Diplomarbeit, 2014
53 Seiten, Note: Sehr gut
VORWORT
1 EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMATIK
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
2.1.1 ANÄSTHESIE
2.1.2 BERUFSBILD DES/R ANÄSTHESISTEN/IN
2.1.3 BERUFSBILD DER ANÄSTHESIEPFLEGE
2.1.4 TÄTIGKEITSBEREICH DER ANÄSTHESIEPFLEGE
2.2 PATIENTENZUFRIEDENHEIT
2.3 PATIENTENORIENTIERUNG
3 METHODE UND VORGEHENSWEISE
4 PRÄMEDIKATIONSVISITE
4.1 PRÄOPERATIVE PFLEGEVISITE
4.2 AUFKLÄRUNGSGESPRÄCH
4.2.1 ANÄSTHESIERISIKO
4.2.2 PATIENTENVORBEREITUNG
4.3 AUFKLÄRUNGSINHALTE
4.3.1 NÜCHTERNHEIT
4.3.2 NARKOSEABLAUF
4.3.3 AUSWAHL DES NARKOSEVERFAHRENS
4.4 ANÄSTHESIEVERFAHREN
4.4.1 ALLGEMEINANÄSTHESIE
4.4.2 REGIONAL- ODER LOKALANÄSTHESIE
4.5 MEDIKOLEGALE ASPEKTE DES AUFKLÄRUNGSGESPRÄCHS
4.5.1 ANÄSTHESIEEINWILLIGUNG
4.5.2 SELBSTBESTIMMUNGSRECHT UND EINWILLIGUNGSFÄHIGKEIT
5 PATIENTENORIENTIERTHEIT UND PATIENTENZUFRIEDENHEIT
5.1 EMOTIONALE PATIENTENZUFRIEDENHEIT IN DER ANÄSTHESIE
5.1.1 PATIENTEN UND UNTERSUCHUNGSMETHODIK
5.1.2 ERGEBNISSE DER STUDIE
5.1.3 SCHLUSSFOLGERUNG
5.1.4 VERGLEICHE ZU ÄHNLICHEN STUDIEN
5.2 PATIENTENORIENTIERTE ANÄSTHESIE
5.2.1 PATIENTEN UND METHODEN
5.2.2 ERGEBNISSE DER STUDIE
5.2.3 SCHLUSSFOLGERUNG
5.2.4 VERGLEICHE MIT ANDEREN STUDIEN
6 GESPRÄCHSFÜHRUNG UND KOMMUNIKATION
6.1 PATIENTENORIENTIERTE GESPRÄCHSFÜHRUNG
6.2 KOMMUNIKATIVE FERTIGKEITEN
6.3 ANGSTMINDERUNG DURCH INFORMATION
6.4 NEGATIVE UND POSITIVE SUGGESTIONEN
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit evaluiert die Hypothese, dass eine patientenorientierte Gesprächsführung im präoperativen Aufklärungsprozess die Patientencompliance sowie die allgemeine Patientenzufriedenheit signifikant erhöht. Hierfür werden theoretische Grundlagen mit Studienergebnissen zur Kommunikation und zum Patientenwohl verknüpft, um eine fundierte Handlungsempfehlung für die anästhesiologische Praxis abzuleiten.
6.4 Negative und positive Suggestionen
Die Bedeutung eines Wortes ist für eine/n Patienten/in davon abhängig, aus welchem Kontext er/sie dieses kennt und welche Erfahrungen er/sie darin gemacht haben. Bereits erwähnt wurde die Ausnahmesituation, in der sich Patienten/innen präoperativ befinden. In dieser fokussierten Phase der Aufmerksamkeit nimmt der/die Patient/in seine/ihre Umgebung besonders konzentriert wahr, insbesondere alles was er/sie auf sich bezieht. Ein Trancezustand ermöglicht und verlangt auch immer eine andere Form der Kommunikation. So müssen negative Suggestionen im Sinne eines Noceboeffekts vermieden und positive Suggestionen zur Verbesserung von Stabilität und Wohlbefinden gezielt eingesetzt werden. Solche Methoden aus der Hypnotherapie eignen sich insbesondere beim Umgang mit ängstlichen Patienten/innen sehr gut. Verschiedene Studien zeigen, dass die Angstminderung durch Suggestion die hämodynamische Stabilität und ein besseres postoperatives Outcome begünstigt. Anhand von zwei Beispielen soll gezeigt werden, dass die Verwendung von Positivsuggestionen keiner besonderen Ausbildung bedarf, sondern lediglich einer veränderten Kommunikation und Wahrnehmung.
