Masterarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Comic
2.1.1 Sequenzielle Kunst als Zeichensystem − Das Wesen des Comic
2.1.2 Vermittlung von Information
a Bewegung
b Raum
c Zeit
d Sprache, Schrift und Bild
2.1.3 Autobiografische Comics
2.2 Autobiografie
2.2.1 Versuch einer Definition
2.2.2 Gattungstheorie
a Das hermeneutische Konzept
b Das sozialgeschichtliche Konzept
c Das psychologische Konzept
2.2.3 Inszenierte Authentizität
2.2.4 Erzähltypen: Bekenntnis, Erzählung und Bericht
3 Das Autobiografische in „Persepolis“
3.1 Analyse
3.1.1Aufbau und Handlung
3.1.2 Bewegung
3.1.3 Raum
3.1.4 Zeit
3.1.5 Sprache, Schrift und Bild
3.2 Der autobiografische Zugang
4 Fazit
Diese Arbeit untersucht die narrativen Mittel und die spezifische Erzählweise im Comic-Medium am Beispiel von Marjane Satrapis Werk „Persepolis“, um zu klären, inwiefern es sich um eine Autobiografie handelt und welche comicspezifischen Techniken dabei zur Vermittlung autobiografischer Aspekte eingesetzt werden.
2.1.1 Sequenzielle Kunst als Zeichensystem − Das Wesen des Comic
Der Comic wurde in seiner langen Geschichte immer wieder auf unterschiedliche Weise definiert. Bis zur Entstehung eines modernen Comicbegriffs, wie wir ihn heute kennen, hat das Medium einen weiten Weg zurückgelegt. Seine Anfänge werden von verschiedenen Forschungsstandpunkten unterschiedlich festgemacht, doch als eigenständiges Medium fungiert der Comic erst seit den 1890er Jahren. Zu dieser Zeit entstand in Nordamerika eine Reihe von Zeitungspublikationen, die den Comic in der Form, wie wir ihn heute kennen, förderten und sich seiner als Unterhaltungsmittel für ein breites Publikum bedienten. Die Wurzeln von dem, was heute als Comic verstanden wird, liegen also größtenteils in den damaligen amerikanischen Veröffentlichungen. Der europäische Comic kann zwar auf eine eigene Tradition zurückgreifen, doch ihre moderne Ausprägung ist eine Art „Re-Import aus den USA“.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Erzählweise von „Persepolis“ und der methodischen Herangehensweise.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Definition des Comics und der literaturwissenschaftlichen Konzepte zur Autobiografie.
3 Das Autobiografische in „Persepolis“: Detaillierte Analyse des Werkes unter Anwendung erzähltheoretischer Ansätze zur Comic-Struktur und zum autobiografischen Zugang.
4 Fazit: Zusammenfassung der Erkenntnisse über die Verbindung von Comic-Stil und autobiografischer Selbstdarstellung.
Persepolis, Marjane Satrapi, Autobiografie, Comic, Sequenzielle Kunst, Erzähltheorie, Bildsprache, Autofiktion, Inszenierung, Authentizität, Raumdarstellung, Zeitdarstellung, Identität, Coming-of-age, Panel
Die Arbeit befasst sich mit dem autobiografischen Erzählen im Medium Comic, illustriert am Beispiel von Marjane Satrapis „Persepolis“.
Die zentralen Felder sind die erzähltheoretische Analyse von Comics sowie die literaturwissenschaftliche Gattungsbestimmung von Autobiografien.
Ziel ist es zu klären, ob es sich bei „Persepolis“ um eine Autobiografie handelt und mit welchen spezifischen Mitteln das autobiografische Ich konstruiert wird.
Die Autorin nutzt erzähltheoretische Ansätze, insbesondere das Modell von Martin Schüwer, um die grafischen und narrativen Elemente systematisch zu analysieren.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen zum Comic und zur Autobiografie aufgestellt als auch die praktische Anwendung dieser Theorien auf Satrapis Werk vollzogen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Autobiografie, Sequenzielle Kunst, Inszenierung, Authentizität, Bildsequenz und Erzählimpuls.
Sie betrachtet ihn als ein Werk, das durch grafische Mittel eine „konstruierte Wahrheit“ vermittelt und sich stärker als inszeniertes Kunstwerk denn als historisches Protokoll begreift.
Die Textkästen dienen als erläuternde Instanz, die das Wissen der erwachsenen Erzählerin mit der erlebten Kindheit der Protagonistin verknüpft und so den autobiografischen Pakt stützt.
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