Bachelorarbeit, 2014
151 Seiten, Note: 1,1
1.) Einleitung
2.) Hintergrundwissen zum Phänomen Hochsensibilität
2.1) Zur Etymologie: sensibel, sensitiv, empfindsam? Eine Begriffsklärung
2.2) Neurobiologie und Forschungsstand
2.2.1) Die fünf (bzw. sechs) Sinne bei Hochsensiblen
2.2.2) Das vegetative Nervensystem: Hormone und Neurotransmitter
2.2.3) Von Denkern und Handlern. Abgrenzung der Hochsensibilität zu ADS/ADHS
2.3) Arten/Ausprägungen von Hochsensibilität
2.4) Zwischen Genie und Wahnsinn
2.4.1) Charakteristika und Verhalten der HSP und die Grenzen zum Pathologischen
2.4.2) Vom goldenen Mittelweg: Umweltbedingungen und Lernaufgaben für HSP
3.) Die Klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers
3.1) Menschenbild und Persönlichkeitstheorie
3.2) von der Inkongruenz zur „fully functioning person“
3.3) Die Beratungsbeziehung und die drei Grundhaltungen
3.3.1) Empathie
3.3.2) bedingungslose Wertschätzung/Akzeptanz
3.3.3) Kongruenz
3.4) Methoden und Techniken
4.) Relevanz für die Soziale Arbeit - Klientenzentrierte Einzelfallhilfe für HSP im psychosozialen Kontext des §16a SGB II
4.1) Psychosoziale Beratung nach § 16a SGB II – Definition und Inhalt
4.2) Fallschilderung anhand einer hochsensiblen Klientin
a) Klärungsphase: Erstgespräch und Rahmenbedingungen
b) Kennenlernphase
c) Arbeitsphase
4.3) Klientenzentrierte Gesprächsführung geeigneter Ansatz für die hochsensible Persönlichkeit?
4.3.1) Erweiterungen der KZG durch Methoden und Techniken
d) Abschluss-/Transferphase
4.4) Anwendbarkeit der klientenzentrierten Gesprächsführung und den erweiterten Methoden in der psychosozialen Beratung als eine Form der sozialen Einzelfallhilfe
5.) Integration der KZG und der erweiterten Techniken in den Handlungsrahmen der Psychosozialen Beratung
5.1) Elaine Arons vier Schritte im Umgang mit Hochsensibilität
5.2) Erläuterung zur Handreichung „Beratungsprozess im Großen“
5.3) Erläuterung zur Handreichung „Beratungsprozess im Einzelnen“
6.) Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers als Beratungsmethode für hochsensible Menschen im psychosozialen Kontext, insbesondere nach § 16a SGB II, zu untersuchen. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Notwendigkeit ab, eine psychosoziale Beratung so zu konzipieren, dass sie den spezifischen Bedürfnissen hochsensibler Personen gerecht wird.
2.1) Zur Etymologie: sensibel, sensitiv, empfindsam? Eine Begriffsklärung
Die Terminologie betreffend bedeutet Sensibilität, abstammend vom lateinischen „sensibilis“, nichts anderes als „mit Sinnen wahrnehmbar“. „Sensus“, sowohl auf das Geistige als auch das Körperliche bezogen meint „Gefühl“ oder „Empfindung“(vgl. Klages 1991:17). Alleine die sprachliche Herkunft verrät also(vgl. ebd.), „dass es sich hier um eine Persönlichkeitsstruktur handelt, bei der die besondere Aufnahme und Verarbeitung von Empfindungen, Wahrnehmungen und Gefühlen eine starke Rolle spielen wird“(ebd.). Im Grunde genommen sind wir alle mehr oder weniger sensible Wesen. Mit hochsensibel wird dabei lediglich impliziert, dass diese Eigenschaften verstärkt auftreten. Primär handelt es sich also um einen neutralen Ausdruck. Doch hinter Begriffen wie „Sensibelchen“ und „Überempfindlichkeit“ verbergen sich häufig abschätzende Haltungen. Sensibilität wird in diesen Ausprägungen auf die rein emotionalen und psychischen Elemente reduziert(vgl. Schauwecker a: o.S). Im englischen Original prägte Elaine Aron den Begriff der „highly sensitive person“, also der „hochsensitiven“ Person, was neben den Komponenten des Wahrnehmens auf physischer Ebene auch das starke Empfinden über die Sinnesorgane mit einbezieht(vgl. Trappmann-Korr 2010: 27f.). Aron bezeichnet das Merkmal der Personengruppe auch als „sensory-processing sensitivity“, was den Zusammenhang zwischen dem Empfinden und den sensorischen Verarbeitungsprozessen unterstreicht(vgl. Schorr 2011: 9). Dieser wissenschaftliche Ausdruck weist auf eine „besondere Konstitution der Reize verarbeitenden neuronalen Systeme“ hin(Schauwecker d 2013: o.S.). Diese Aussage leitet das kommende Kapitel ein, in dem neurologische Prozesse anhand verschiedenster Forschungen und Studien näher beleuchtet werden sollen.
