Masterarbeit, 2013
127 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Fankultur im deutschen Fußball
2.1 Fangruppierungen und Kategorien
2.2 Entwicklung des Zuschauerverhaltens und der Fankultur
2.3 Fankultur im internationalen Vergleich
3 Sicherheit in deutschen Stadien
3.1 Gewalt im Fußball und der Gesellschaft
3.2 Verantwortliche, Mitwirkende und deren Verhältnis
3.3 Maßnahmen zur Gewaltprävention
4 Das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“
4.1 Inhalte des Sicherheitspapiers
4.2 Reaktionen und Standpunkte
5 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung
6 Methodik der Untersuchung
6.1 Instrument
6.2 Stichprobe
6.3 Durchführung
6.4 Variablen und Skalen
6.5 Auswertungsstrategien
7 Ergebnisse der Untersuchung
7.1 Grundauswertung
7.2 Überprüfung der Hypothesen zur wahrgenommenen Sicherheit in Deutschland
7.3 Überprüfung der Hypothesen zur wahrgenommenen Gewaltzunahme
7.4 Überprüfung der Hypothesen zur Einschätzung der Präventionsmaßnahmen
7.5 Weitere Erkenntnisse
7.6 Interpretation
7.7 Reflexion
8 Fazit
9 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektive Wahrnehmung von Fußballfans bezüglich der Präventionsmaßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers „Sicheres Stadionerlebnis“. Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, inwieweit diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen notwendig und wirkungsvoll sind, indem die vielschichtigen Meinungen der Fans in deutschen Stadien explorativ erfasst und mit dem aktuellen Sicherheitsdiskurs in Beziehung gesetzt werden.
2.1 Fangruppierungen und Kategorien
Immer wieder werden die Zuschauer auf verschiedene Variablen zwecks Kategorisierung untersucht, allerdings erweist es sich trotz mancher Ähnlichkeiten als schwierig bestimmte Eigenschaften und Fantypologien herauszuarbeiten. Dennoch gibt es für dieses heterogene Phänomen durchaus immer wieder Versuche die Fans in Gruppen zusammenzufassen, um die Fanszene zu umreißen (Conzen, 2011, S.32). Trotz dieser Versuche existieren auch kritische Stimmen, die ein solches „Schubladendenken“ als unzureichend und verkürzt sehen, da es Millionen von Gründen und Motiven für einen Stadionbesuch geben kann (Dembowski, 2004a, S.22); welcher Natur diese sind erklären beispielsweise Strauß et al. (2006, S.379). Das Fußballpublikum wird in Deutschland häufig als Beispiel herangezogen wenn es um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Zuschauerphänomen geht, da diese Sportart einen besonderen gesellschaftlichen Stellenwert hat und die Zuschauerzahlen konstant hoch sind. Eine erste Unterscheidung lässt sich zwischen Zuschauern und Fans machen, wobei die Zuschauer eine weniger enge Bindung an den Verein und das Spielgeschehen haben (Brenner, 2009, S.21f.) Es ist auch festzuhalten, dass die weiteren Gruppierungen sich nicht unterschiedslos auf andere Sportarten transferieren lassen, da die Fankultur beim Fußball sehr ausgeprägt und besonders auffällig ist (Moser, 2009, S.22).
Weiterhin zeichnet sich auch die Fanszene selbst nicht durch Einheitlichkeit aus. Die Kategorisierung von Fans ist in der Vergangenheit vor allem auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen. Viele werden zudem häufig nicht als übertragbar und zeitgemäß gesehen. Eine Unterscheidung die sich hingegen durchgesetzt hat stammt von Heitmeyer; diese differenziert zwischen drei Motiven von Fans (ebenda, S24.f):
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Fankultur und Sicherheit im deutschen Profifußball ein und leitet die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit ab.
2 Fankultur im deutschen Fußball: Das Kapitel analysiert die heterogenen Strukturen und Gruppierungen innerhalb der Fanszene und skizziert die historische Entwicklung des Zuschauerverhaltens.
3 Sicherheit in deutschen Stadien: Es werden die Hintergründe der Sicherheitsdebatte, die Akteure der Sicherheitsarchitektur sowie historische und aktuelle Gewaltentwicklungen beleuchtet.
4 Das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“: Dieses Kapitel erörtert die Entstehung, Inhalte und die öffentliche sowie vereinsinterne Diskussion um das DFL-Sicherheitspapier.
5 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung: Basierend auf dem theoretischen Teil werden Forschungsfragen und zugehörige Hypothesen formuliert, um die subjektive Sicht der Fans zu untersuchen.
6 Methodik der Untersuchung: Es wird die quantitative Untersuchung mittels Online-Befragung beschrieben, inklusive Instrument, Stichprobe und Auswertungsstrategien.
7 Ergebnisse der Untersuchung: Die erhobenen Daten werden deskriptiv ausgewertet und die Hypothesen statistisch überprüft sowie interpretiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Notwendigkeit und Wirkung der Sicherheitsmaßnahmen aus Sicht der Fans.
9 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Entwicklungen und Forschungsperspektiven für das Spannungsfeld zwischen Fankultur und Sicherheit.
Fankultur, Fußball, Sicherheit, DFL-Sicherheitspapier, Gewaltprävention, Ultras, Zuschauerverhalten, Fanprojekte, Stadionverbote, Online-Befragung, Stadionerlebnis, Faninitiativen, Kommerzialisierung, Sicherheitsgefühl, Repression.
Die Arbeit befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Fußballfans hinsichtlich der durch die DFL eingeführten Sicherheitsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Fankultur in deutschen Stadien.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Fankultur, der Analyse der Sicherheitsstrukturen im Profifußball sowie der empirischen Untersuchung von Fanmeinungen zu Gewalt und Prävention.
Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen der DFL notwendig und wirkungsvoll sind, basierend auf einer explorativen quantitativen Studie.
Die Untersuchung basiert auf einer explorativen, quantitativen Forschung, bei der eine anonyme Online-Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens in verschiedenen Fan-Foren durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fankultur und Sicherheitsdebatte sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten zur Sicherheitswahrnehmung und Akzeptanz analysiert.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Fankultur, Gewaltprävention, DFL-Sicherheitspapier, Stadionerlebnis und Fan-Zuschauer-Verhältnis geprägt.
Die Ultras sehen das Sicherheitspapier kritisch als Frontalangriff auf ihre Fankultur und lehnen insbesondere repressive Maßnahmen wie Kollektivstrafen oder die Datei „Gewalttäter Sport“ ab.
Ja, die Studie zeigt signifikante Unterschiede im Sicherheitsgefühl der Anhänger verschiedener Vereine, wobei sich einige Fan-Gruppen unsicherer fühlen als andere.
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