Examensarbeit, 2004
113 Seiten, Note: sehr gut (1,3)
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Stoffwechselstörung Mukoviszidose
2.1 Medizinische Hintergründe
2.1.1 Genetik
2.1.2 Symptome
2.2 Methoden und Möglichkeiten der Behandlung und Therapie
3. Sozialrechtliche Möglichkeiten
4. Pädagogische Aspekte
4.1 Der Schulbesuch von Kindern und Jugendlichen mit Mukoviszidose
4.2 Spezielle Förderbedürfnisse
5. Besonderheiten der psychosozialen Situation Mukoviszidose-betroffener Jugendlicher und junger Erwachsener
5.1 Krankheit und Lebenserwartung
5.2 Kontakte und Beziehungen
6. Die Mukoviszidose-Selbsthilfe und deren Repräsentation im Internet
6.1 Der Begriff der „Selbsthilfe“
6.2 Bedeutung der Selbsthilfe für die psychosoziale Situation Mukoviszidose–Betroffener
6.3 Die Mukoviszidose-Selbsthilfe in Deutschland
6.4 Das Internet als Selbsthilfeorgan für Mukoviszidose-Betroffene
6.4.1 Generelle Möglichkeiten des Internet als Kommunikations- und Selbsthilfemedium
6.4.2 Das Internetspektrum zum Thema „Mukoviszidose“
7. Methodik und Datenerhebung
7.1 Fragestellung und Hypothesen
7.2 Methodenwahl
7.2.1 Empirische Sozialforschung
7.2.2 Der Fragebogen als Instrument der Sozialforschung
7.3 Planung und Durchführung der Untersuchung
7.3.1 Auswahl der Teilnehmer
7.3.2 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
7.3.3 Pre-Test, Durchführung und Rücklaufquote
8. Auswertung, Interpretation und Diskussion der empirischen Befunde
8.1 Auswertung des Fragebogens und grafische Darstellung der Ergebnisse
8.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
8.2.1 Interpretation der Ergebnisse anhand der Hypothesen
8.2.2 Fazit und Empfehlung
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Internets als Kommunikationsplattform und Selbsthilfeorgan für Menschen mit Mukoviszidose. Im Fokus steht die Forschungsfrage, ob und wie das Internet dabei helfen kann, die psychosozialen Belastungen der chronischen Erkrankung zu mindern und die Autonomie der Betroffenen zu fördern.
Die Stoffwechselstörung Mukoviszidose
Die Mukoviszidose, oder auch Cystische Fibrose, ist die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung (vgl. Pschyrembel 1994, 469) und belegt darüber hinaus Platz Eins in der Häufigkeitsliste progredienter und frühletaler, d.h. in der Regel während eines frühen Lebensabschnitts zum Tod führenden Stoffwechselkrankheiten.
Erste Definitionen der Mukoviszidose als eigenständige Krankheit erfolgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dorothy H. Andersen von der Columbia–Universität in New York lieferte im Jahre 1938 die erste umfassende Beschreibung der Symptome und ihrer Entwicklung sowie der organischen Veränderungen. (vgl. Welsh; Smith 1996, 32). Während einer intensiven Hitzewelle in New York wurde schließlich eine Entdeckung gemacht, welche die damalige Forschung ein enormes Stück nach vorne brachte: Viele der in die Krankenhäuser eingelieferten Kinder waren von Mukoviszidose betroffen und litten an Dehydration. Hier zeigte sich, dass der Wasser- und Mineralhaushalt von Mukoviszidose-Patienten schnell aus dem Gleichgewicht gerät und die Ärzte fanden heraus, dass die Betroffenen ein hohes Maß an Salz mit ihrem Körperschweiß verlieren (vgl. Welsh; Smith 1996, 33). Somit wurde der Grundstein für den heute noch diagnostisch relevanten “Schweißtest”, die Messung des Chloridgehaltes im Schweiß, gelegt (vgl. Welsh, Smith, 1996, 33).
1. Einleitung: Stellt das Thema der Arbeit vor, erläutert die Problemstellung im Kontext der Mukoviszidose und gibt einen Überblick über den Aufbau der Untersuchung.
2. Die Stoffwechselstörung Mukoviszidose: Bietet eine wissenschaftliche Fundierung durch Darstellung medizinischer Hintergründe, Symptome sowie gängiger Behandlungs- und Therapiemethoden.
3. Sozialrechtliche Möglichkeiten: Erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten, wie etwa Rentenansprüche bei Erwerbsminderung.
4. Pädagogische Aspekte: Beleuchtet die Herausforderungen beim Schulbesuch für betroffene Kinder und definiert spezielle pädagogische Förderbedarfe.
5. Besonderheiten der psychosozialen Situation Mukoviszidose-betroffener Jugendlicher und junger Erwachsener: Analysiert die psychischen Belastungen durch den Krankheitsverlauf sowie deren Auswirkungen auf soziale Kontakte und Lebensplanung.
6. Die Mukoviszidose-Selbsthilfe und deren Repräsentation im Internet: Definiert den Begriff Selbsthilfe und untersucht die spezifische Rolle und die Angebote des Internets als virtuelle Unterstützungsumgebung für Betroffene.
7. Methodik und Datenerhebung: Beschreibt das wissenschaftliche Vorgehen, die Entwicklung der Hypothesen und die Durchführung der empirischen Befragung mittels Fragebogen.
8. Auswertung, Interpretation und Diskussion der empirischen Befunde: Präsentiert und analysiert die erhobenen Daten, prüft die Hypothesen und formuliert Empfehlungen für künftige Ansätze.
Mukoviszidose, Cystische Fibrose, Selbsthilfe, Internet, Psychosoziale Situation, Chronische Krankheit, Patientenerfahrung, Online-Kommunikation, Empirische Sozialforschung, Pädagogische Förderung, Lebensqualität, Patienten-Experten, Selbsthilfeorganisationen, Digitale Vernetzung, CF-Patienten.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Internets als Informations- und Selbsthilfeplattform für Menschen mit Mukoviszidose.
Neben medizinischen und pädagogischen Grundlagen steht die psychosoziale Situation der Betroffenen sowie deren spezifische Nutzung von Webangeboten im Mittelpunkt.
Ziel ist es, den Bedarf an internetbasierter Selbsthilfe zu evaluieren und aufzuzeigen, wie das Netz zur Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Integration beitragen kann.
Die Arbeit nutzt sowohl theoretische Literaturanalysen als auch eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung unter CF-Betroffenen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Einbettung der Mukoviszidose-Problematik und die anschließende empirische Auswertung des Internet-Nutzungsverhaltens.
Die zentralen Begriffe umfassen Mukoviszidose, Selbsthilfe, Internet-Kommunikation, psychosoziale Belastung und empirische Sozialforschung.
Die Seite von Udo Grün wird im Text als Paradebeispiel für eine nutzerorientierte und qualitativ hochwertige Selbsthilfeplattform angeführt, die durch ihre persönliche Note besonders authentisch wirkt.
Laut der Studie fehlt es derzeit an einer einheitlichen Koordination, was zu verwirrenden Mehrfachinformationen führt; ein zentrales Netzwerk-Konzept könnte Betroffenen den Zugriff auf gesicherte Informationen erleichtern.
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