Die Vorstellung des Anästhesieteams könnte statt „Ich bin Ihr Narkosearzt/schwester/pfleger, wir legen Sie jetzt schlafen“ auch wie folgt formuliert werden: „Ich bin Dr. ..... und das ist Sr. ...... Wir sind Ihr Anästhesieteam und kümmern uns jetzt um Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden.“ In diesem Fall sind Sicherheit und Wohlbefinden die positiven Suggestionen. Auch vor dem Venenschmerz bei Propofolgabe könnte man die Formulierung „Das brennt jetzt ein bisschen“ durch „Sie bekommen jetzt ein Medikament, das Ihnen einen erholsamen Schlaf ermöglicht. Sie können im Arm etwas spüren, das wäre ganz normal und geht auch gleich wieder vorbei“ ersetzen.
1 EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMATIK: Das Kapitel beleuchtet die physische und psychische Ausnahmesituation vor Operationen und identifiziert Defizite in der Kommunikation sowie den Wunsch nach einer stärkeren Patientenorientierung.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden die rechtlichen Grundlagen der Aufklärung in Österreich sowie die beruflichen Rollenbilder von Anästhesisten und Anästhesiepflegekräften definiert.
3 METHODE UND VORGEHENSWEISE: Dieses Kapitel beschreibt die Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken sowie die Kriterien zur Auswahl der berücksichtigten Fachpublikationen.
4 PRÄMEDIKATIONSVISITE: Die Bedeutung der Anästhesieambulanz als Schnittstelle für das perioperative Management und die Relevanz einer standardisierten Aufklärung werden hier hervorgehoben.
5 PATIENTENORIENTIERTHEIT UND PATIENTENZUFRIEDENHEIT: Durch die Analyse von Studien wird der Zusammenhang zwischen der Erwartungshaltung der Patienten und ihrer emotionalen Zufriedenheit mit der anästhesiologischen Betreuung evaluiert.
6 GESPRÄCHSFÜHRUNG UND KOMMUNIKATION: Dieses Kapitel fokussiert auf konkrete Kommunikationstechniken, wie das aktive Zuhören und den bewussten Einsatz von Suggestionen zur Angstminderung und Stabilitätsförderung.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei die Hypothese bestätigt wird, dass eine patientenorientierte Gesprächsführung die Qualität der anästhesiologischen Versorgung maßgeblich steigert.
Präoperatives Aufklärungsgespräch, Anästhesie, Patientenorientierung, Patientenzufriedenheit, Kommunikation, Gesprächsführung, Anästhesiepflege, Prämedikation, Angstreduktion, Positive Suggestion, Anästhesierisiko, Patientencompliance, Qualitätsmanagement, Klinische Praxis, Arzt-Patient-Beziehung.
Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des präoperativen Aufklärungsgesprächs im anästhesiologischen Versorgungsprozess und wie dieses durch eine patientenorientierte Kommunikation die Zufriedenheit und den Behandlungsverlauf verbessern kann.
Die zentralen Themen sind die Rolle der Anästhesiepflege, die patientenorientierte Gesprächsführung, der Abbau von Angst durch gezielte Kommunikation sowie die Analyse von Patientenbedürfnissen mittels empirischer Studien.
Ziel ist es, zu evaluieren, ob eine patientenorientierte Kommunikation die prä- und postoperative Patientencompliance sowie die allgemeine Patientenzufriedenheit positiv beeinflusst.
Es wurde eine systematische Literaturübersicht erstellt, in der aktuelle Studien und Fachpublikationen aus dem deutschsprachigen Raum im Zeitraum 2000-2013 analysiert und vernetzt wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Organisation der Prämedikationsvisite, medizinrechtliche Aspekte, sowie praktische Kommunikationstechniken zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Interaktion.
Die Arbeit ist stark durch Begriffe wie Patientenorientierung, emotionale Zufriedenheit, Anästhesieaufklärung, Kommunikation und Patientenbedürfnisse geprägt.
Sie dienen dazu, bei Patienten, die sich in einem Trance-ähnlichen Zustand vor einer OP befinden, Angst und Schmerzen zu reduzieren und durch eine gezielte Wortwahl das Wohlbefinden zu stärken.
Da das medizinische Aufklärungsgespräch oft nur technische Aspekte abdeckt, ermöglicht die Pflegevisite die Erfassung psychosozialer Aspekte und sorgt für eine kontinuierliche pflegerische Betreuung.
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