Diplomarbeit, 2013
102 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation und Fragestellung
1.2 Abgrenzung
1.3 Aufbau und Gliederung
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Definition Nische und Marktnische
2.1.1 Der biologische Ansatz
2.1.2 Der evolutionsökonomische Ansatz
2.1.3 Der marktpsychologische Ansatz
2.1.4 Marktnische oder Marktlücke?
2.2 Nischenetymologisierung
2.2.1 Nischenetymologisierung nach ihrer Sichtbarkeit
2.2.2 Nischenetymologisierung nach ihrer Entstehungsrichtung
2.2.3 Nischenetymologisierung nach ihrem Entwicklungspfad
2.3 Die Bedeutung von Nischen im Onlinehandel
2.4 Zwischenfazit zur Begriffsverwendung
2.4.1 Stationäre Nischen und Nischen im Onlinehandel im Vergleich
2.4.2 Eingrenzung des Betrachtungsgegenstandes
3 Erfolgsfaktorenforschung
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Untersuchungsobjekte der Erfolgsfaktorenforschung
3.1.2 Definition der Erfolgsgröße
3.1.3 Methodik der Erfolgsmessung
3.1.4 Grenzen der Erfolgsfaktorenforschung
3.2 Erfolgsfaktoren im Onlinehandel – Empirische Befunde
3.2.1 Die 8-S-Erfolgsfaktoren im Onlinehandel nach Heinemann
3.2.2 Die 7 Erfolgsfaktoren im Onlinehandel des ECC Köln
3.3 Zwischenfazit
4 Generelle und nischenrelevante Erfolgsfaktoren im Onlinehandel
4.1 Generelle Erfolgsfaktoren
4.1.1 Webseite & Usability
4.1.1.1 Suchmaschinenoptimierung – SEO
4.1.1.2 Konventionen – Usage Patterns
4.1.1.3 Eye-Tracking
4.1.2 Sortiment, Preis & Service
4.1.2.1 Individuelle Sortimentsgestaltung im Onlinehandel
4.1.2.2 Die Preisgestaltung im Onlinehandel
4.1.2.3 Kundenorientierter Service
4.1.3 Case Study: „kleintiervilla.de“
4.2 Nischenrelevante Erfolgsfaktoren
4.2.1 Spezialisierung
4.2.1.1 Kundenspezialisierung
4.2.1.2 Produktspezialisierung
4.2.1.3 Positionierung
4.2.1.4 Unique Selling Proposition – USP
4.2.1.5 Case Study: „diebo-teile.de”
4.2.1.6 Zwischenfazit zum Erfolgsfaktor „Spezialisierung“
4.2.2 Individualisierung
4.2.2.1 Personalisierung
4.2.2.2 Mass Customization
4.2.2.3 Open Innovation
4.2.2.4 Case Study: „mymuesli.com“
4.2.2.5 Zwischenfazit zum Erfolgsfaktor „Individualisierung“
4.2.2.6 Aussichten für Mass Customization
4.2.3 Social Media Marketing – SMM
4.2.3.1 Klassisches Onlinemarketing
4.2.3.1.1 Online Marktsegmentierung
4.2.3.1.2 Online Targeting
4.2.3.2 Tribalization & Societing
4.2.3.1.1 Tribalization
4.2.3.1.2 Societing
4.2.3.1.3 Open Leadership
4.2.3.1.4 Viral Marketing
4.2.3.1.5 Blogmarketing – Mikroblogging via Twitter
4.2.3.1.6 Facebook
5 Spezifische Nischenvorteile im Onlinehandel
5.1 Hohe Stammkundengenerierung
5.2 Nischenanbieter sind preisunempfindlicher
5.3 Nischen-KeyWords
5.4 SEO in Nischenmärkten
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, welche Erfolgsfaktoren für das Bestehen und Wachsen von Nischenanbietern im Onlinehandel entscheidend sind. Das Hauptziel besteht darin, theoretische Nischenkonzepte zu beleuchten und diese durch empirische Erkenntnisse sowie Best-Practice-Beispiele auf ihre praktische Anwendbarkeit und Relevanz für den Onlinehandel zu prüfen.
4.2.2.4 Case Study: „mymuesli.com“
Für eine vorbildliche Umsetzung i.S. einer Best Practice zur Untersuchung des Erfolgsfaktor „Individualisierung“ durch Mass Customization stellt der Onlineshop „mymuesli.com“ dar.
