Bachelorarbeit, 2014
78 Seiten, Note: 1
EINLEITUNG
1. Geschichte des österreichischen Schulwesens
2. Geschichte des Kindergartens in Österreich
3. Transitionstheorie – Kritische Lebensereignisse
4. Anforderungen und notwendige Kompetenzen des Kindes beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule
4.1. Die rechtliche Situation in Österreich
4.2. Wandel in den Sichtweisen von Schulfähigkeit
4.3. Was heißt schulfähig?
4.4. Wie werden Kinder schulfähig?
5. Mathematische Vorläuferfertigkeiten
5.1. Allgemeines zu den Vorläuferfertigkeiten
5.2. Die mathematischen Vorläuferfertigkeiten
5.3. Wie können die mathematischen Vorläuferfertigkeiten gefördert werden?
6. Kooperation zwischen Volksschule und Kindergarten – Zusammenarbeit ist der Erfolg
6.1. Formen der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule
6.2. Kooperation von Volksschule und Kindergarten einer Gemeinde
6.3. Ablauf der Schulanfängerbesuche
6.4. Ablauf des Schnupper- und Informationsnachmittages
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule mit einem besonderen Fokus auf die mathematischen Vorläuferfertigkeiten. Ziel ist es, Definitionen von Schulfähigkeit zu analysieren, die Bedeutung von Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen aufzuzeigen und Strategien für eine kindgerechte Übergangsgestaltung zu entwickeln.
5.2. Die mathematischen Vorläuferfertigkeiten
Als spezifische Vorläuferfertigkeiten kann das mengen- und zahlenbezogene Vorwissen bezeichnet werden. Hierzu gehören laut Christiani (2004, S. 59):
„- Seriation (z.B. nach Größe ordnen),
- Mengenvergleichen (z.B. In welcher Reihe sind mehr?),
- Längenvergleichen (z.B. Welche Reihe ist länger?),
- Zählfertigkeiten (z.B. rückwärts zählen, weiter zählen),
- Zahlwissen (z.B. Zahlkarten zuordnen),
- Rechenfertigkeiten (z.B. einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben).“
Lorenz (vgl. Lorenz, 2005, S. 33) bezeichnet als Vorläuferfertigkeiten für den Mathematikunterricht zum einen die für den Umgang mit Zahlen und Rechenoperationen kognitiven Faktoren und zum anderen die Entwicklung der pränumerischen Kompetenzen. Er fasst die Vorläuferfertigkeiten in zwei unterschiedlichen Aufgabengebieten zusammen.
Aufgaben für wesentliche kognitive Faktoren
- Visuelle Differenzierung: Es geht um das Heraussuchen von einem visuell gleichen Gegenstand aus leicht veränderten Gegenständen; hierbei müssen die Kinder auch kleine Details beachten. Das vorgegebene Bild ist zu suchen, wobei verschiedene Alternativen zusammen mit einer richtigen Lösung vorgegeben werden.
- Figur-Grund-Diskrimination: Drei ineinander gezeichnete Gegenstände werden dem Kind präsentiert, und es muss aus sechs Alternativen herausfinden, welche Objekte gezeichnet wurden. Gefordert ist hierbei die Figur-Grund-Diskrimination, die später bei der Bearbeitung von Arbeitsblättern, Schulbuchseiten und dem Tafelbild verlangt wird.
EINLEITUNG: Die Autorin legt die Intention der Arbeit dar, Schulfähigkeit zu definieren, die mathematische Frühförderung zu beleuchten und Konzepte für die Kooperation zwischen Schule und Kindergarten zu entwickeln.
1. Geschichte des österreichischen Schulwesens: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss von der Schulreform Maria Theresias bis zum modernen österreichischen Schulgesetz.
2. Geschichte des Kindergartens in Österreich: Der Text beschreibt die Entwicklung von den ersten Kleinkinder-Bewahranstalten im 19. Jahrhundert bis hin zum heutigen Bildungsrahmenplan für elementare Bildungseinrichtungen.
3. Transitionstheorie – Kritische Lebensereignisse: Hier werden die komplexen Wandlungsprozesse beim Übergang vom Kindergarten zum Schulkind auf individueller, interaktionaler und kontextueller Ebene erläutert.
4. Anforderungen und notwendige Kompetenzen des Kindes beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule: Dieses Kapitel thematisiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schulpflicht sowie die verschiedenen Basiskompetenzen emotionaler, sozialer, motorischer und kognitiver Art.
5. Mathematische Vorläuferfertigkeiten: Es werden die Grundlagen mathematischer Kompetenzentwicklung bei Kindern sowie spezifische Aufgabenbereiche wie visuelle Differenzierung und mengenbezogenes Vorwissen detailliert beschrieben.
6. Kooperation zwischen Volksschule und Kindergarten – Zusammenarbeit ist der Erfolg: Dieser Abschnitt widmet sich den notwendigen Strukturen für einen bruchlosen Übergang, inklusiv praktischer Beispiele für Kooperationsformen und Kalenderplanungen.
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Autorin resümiert die positiven Erfahrungen aus den Schulanfängerbesuchen und betont die Notwendigkeit des partnerschaftlichen Austauschs aller beteiligten Akteure.
Schulfähigkeit, Übergang, Volksschule, Kindergarten, mathematische Vorläuferfertigkeiten, Kooperation, Bildungsrahmenplan, Schulanfänger, Frühförderung, Transition, Basiskompetenzen, Elternarbeit, Schulanfängerbesuche, Pädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule und wie dieser Prozess für alle Beteiligten kindgerecht und erfolgreich gestaltet werden kann.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Bildungsinstitutionen, die theoretischen Hintergründe von Transitionen sowie die Förderung mathematischer Vorläuferfertigkeiten durch Kooperation und gezielte Frühförderung.
Das Ziel ist es, Schulfähigkeit zu definieren, die Bedeutung der mathematischen Vorläuferfertigkeiten herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie eine Kooperation zwischen Kindergarten und Schule die Bildungsqualität verbessern kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der deskriptiven Darstellung eines praktischen Projekts zur Kooperation zwischen einem Kindergarten und einer Volksschule.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erläuterungen zur Transition, Anforderungen an die Schulfähigkeit, eine detaillierte Auseinandersetzung mit mathematischen Vorläuferfertigkeiten und die konkrete Beschreibung der praktischen Zusammenarbeit.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulfähigkeit, Transition, mathematische Vorläuferfertigkeiten, Kooperation und die Gestaltung der Übergangsphase.
Mathematik beginnt weit vor der Schule durch das Erleben von Mustern, Zahlen und Mengen im Alltag. Diese Vorläuferfertigkeiten bilden die kognitive Basis für das spätere mathematische Verständnis.
Eltern spielen eine zentrale Rolle, indem sie den natürlichen Lernwillen des Kindes fördern, Regelmäßigkeit in den Alltag bringen und eine positive Einstellung zur Schule vermitteln, ohne das Kind zu unterfordern oder Ängste zu schüren.
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