1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Hochsensibilität ein, begründet die Wahl des Themas durch persönliche Praxiserfahrungen und stellt die zentrale Fragestellung nach der Eignung der klientenzentrierten Gesprächsführung für hochsensible Klienten vor.
2.) Hintergrundwissen zum Phänomen Hochsensibilität: Dieses Kapitel erläutert die neurobiologischen und psychologischen Grundlagen der Hochsensibilität, differenziert zwischen verschiedenen Ausprägungen und diskutiert die Abgrenzung zu pathologischen Zuständen.
3.) Die Klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers: Hier werden das Menschenbild und die Kernelemente der klientenzentrierten Gesprächsführung, insbesondere die drei zentralen Grundhaltungen (Empathie, Wertschätzung, Kongruenz), theoretisch fundiert dargelegt.
4.) Relevanz für die Soziale Arbeit - Klientenzentrierte Einzelfallhilfe für HSP im psychosozialen Kontext des §16a SGB II: In diesem Kapitel wird die Anwendbarkeit der klientenzentrierten Methode auf die psychosoziale Beratungspraxis im Rahmen des SGB II analysiert und anhand eines Fallbeispiels reflektiert.
5.) Integration der KZG und der erweiterten Techniken in den Handlungsrahmen der Psychosozialen Beratung: Das Kapitel verknüpft theoretische Ansätze mit konkreten Interventionsmöglichkeiten und bietet einen strukturierten Handlungsrahmen für die psychosoziale Beratung von hochsensiblen Klienten.
6.) Resümee und Ausblick: Diese abschließende Zusammenfassung bewertet die Eignung der klientenzentrierten Gesprächsführung als Methode für hochsensible Menschen und reflektiert die praktischen Herausforderungen sowie die Bedeutung zukünftiger Sensibilisierung für dieses Thema.
Hochsensibilität, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Carl Rogers, Psychosoziale Beratung, Soziale Einzelfallhilfe, SGB II, Reizfilterschwäche, Empathie, Wertschätzung, Kongruenz, Ressourcenorientierung, Selbsterkenntnis, Neurobiologie, Bewältigungsstrategien, Beratungspraxis
Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychosozialen Beratung von hochsensiblen Menschen und untersucht, ob die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers einen geeigneten Ansatz für diese Zielgruppe darstellt.
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen der Hochsensibilität, die Konzepte der personzentrierten Therapie nach Rogers sowie deren Anwendung und Integration in den Bereich der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext des Jobcenters.
Das Ziel ist es, eine Antwort auf die Forschungsfrage zu finden, wie die psychosoziale Beratung konzipiert sein muss, um den speziellen Eigenarten hochsensibler Klienten gerecht zu werden.
Die Autorin kombiniert theoretische Literaturanalysen zu den beiden Themenschwerpunkten mit einem praktischen Fallbeispiel einer hochsensiblen Klientin und leitet daraus modifizierte Handlungskonzepte für die Beratung ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Hochsensibilität und klientenzentrierter Gesprächsführung sowie die anschließende Zusammenführung in der praktischen Anwendung, inklusive der Modifikation von Beratungsprozessphasen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Hochsensibilität, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Psychosoziale Beratung, Soziale Arbeit und Ressourcenorientierung definieren.
Die Arbeit argumentiert, dass die Grundhaltung der Wertschätzung, Empathie und Kongruenz den Bedürfnissen hochsensibler Menschen nach einem Zwang- und drucklosen Beratungsrahmen besonders gut entgegenkommt.
Eine zentrale Herausforderung besteht in der zeitlichen Begrenztheit und dem durch das Jobcenter vorgegebenen strukturellen Rahmen, der die reine klientenzentrierte Arbeit erschweren kann, da auch soziale Aspekte wie Arbeitssuche adressiert werden müssen.
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