über alle mit Gewalt herrschen wollte“, war im Krieg zum Opfer gefallen und die Anhänger des Perdikkas wurden von Antipater zum Tode verurteilt.
Nach dem Tod von Perdikkas wurden Satrapien unter Antipater neuverteilt, welcher, als der Einzige, die für damalige Verhältnisse höchste Position unter den Königen erreicht hatte und als der stärkste Mann im Alexanderreich fungierte. Er ernannte seinen Sohn Kassander zum Chiliarch, den Perdikkas auch innehatte und wahrscheinlich deswegen die Macht über Asien ausgeübt hatte und das Potenzial über Europa besitzen durfte. Die Vormundschaft über Phillip III. und möglich auch über den späteren König Alexander IV. wurde von Antipater an Polyperchon übertragen. Kassander dagegen wollte nicht nur den leeren Titel und deswegen war er nicht mit dem Testament seines Vaters einverstanden. Zumal konnte er gegen den stark in Asien verwurzelten Antigonos seine eigenen Befugnisse nicht behaupten und hatte auch keine fähige Streitkraft, um den noch aktiven Perdikkanern Stand zu halten. Was ihm blieb, um nicht von Polyperchon bei Seite gedrängt zu werden, oder sogar eliminiert zu werden, war im Geheimen mit anderen Diadochen, Ptolemaios und Antigonos, ein Bündnis zu schließen und gegen Polyperchon um die Macht über Europa zu streiten und wenn möglich Europa zurückzugewinnen.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die kriegerische Ära nach dem Tod Alexanders des Großen ein und formuliert das Ziel, den Diadochenfrieden als Instrument zur Machtsicherung zu analysieren.
1. Vorgeschichte: Das Kapitel schildert die Machtkonstellationen und militärischen Auseinandersetzungen, die den Boden für den Friedensschluss von 311 bereiteten.
1.1 Machtkampf der Diadochen und Aufstieg des Antigonos: Hier wird der erste Koalitionskrieg und der damit verbundene Aufstieg des Antigonos zum mächtigsten Akteur in Asien beschrieben.
1.2 Kämpfe um eigene Rechte und die Ausgangssituation des Diadochenfriedens: Dieses Kapitel erläutert die Unruhen nach Antipaters Tod, die zur Neuausrichtung der Machtverhältnisse führten.
1.2.1 Kampf um die Reichsverweserschaft: Die Bemühungen Polyperchons, seine Position zu stabilisieren, und die Konflikte mit Kassander stehen hier im Fokus.
1.2.2 Koalition gegen Antigonos und seine Gegenmaßnahmen: Es wird die Allianz der anderen Diadochen gegen Antigonos und dessen diplomatische sowie militärische Abwehrstrategien behandelt.
2. Inhalte des Diadochenfriedens von 311: Das Kapitel analysiert die vertraglichen Vereinbarungen und deren tatsächlichen Stellenwert als Notlösung.
2.1 Der Diadochenfrieden im Brief von Antigonos an die Skepsier: Die Inschrift wird als Hauptquelle genutzt, um die politischen Absichten und die Rolle der Freiheitsgarantie für Griechenstädte zu deuten.
2.2 Der Diadochenfrieden und die Ansprüche der einzelnen Machthaber: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ambitionen von Kassander, Lysimachos und Ptolemaios.
2.2.1 Kassander als der Feldherr (strategos) von Europa: Die Konsolidierung von Kassanders Herrschaft in Europa wird hier detailliert dargestellt.
2.2.2 Lysimachos‘ Kämpfe um Thrakien: Die strategischen Herausforderungen von Lysimachos in seiner Satrapie bilden den Inhalt dieses Abschnitts.
2.2.3 Ptolemaios‘ Herrschaft über Ägypten und seine Griechenlandpolitik: Dieses Kapitel untersucht die defensive und offensive Politik des Lagiden in Syrien und Griechenland.
2.2.4 Antigonos‘ Gewinn und Verlust im Diadochenfrieden: Hier wird die Bilanz für Antigonos gezogen, der zwar ein Bündnis brach, aber neue Fronten gegen Seleukos und Ptolemaios sah.
3. Die Folgen des Diadochenfriedens: Das Kapitel fasst zusammen, wie der Frieden das Ende der Reichseinheit formalisierte.
3.1 Das makedonische Königshaus im Schatten des Diadochenfriedens: Der Prozess der Auflösung der Argeaden-Dynastie wird als direkte Folge der politischen Umstände beschrieben.
3.2 Die Konsolidierung der Territorialstaaten nach dem Diadochenfrieden: Hier wird die Etablierung souveräner Königreiche aus ehemaligen Satrapien als langfristiges Ergebnis dargelegt.
4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass der Diadochenfrieden ein Staatsvertrag zur Aufteilung des Alexanderreichs war, der die Unvermeidbarkeit der Entstehung monarchischer Territorialstaaten verdeutlichte.
Diadochen, Alexanderreich, Antigonos Monophthalmos, Diadochenfrieden 311 v. Chr., Kassander, Ptolemaios, Lysimachos, Seleukos, Reichsverweser, Argeaden, Territorialstaaten, Griechenstädte, Autonomie, Satrapien, hellenistische Großreiche.
Die Arbeit untersucht den Diadochenfrieden von 311 v. Chr. als historisches Ereignis und dessen Rolle bei der Transformation des Alexanderreichs in verschiedene souveräne Territorialstaaten.
Zentral sind der Machtkampf zwischen den Generälen Alexanders, die Auflösung der Argeaden-Dynastie sowie die Entwicklung der hellenistischen Monarchien.
Das Ziel ist die Analyse der Vorgeschichte, der Inhalte und der Folgen des Friedensschlusses, um dessen historische Bedeutung für den Zerfall der Reichseinheit aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die vor allem antike literarische Überlieferungen wie Diodorus Siculus sowie inschriftliche Quellen, etwa den Brief von Antigonos an die Stadt Skepsis, kritisch auswertet.
Der Hauptteil befasst sich mit den konkreten Machtansprüchen der einzelnen Machthaber, der Instrumentalisierung der "Freiheit der Griechen" und der Entwicklung der Regionen wie Thrakien, Ägypten und Makedonien.
Die wichtigsten Begriffe sind Diadochen, Alexanderreich, Territorialstaaten, Autonomie, Machtkampf und die führenden Akteure wie Antigonos, Kassander und Ptolemaios.
Er suchte nach einer diplomatischen Atempause, um seine instabile Machtposition auf drei Fronten zu sichern und Zeit für die Vorbereitung weiterer militärischer Auseinandersetzungen zu gewinnen.
Das Königshaus wurde von den Diadochen zunehmend ignoriert und diente nur noch formal als Legitimation, bis die faktische Herrschaft der Generäle in ihren eigenen Territorien die Argeaden überflüssig machte.
Diese Klausel war vor allem ein propagandistisches Mittel, um die Koalition der Gegner zu schwächen und die Zuneigung griechischer Städte für die jeweiligen Diadochen zu gewinnen, ohne ihnen tatsächliche Autonomie zu gewähren.
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