Fachbuch, 2014
88 Seiten
Malinche
Die Gefährtin des spanischen Eroberers
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert das Leben und Wirken der historischen Figur Malinche, einer indigenen Frau, die im 16. Jahrhundert durch ihre Rolle als Dolmetscherin und Geliebte des spanischen Konquistadors Hernán Cortés zur Schlüsselfigur der Eroberung des Aztekenreiches wurde.
Die Gefährtin des spanischen Eroberers
Zur berühmtesten Ureinwohnerin Lateinamerikas im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Indianerin Malinche (1505–um 1529), indianisch Malintzin Tenepal oder Malinalli genannt und von den Spaniern auf den Namen Dona Marina getauft. Die kluge Aztekin stieg von der Sklavin der Maya-Indianer zur Geliebten des spanischen Eroberers Hernán Cortés (1485–1547) auf. Ohne ihre Hilfe hätte Cortés Mexiko nicht so leicht in seine Gewalt bringen können. Denn sie lieferte ihm wichtige Informationen und gewann die Feinde der Azteken als Verbündete für die Spanier.
Hernán Cortés kam 1485 in Medellin im Königreich Kastilien und León zur Welt. Seine Eltern gehörten dem niederen spanischen Adel an und waren nicht mit Reichtümern gesegnet. Seine Mutter war entfernt mit dem spanischen Konquistador Francisco Pizarro (1478–1541) verwandt, der ab 1531 das Inkareich in Peru eroberte und 1535 Lima gründete.
Ab dem Alter von 14 Jahren studierte Cortés an der Universität Salamanca Rechtswissenschaft. Aber nach zwei Jahren brach er dieses Studium ab und kehrte nach Medellin zurück. Die zwei Jahre in Salamanca und seine späteren Erfahrungen als Notar machten ihn mit der kastilischen Rechtsordnung vertraut. Danach trat er in den Kriegsdienst und schiffte sich 1504 nach Westindien ein. Dort arbeitete er bei dem mit ihm verwandten Statthalter von Hispaniola, Nicolás de Ovando.
Malinche: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung der Figur ein, beleuchtet ihre Herkunft sowie die frühen Begegnungen mit Hernán Cortés, die ihren Aufstieg zur Dolmetscherin und Vertrauten begründeten.
Die Gefährtin des spanischen Eroberers: Hier wird der Hintergrund von Hernán Cortés beleuchtet, von seiner Herkunft in Spanien über seine frühe Karriere in der Neuen Welt bis hin zu seiner entscheidenden Expedition, bei der er auf Malinche traf.
Malinche, Hernán Cortés, Aztekenreich, Konquista, Tenochtitlán, Moctezuma II., Dolmetscherin, Tlaxcalteken, Spanische Eroberung, Geschichte Mexikos, Doña Marina, Kolonisation, Mesoamerika, Pocken-Epidemie, Cuauhtémoc.
Die Arbeit befasst sich mit dem Leben der Malinche, ihrer Rolle während der Eroberung Mexikos durch die Spanier sowie der wechselvollen Geschichte des Aztekenreiches unter Hernán Cortés.
Die zentralen Themen sind die kulturelle und sprachliche Vermittlung durch Malinche, die militärische Eroberung der Azteken durch spanische Truppen und die komplexen Bündnispolitiken mit einheimischen Völkern wie den Tlaxcalteken.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Malinche als Dolmetscherin und die strategischen Entscheidungen von Cortés zu beleuchten, die den Fall der Hauptstadt Tenochtitlán maßgeblich beeinflussten.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf zeitgenössischen Berichten, Chroniken wie denen von Bernal Díaz del Castillo und der Auswertung historischer Dokumente basiert.
Der Hauptteil behandelt die Reise von Cortés, die Begegnung mit den indigenen Völkern, die Belagerung Tenochtitláns sowie die späteren Feldzüge und die politische Neuordnung Neuspaniens.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Malinche, Cortés, Aztekenreich, Konquista, Tenochtitlán und kulturelle Identität charakterisiert.
Sie fungierte als entscheidende Dolmetscherin, da sie sowohl Nahuatl als auch die Sprache der Maya beherrschte und so die Kommunikation zwischen den Spaniern und den aztekischen Gesandten erst ermöglichte.
Cortés musste infolge eines Aufstandes, der durch das Massaker von Pedro de Alvarado an aztekischen Würdenträgern ausgelöst wurde, in der sogenannten „Noche Triste“ unter großen Verlusten aus der Stadt fliehen.
Ihre Wahrnehmung schwankt zwischen der „Verräterin am eigenen Volk“ (malinchismo) und der „Mutter der Nation“ bzw. des ersten Mestizen, abhängig von der jeweiligen politischen Interpretation im Laufe der mexikanischen Geschichte.
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