Bachelorarbeit, 2013
42 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Einordnung in den Forschungsstand
2.1 Was ist unter ausländischen Direktinvestitionen zu verstehen?
2.2 Ausgewählte-Theorie der ausländischen Direktinvestitionen
2.3 Direktinvestitionszuflüsse nach SSA 2001-2011
2.4 Untersuchungen bezüglich des Agrarsektors in den Entwicklungsländern
3 Das „Landnahmen-Phänomen“ in SSA
3.1 Was ist unter Landnahmen zu verstehen
3.2 Die Akteure
3.3 Die Motive
3.4 Überblick über das Ausmaß der Landnahmen in SSA
4 Ernährungsunsicherheit
4.1 Konzept der Ernährungssicherheit
4.2 Formen der Ernährungsunsicherheit
4.2.1 Chronische Ernährungsunsicherheit
4.2.2 Temporäre Ernährungsunsicherheit
5 Landnahme und Ernährungssicherheit
5.1 Effekte auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln
5.2 Effekte auf den Zugang zu Nahrungsmitteln
5.3 Effekte auf die Stabilität und die Nutzbarkeit von Nahrungsmitteln
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit neue Trends ausländischer Agrarinvestitionen – oft als "Landnahme" oder "Land Grabbing" bezeichnet – die Ernährungssicherheit in Subsahara-Afrika angesichts wiederkehrender Nahrungsmittelknappheit beeinflussen.
3.1 Was ist unter Landnahmen zu verstehen
Für die neuen Trends der ausländischen Agrarinvestitionen in SSA werden unterschiedliche Adjektive sowohl bei der medialen Darstellung, als auch bei Wissenschaftlern verwendet, um das Phänomen zu benennen. Jedoch beschreiben alle diese Erklärungen und Definitionen dasselbe Phänomen, zumindest was den Erwerb und die Nutzung insbesondere von Ackerflächen in SSA anbelangt. Eine Nichtregierungsorganisation – (GRAIN) – bezeichnete das Phänomen als „Land Grabbing“ (Vgl. Kress 2012, S. 21-22). Daniel & Mittal (2009) beschreiben den Begriff „Land grab“ als:
“The purchase or lease of vast tracts of land by wealthier food-insecure nations and private investors from mostly poor, developing countries in order to produce crops for export” (Daniel & Mittal 2009, S. 6.).
Die oben zitierte Definition beschreibt den Kauf von Ackerflächen in den Entwicklungsländern durch vermögende Länder (die aber über keine gesicherte Nahrungsmittelversorgung verfügen) und private Investoren für die Produktion von Nahrungsmitteln für den Export. Auslöser für den neuen Trend oder die steigende Nachfrage nach Ackerflächen in SSA sind unter anderem die steigenden Nahrungsmittelpreise während der Jahre 2007 und 2008. Die Preissteigerung verschärfte nicht nur die globale Knappheit, sondern ebnete auch für Länder wie China und Katar den Weg, die einerseits wachsende Bevölkerungszahlen aufweisen aber andererseits weniger Ackerflächen für den Anbau von Nahrungsmittel besitzen, um nach alternativen Nahrungsmittelquellen zu suchen (Vgl. ebd. S. 7-8).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen ein und erläutert die Beweggründe der Themenwahl vor dem Hintergrund chronischer Ernährungsprobleme in Subsahara-Afrika.
2 Einordnung in den Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert ausländische Direktinvestitionen theoretisch, stellt das OLI-Paradigma vor und analysiert die Investitionszuflüsse sowie die Situation des Agrarsektors in Entwicklungsländern.
3 Das „Landnahmen-Phänomen“ in SSA: Hier wird der Begriff der Landnahme definiert, die zentralen Akteure (Staaten und private Investoren) sowie deren Motive und das tatsächliche Ausmaß der Investitionen in SSA dargestellt.
4 Ernährungsunsicherheit: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Ernährungssicherheit sowie deren Dimensionen und unterscheidet zwischen chronischer und temporärer Ernährungsunsicherheit als Herausforderung in SSA.
5 Landnahme und Ernährungssicherheit: Hier erfolgt die kritische Gegenüberstellung von Agrarinvestitionen und den Dimensionen der Ernährungssicherheit, unter besonderer Betrachtung der Verfügbarkeit, des Zugangs und der Stabilität von Nahrungsmitteln.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die theoretische Einordnung der Investitionen und plädiert für Rahmenbedingungen, die lokale Bevölkerungsgruppen stärker in Investitionsprozesse einbinden.
Agrarinvestitionen, Landnahme, Land Grabbing, Ernährungssicherheit, Ernährungssicherung, Subsahara-Afrika, SSA, ausländische Direktinvestitionen, ADI, Agrarsektor, Nahrungsmittelknappheit, Kleinbauern, Investitionspolitik, Rohstoffe, Biokraftstoffe
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen ausländischer Agrarinvestitionen, auch bekannt als "Landnahme", auf die Ernährungssicherheit in Ländern Subsahara-Afrikas.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen ausländischer Direktinvestitionen, die Charakterisierung der Akteure hinter Landdeals, das Konzept der Ernährungssicherheit und die ökonomischen sowie sozialen Folgen für lokale Agrarstrukturen.
Die Arbeit untersucht, inwieweit neue Trends bei ausländischen Agrarinvestitionen die Ernährungssicherheit in SSA angesichts wiederkehrender Nahrungsmittelknappheit fördern oder gefährden.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Fachliteratur, Daten akademischer Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Medienberichten basiert.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Landnahmen, die Motive verschiedener Investoren, das Ausmaß der Flächennutzung sowie die Effekte auf die Verfügbarkeit, den Zugang und die Stabilität von Nahrungsmitteln.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Agrarinvestitionen, Land Grabbing, Ernährungssicherheit, Subsahara-Afrika, Direktinvestitionen und Kleinbauern charakterisiert.
Das OLI-Paradigma von Dunning dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, warum Investoren Kapital in SSA investieren, indem es Eigentums-, standortgebundene und internalisierte Vorteile aufzeigt.
Die Unterscheidung ist essentiell, da sie aufzeigt, dass unterschiedliche Ursachen (strukturelle Armut vs. fluktuierende Faktoren wie Dürren) verschiedene politische Lösungsansätze erfordern.
Diese Investitionen sind oft strategisch motiviert, um die Nahrungsmittelversorgung der Herkunftsländer zu sichern, wobei sie häufig kapitalintensive Methoden nutzen, die lokale kleinbäuerliche Strukturen verdrängen können.
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