Die Erfolgsgeschichte von mymuesli.com beginnt 2007 in Passau. Die drei Gründer Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock befanden sich zum Zeitpunkt des Startups noch in ihrem Studium und rutschten durch eine innovative Idee von dort aus direkt in die Selbständigkeit. Mit 3500 Euro Startkapital, einer Lebensmittelwaage und Tupperdosen begann ein Erfolgsmodell, welches fünf Jahre später über 150 Mitarbeiter beschäftigt und mittlerweile eine 50 m lange Abfüllmaschine besitzt. Von Beginn an erwirtschaftete mymuesli.com Gewinne. Im ersten Jahr 77.450 Euro (2007) und stieg dann auf 344.160 Euro (2008), 288.440 Euro (2009) und 278.300 Euro (2010).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob Nischenmärkte im Onlinehandel eine tragfähige Strategie darstellen und welche Bedeutung dabei der Standortunabhängigkeit des Internets zukommt.
2 Konzeptionelle Grundlagen: In diesem Kapitel werden der Nischenbegriff und verschiedene Nischentypen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven definiert und differenziert.
3 Erfolgsfaktorenforschung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Erfolgsfaktorenforschung und stellt bestehende empirische Befunde sowie verschiedene Ansätze zur Messung von Unternehmenserfolgen dar.
4 Generelle und nischenrelevante Erfolgsfaktoren im Onlinehandel: Das Kernstück der Arbeit präsentiert die Erfolgsfaktoren, gegliedert in generelle Aspekte wie Webseite und Usability sowie spezifisch nischenrelevante Faktoren wie Spezialisierung und Individualisierung.
5 Spezifische Nischenvorteile im Onlinehandel: Das letzte inhaltliche Kapitel erörtert die Wettbewerbsvorteile von Nischenanbietern, insbesondere hinsichtlich Stammkundengenerierung und Preisunempfindlichkeit.
6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine Bilanz hinsichtlich der Attraktivität von Nischenbesetzungen für neue Online-Startups.
Onlinehandel, Nischenmarkt, Erfolgsfaktoren, Spezialisierung, Individualisierung, Mass Customization, CRM, Social Media Marketing, SEO, Web-Usability, Kundenbindung, USP, Long Tail, Societing, Nischenanbieter.
Die Arbeit analysiert, warum die Besetzung von Nischen im Onlinehandel eine attraktive Strategie für Unternehmen ist und welche Faktoren zum Erfolg führen, wenn der stationäre Handel durch das Internet als Schranke wegfällt.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Nischen, die Bedeutung von Web-Usability und Konventionen, die Strategien der Spezialisierung und Individualisierung (Mass Customization) sowie moderne Marketingansätze via Social Media.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Erfolgsfaktoren für Nischenshops im Onlinehandel entscheidend sind und ob Nischenanbieter die bestehenden Erkenntnisse aus der allgemeinen Erfolgsfaktorenforschung in der Praxis umsetzen.
Die Arbeit nutzt eine objektive Untersuchung von Fallbeispielen und greift auf existierende empirische Studien sowie theoretische Literatur zurück, anstatt eine eigene qualitative Primärdatenerhebung durchzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Erfolgsfaktorenforschung) und die detaillierte Präsentation von generellen Erfolgsfaktoren sowie nischenrelevanten Strategien, ergänzt durch Fallstudien wie „kleintiervilla.de“ und „mymuesli.com“.
Besonders prägend sind Begriffe wie „Spezialisierung“, „Individualisierung“, „Mass Customization“, „CRM“, „SEO“ und „Societing“.
Der Shop zeigt auf, dass eine Nischenbesetzung durch extreme Spezialisierung und Individualisierung (Maßanfertigung) teilweise mangelnde Usability-Konventionen kompensieren kann.
Mymuesli dient als Best-Practice-Beispiel für „Mass Customization“, da der Kunde hier selbst zum Designer wird und durch den Prozess des Selbstkreierens eine starke persönliche Bindung zum Produkt aufbaut.
Nischenanbieter sind aufgrund ihrer starken Spezialisierung und der Einzigartigkeit ihrer Problemlösung für Kunden preisunempfindlicher, was sie von dem harten Preiskampf der Generalisten abhebt.
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