Bachelorarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundzüge der Unternehmensbewertung
2.1 Funktionen und Anlässe für eine Unternehmensbewertung
2.2 Bewertungsverfahren im Überblick
3 Das Multiplikatorenverfahren
3.1 Funktionsweise
3.2 Die am häufigsten verwendeten Multiplikatoren
4 Das Discounted Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren)
4.1 Unterscheidung und Funktionsweise
4.2 Besonderheiten des WACC-Ansatzes
5 Definition Enterprise Value und Equity Value
5.1 Enterprise Value
5.2 Equity Value
6 Übergang vom Enterprise Value zum Equity Value
6.1 Allgemeines
6.2 Kasse und andere liquide Mittel
6.3 Zinstragende Verbindlichkeiten
6.4 Pensionsrückstellungen
6.5 Leasing und Factoring
6.6 Anteile an nicht vollkonsolidierten Beteiligungen
6.7 Anteile Dritter an Konzerntochterunternehmen
6.8 Negative Kapitalkonten und Verlustvorträge
6.9 Stille Reserven / Stille Lasten
6.10 Sonstige Rückstellungen
7 Berechnung des Kaufpreises – SAF-Holland S.A.
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Faktoren und methodischen Ansätze bei der Überleitung vom Enterprise Value zum Equity Value im Kontext strukturierter M&A-Prozesse. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die strittigen Positionen bei der Kaufpreisermittlung zu vermitteln, um Konfliktpotenziale zwischen Käufer- und Verkäuferseite durch eine fundierte Bewertungspraxis zu minimieren.
6.2 Kasse und andere liquide Mittel
Bei der Übernahme eines Unternehmens stehen der Kassenbestand, die Bankguthaben und andere liquide Mittel zur Begleichung der Verbindlichkeiten zur Verfügung. Aus diesem Grund werden zur Ermittlung der Nettofinanzverbindlichkeiten diese Positionen in Abzug gebracht. Je höher die „Cash“-Positionen sind, desto niedriger sind die Nettofinanzverbindlichkeiten und somit ergibt sich ein höherer Equity Value.
Eine Diskussion wirft die Frage auf, in welchem Umfang die liquiden Mittel inklusive der Wertpapiere als betriebsnotwendig angesehen werden. Wie bereits erwähnt stellt der EV den Wert des operativen Geschäfts dar. Als Zielbestand für operativ notwendige liquide Mittel werden je nach Branche 0,5 – 2,0 Prozent der Umsatzerlöse angesehen, wobei unternehmensspezifische Besonderheiten im Einzelfall beachtet werden müssen. Darüber hinaus vorhandene Barbestände und Wertpapiere werden als nicht-betriebsnotwenig (englisch: excess cash) angesehen. Unter betriebsnotwendiges Vermögen versteht man Positionen die unmittelbar und überwiegend für die eigenbetrieblichen Zwecke genutzt werden oder dazu bestimmt sind. Bei der Berechnung des Enterprise Values mittels Vergleichswertverfahren oder DCF-Verfahren wird in der Praxis der gesamte Kassenbestand aus Vereinfachungsgründen als nicht-betriebsnotwendiges Vermögen behandelt. Als Argument für die volle Berücksichtigung der liquiden Mittel als „excess cash“ wird häufig angebracht, dass man die nicht-betriebsnotwendigen Aktiva nicht abgrenzen kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Unternehmensbewertung bei M&A-Transaktionen ein und beleuchtet die Relevanz der Differenzierung zwischen Brutto- und Netto-Unternehmenswert.
2 Grundzüge der Unternehmensbewertung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Funktionen und Anlässe für eine Unternehmensbewertung und gibt einen Überblick über die gängigen methodischen Ansätze.
3 Das Multiplikatorenverfahren: Hier werden die Funktionsweise und die praktische Anwendung des Multiplikatorenverfahrens zur indikativen Kaufpreisbestimmung dargestellt.
4 Das Discounted Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren): Dieses Kapitel widmet sich dem kapitalwertorientierten Bewertungsansatz, insbesondere dem WACC-Modell.
5 Definition Enterprise Value und Equity Value: Der Fokus liegt auf der theoretischen Definition und der konzeptionellen Abgrenzung der beiden zentralen Bewertungsgrößen.
6 Übergang vom Enterprise Value zum Equity Value: Dieser Kernbereich der Arbeit analysiert detailliert die einzelnen Adjustierungspositionen, die für die Überleitung vom Enterprise Value zum Equity Value notwendig sind.
7 Berechnung des Kaufpreises – SAF-Holland S.A.: Anhand einer konkreten Fallstudie wird die zuvor theoretisch beschriebene Methodik auf ein börsennotiertes Unternehmen angewendet.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer klaren methodischen Vorgehensweise zur Vermeidung von Konflikten bei Unternehmenstransaktionen.
Unternehmensbewertung, Enterprise Value, Equity Value, M&A, Kaufpreisermittlung, DCF-Verfahren, Multiplikatorenverfahren, Nettofinanzverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen, Leasing, WACC, Bilanzierung, Transaktionsvolumen, Eigenkapital, Fremdkapital
Die Arbeit behandelt die systematische Ermittlung und Abgrenzung von Unternehmenswerten bei M&A-Transaktionen, insbesondere den Prozess der Überleitung vom Enterprise Value zum Equity Value.
Neben den Grundlagen der Unternehmensbewertung und der Vorstellung gängiger Methoden (DCF, Multiplikatoren) stehen die korrekte bilanzielle Behandlung von Adjustierungspositionen sowie deren Auswirkung auf den Kaufpreis im Mittelpunkt.
Ziel ist es, einen Überblick über die praxisrelevanten Anpassungspositionen zu geben und dem Leser zu ermöglichen, diese in einem strukturierten M&A-Prozess fundiert zu bewerten und strittige Posten zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Bewertungsstandards sowie einer praktischen Anwendung dieser Methoden an einer Fallstudie (SAF-Holland S.A.).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der Bewertung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Überleitungspositionen wie Kassenbeständen, Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und Leasing.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Enterprise Value, Equity Value, Nettofinanzverbindlichkeiten, WACC, Multiplikatorenverfahren und operative Cashflows.
Die Arbeit empfiehlt, ungedeckte Pensionsrückstellungen als abzugsfähige Position vom Enterprise Value zu behandeln, wobei die Komplexität durch unterschiedliche Rechnungslegungsvorschriften betont wird.
Die Arbeit zeigt auf, dass Leasingverpflichtungen eine Art Fremdfinanzierung darstellen. Zur Sicherung der Vergleichbarkeit wird empfohlen, Operating Leasing analog zum Finance Leasing anzupassen, um Verzerrungen im Enterprise Value zu vermeiden.
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