Bachelorarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Ausgangssituation – Problemstellung
2.1 Einordnung in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang
2.2 Dimensionen der UN-BRK
2.3 Behinderung
2.4 Eingliederungshilfe am Befragungsstandort Kloster Dobbertin
2.5 Inklusion und Ambulantisierung
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Die UN-Behindertenrechtskonvention
3.2 Rückschläge bei der Umsetzung aus heutiger Sicht
3.3 Weitere Forderungen der BRK-Allianz
3.4 Die Notwendigkeit der Professionalisierung
3.5 Selbstverständnis und Perspektivwechsel
4. Hypothesenbildung
5. Methodisches Vorgehen
5.1 Wahl der Methode und Ziel der Befragung
5.2 Erstellung des Fragebogens
5.3 Auswahl der zu befragenden Personen
6. Die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH
6.1 Historische Entwicklung auf dem Weg zur Assistenz
6.2 Soziale Arbeit und Qualitätsmanagement in der Behindertenhilfe
7. Ergebnisdarstellung
7.1 Ausführungen zu den einzelnen Fragen
7.2 Zusammenfassung der Erhebungsergebnisse
8. Interpretation und Bewertung der Ergebnisse
8.1 Rückschlüsse und Tendenzen
9. Zusammenfassung der Interpretation und Bewertung
9.1 Anregungen für Mitarbeitende in den einzelnen Bereichen
9.1.1 Mitarbeitende in Führungspositionen
9.1.2 Mitarbeitende im Wohn- und Werkstattbereich
9.1.3 Allgemeine Empfehlungen
10. Rückblick
11. Resümee
12. Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand und die zukünftigen Anforderungen an die Behindertenhilfe unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), wobei die Professionalisierung und das Selbstverständnis des Personals am Beispiel der Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH analysiert werden.
Die Notwendigkeit der Professionalisierung
Ein neues Verständnis und sich veränderndes Bild von professionellem Handeln im Umgang mit Menschen mit Behinderungen macht eine Betrachtung der Professionalität als solcher zwingend notwendig. Was genau die Profession ausmacht und wie viel Theorie notwendig ist, um praktisch qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich u. a. die Sozialarbeitswissenschaft und die Sozialforschung. Das Konzept der Lebenswelt- oder Alltagsorientierung, nach dem ein Mensch als Ganzes und im Kontext der ihn umgebenden Umweltbedingungen gesehen werden sollte, ist nur einer von vielen Denkansätzen auf diesem Gebiet. Nach Grunwald und Thiersch (2011) sieht die lebensweltorientierte Soziale Arbeit „AdressatInnen in ihrem Leben bestimmt durch die Auseinandersetzungen mit ihren alltäglichen Lebensverhältnissen.“ (Grunwald & Thiersch, 2011, S. 854 ff.). Ausgehend davon beschäftigt sich die Literatur mit dem vermeintlichen Zwiespalt zwischen Professionalität und Mitmenschlichkeit. Das eine schließe das andere jedoch nicht aus: „Als ob Mitmenschlichkeit, Natürlichkeit, gesunder Menschenverstand und Fachkompetenz unvereinbare Gegensätze wären!“ (Pörtner 2007, S. 95 ff.).
Professionalität werde leider oft mit Rechthaberei und Bedenkenlosigkeit verwechselt. (ebd., zit. nach Irblich, 1999). Im Umkehrschluss kann dies ungewolltes Misstrauen zur Folge haben. Es besteht dadurch offensichtlich eine Gefahr der „Fehlinterpretation“ der Forderung nach Professionalität. Pörtner formuliert diesen Zusammenhang wie folgt: „Für die Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung ist Professionalität erforderlich, damit Mitmenschlichkeit zum Tragen kommen kann, und Mitmenschlichkeit ist die Voraussetzung, um professionell handeln zu können.“ (Pörtner, 2007, S. 95/ Hervorheb. i. O.).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Wandel der Behindertenhilfe im Kontext der UN-BRK und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den aktuellen Entwicklungsstand und die Anforderungen an die Behindertenhilfe abzubilden.
