Bachelorarbeit, 2014
30 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theorie, Forschungsstand und Hypothesen
2.1 Das Phänomen Homogamie aus soziologischer Perspektive
2.2 Die psychologische Herangehensweise
2.3 Definitionen der Güte einer Partnerschaft
2.4 Beziehungsqualität und Beziehungsstabilität: theoretische Grundlagen
2.5 Hypothesen
3 Daten und Methoden
3.1 Datensatz
3.2 Operationalisierung und Methodenbeschreibung
4 Ergebnisse
4.1 Bivariate deskriptive Analysen
4.2 Lineare Regressionen
5 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Partnerwahl nach dem Homogamieprinzip auf die Qualität und Stabilität von Partnerschaften. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich Ähnlichkeiten zwischen Partnern in Bezug auf Bildung, Normen und Persönlichkeitsmerkmale positiv auf den Partnerschaftserfolg auswirken.
2.1 Das Phänomen Homogamie aus soziologischer Perspektive
Das Konzept der Homogamie wird in der Soziologie als die Gleichartigkeit der Partner in einer Beziehung, beispielsweise bezüglich des Alters, der Religion, der Ethnie oder der sozialen Herkunft, definiert. Das bei weitem am häufigsten untersuchte Merkmal und essenzielle Kriterium ist jedoch die Bildung der Partner. Zum einen liegt dies darin begründet, dass Bildung als eine ausschlaggebende Variable für die Partnerwahl gesehen werden kann, da sie bis zu einem gewissen Grad die kulturellen Ressourcen widerspiegelt, welche die individuellen Partnerpräferenzen beeinflussen (Blossfeld/Timm 2003a). Zum anderen ist der Grad der Bildungshomogamie ein aufschlussreicher Indikator für die Starrheit von sozialen Grenzen, der die Veränderungen hinsichtlich des Aufbaus von Haushalten und Familien beschreibt (Schwartz/Mare 2005). Darüber hinaus entwickelte sich das Bildungssystem mittels seiner strukturierenden Effekte immer mehr zu einem bedeutenden Heiratsmarkt (ebd.). Genau diese Effekte stehen bei einer makrosoziologischen Betrachtung des Phänomens (Bildungs-)Homogamie im Vordergrund. Blossfeld und Timm (2003a) zufolge verlassen die weniger fähigen Individuen und diejenigen, die aus bildungsfernen Familien stammen, das Bildungssystem bereits zu einem früheren Zeitpunkt als ihre bessergestellten Pendants. Dieser Selektionsprozess führe wiederum zu einer steigenden Anzahl an homogenen Gruppen innerhalb des Bildungssystems.
1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Partnerwahl für den Lebensglückserfolg und führt in die wissenschaftliche Problematik ein, ob Homogamie als Mechanismus für Partnerschaftserfolg dient.
2 Theorie, Forschungsstand und Hypothesen: Dieses Kapitel verknüpft soziologische und psychologische Perspektiven zur Homogamie, definiert Gütekriterien für Partnerschaften und leitet vier zentrale Hypothesen zur Untersuchung ab.
3 Daten und Methoden: Hier werden die Verwendung der pairfam-Stichprobe, die Operationalisierung der Variablen (Homogamie, Qualität, Stabilität) sowie die angewandten statistischen Testverfahren erläutert.
4 Ergebnisse: Das Ergebniskapitel präsentiert die deskriptiven Analysen und linearen Regressionsmodelle, welche die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Homogamieformen und den abhängigen Variablen Partnerschaftsqualität sowie Stabilität prüfen.
5 Diskussion: Die Diskussion fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, falsifiziert die aufgestellten Hypothesen weitgehend und reflektiert die Limitationen der Studie sowie Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.
Homogamie, Partnerschaftsqualität, Beziehungsstabilität, pairfam, Bildungshomogamie, Normhomogamie, Persönlichkeitsmerkmale, Austauschtheorie, Familienökonomik, Heiratsmarkt, Längsschnittstudie, Regressionsanalyse, Ehezufriedenheit, Soziale Netzwerke, Partnerwahl.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Ähnlichkeit von Partnern (Homogamie) und dem Erfolg einer Partnerschaft, gemessen an Beziehungsqualität und -stabilität.
Die zentralen Felder sind die soziologische Betrachtung von Bildungshomogamie, die psychologische Perspektive auf Persönlichkeitsmerkmale und die ökonomische Austauschtheorie zur Erklärung von Beziehungsstabilität.
Die zentrale Frage lautet, ob Partnerschaften, die auf dem Homogamieprinzip basieren, qualitativ hochwertiger und stabiler sind als Partnerschaften zwischen unähnlichen Personen.
Die Autorin nutzt quantitative Daten der Längsschnittstudie "pairfam", führt bivariate Analysen mittels Chi²-Tests durch und wendet lineare Regressionsmodelle an.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der Datenaufbereitung sowie die empirische Prüfung des Einflusses verschiedener Homogamieformen auf Qualität und Stabilität.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Homogamie, Beziehungsqualität, pairfam, Sozialer Hintergrund und Regressionsanalyse charakterisiert.
Die statistischen Tests ergaben, dass Paare ihre Normen weitgehend unabhängig von ihrem Bildungsabschluss teilen, was die theoretische Erwartung widerlegte.
Entgegen der Erwartung zeigte sich in den Analysen kein positiver Zusammenhang; teilweise deuteten die Ergebnisse sogar auf einen negativen Effekt von Homogamie auf die objektive Stabilitätsform hin.
Das Modell dient als Grundlage zur Operationalisierung der Persönlichkeitshomogamie, wobei sich zeigte, dass diese für die Erklärung der Beziehungsstabilität kaum relevant ist.
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