2. Ausgangssituation – Problemstellung: Das Kapitel thematisiert den Paradigmenwechsel bei der Betrachtung von Behinderung und beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Inklusion in Deutschland.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden die UN-BRK, die Rolle der BRK-Allianz und die notwendige Professionalisierung sowie die theoretischen Ansätze der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit diskutiert.
4. Hypothesenbildung: Es werden Hypothesen basierend auf theoretischen Aspekten und bisherigen Erfahrungen aufgestellt, um die Fragestellungen für die anonyme Mitarbeiterbefragung zu strukturieren.
5. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die Kombination quantitativer und qualitativer Methoden sowie die Gestaltung und Auswahl des Befragungskreises im Unternehmen.
6. Die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH: Es erfolgt ein historischer Abriss des Trägers und eine Einordnung der Sozialen Arbeit sowie des Qualitätsmanagements in der Behindertenhilfe.
7. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung werden deskriptiv ausgewertet und in Kontext zur Gesamtorganisation gesetzt.
8. Interpretation und Bewertung der Ergebnisse: Basierend auf den erhobenen Daten findet eine kritische Reflexion der Ergebnisse und ein Abgleich mit den Hypothesen statt.
9. Zusammenfassung der Interpretation und Bewertung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus konkrete Anregungen für verschiedene Unternehmensbereiche ab.
10. Rückblick: Ein retrospektiver Blick auf den Verlauf der Arbeit fasst die zentralen Argumentationslinien und die gewonnenen Erkenntnisse aus der Untersuchung zusammen.
11. Resümee: Hier wird ein kritisches Fazit gezogen und die Notwendigkeit unterstrichen, gesetzliche und strukturelle Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion zu schaffen.
12. Ausblick: Der Ausblick zeigt auf, wie durch Transparenz und regelmäßige Befragungen die Inklusion weiter vorangetrieben werden kann.
UN-Behindertenrechtskonvention, Behindertenhilfe, Inklusion, Ambulantisierung, Professionalisierung, Selbstbestimmung, Diakoniewerk Kloster Dobbertin, Mitarbeiterbefragung, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Teilhabe, Barrierefreiheit, Qualität, Assistenz, Strukturwandel.
Die Bachelorarbeit behandelt die neuen Anforderungen an die Behindertenhilfe in Deutschland, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben, und untersucht diese exemplarisch an einem diakonischen Träger.
Zentrale Themen sind der Wandel vom Fürsorgegedanken hin zur Inklusion, die Professionalisierung der Mitarbeiter, der Abbau stationärer Strukturen und die Förderung der Selbstbestimmung der Klienten.
Ziel ist es, den Stand der Umsetzung der Leitgedanken der Inklusion innerhalb der Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH durch eine Mitarbeiterbefragung zu erfassen und Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden in Form einer anonymen Mitarbeiterbefragung, ergänzt durch eine theoretische Literaturanalyse und die historische Aufarbeitung des Standortes.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Hypothesenbildung, das methodische Vorgehen bei der Befragung, die Vorstellung des Unternehmens und die detaillierte Ergebnisdarstellung samt Interpretation.
Schlüsselbegriffe sind insbesondere UN-BRK, Inklusion, Selbstbestimmung, Professionalisierung, Assistenz und soziale Teilhabe.
Die Mehrheit der befragten Mitarbeiter bewertet die Qualität ihrer Einrichtung hinsichtlich der selbstbestimmten Teilhabe der Klienten am gesellschaftlichen Leben durchschnittlich mit der Note 3.
Der imaginäre Rollentausch dient als psychologisches Instrument, um die Bereitschaft der Mitarbeiter zur kritischen Reflexion über stationäre Wohnformen und die eigene Arbeitssituation zu testen.
Das Unternehmen dient als Praxisbeispiel, da es ein breites Spektrum an stationären und ambulanten Angeboten abdeckt und sich im Transformationsprozess hin zu inklusiveren Strukturen befindet.
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