Masterarbeit, 2011
130 Seiten, Note: 1,0
1 Aufblende
2 Die zeitliche Dimension der Narration
2.1 Audiovisualität als narrative Qualität
2.1.1 Die dramaturgische Zeitstruktur
2.1.1.1 Etablierte Zeitwechsel
2.1.1.2 Nonlinearität
2.2 Kognitive Verstehensprozesse
3 Spielfelder des Nonlinearen
3.1 Filmisches Erzählen
3.2 Serielles Erzählen
4 ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND
4.1 Die Story
4.1.1 Main-Story: Joel und Clementine
4.1.2 Nebenhandlung: Lacuna
4.2 Analyse der Zeitverhältnisse
4.2.1 Nonlinearität durch Fragmentierung und Dramaturgiemix
4.2.2 Multiple Ebenen durch Flashbacks
4.2.3 Nonlinearität im Detail
4.2.4 Innerdiegetische Orientierungspunkte
4.3 Die Rezeption als temporale Odyssee
5 Nonlinearität in Serie: LOST
5.1 Der Story-Komplex
5.2 LOST in Narration
5.2.1 Narrative Komplexität
5.2.2 LOST in Zeit und Raum
5.2.2.1 Zeitverschiebungen durch temporale Rückgriffe
5.2.2.2 Verwendung der zukünftigen Zeitebene
5.2.2.3 ‚Unstuck in time‘
5.2.2.4 Die alternative Zeitlinie
5.2.2.5 Ebene des Unterbewusstseins
5.2.2.6 Cues der Orientierung
5.3 Vom Beobachter zum Analytiker: die LOST-Rezipienten
6 Vergleichende Analyse
7 Abblende
Die Arbeit untersucht, wie sich medienspezifische Unterschiede auf die Erzählformen in Film und TV-Serie auswirken. Das primäre Ziel ist es, die Umsetzung von Nonlinearität in beiden Medien aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf die kognitiven Prozesse der Rezeption zu analysieren.
2.1.1.2 Nonlinearität
Die konventionellen Formen der Anachronien sind aufgrund ihrer Geläufigkeit und ihrer Einbindung in die Geschichte als Erinnerungen bzw. hellseherische Fähigkeiten nicht das, was hier unter nonlinearer Narration verstanden wird. Vielmehr zeichnen sich nonlineare audiovisuelle Produkte durch die Besonderheit aus, dass sie die etablierte lineare Erzählweise aushebeln und das konventionelle Zeitkonzept in Frage stellen. Dies tun sie, indem sie Plot-Anordnungen konstruieren, die von Story-Chronologien abweichen und nicht mit der innerdiegetischen Zeit spielen, wie es Analepse und Prolepse tun, sondern mit der Darstellung ebendieser. Im narratologischen Sinne kann man von einer Dekonstruktion der Geschichte sprechen. Es handelt sich demnach um Strategien, die sich von dem, was Bordwell unter klassischer Hollywood Narration versteht, grundlegend unterscheiden. Mit Hilfe dieser Strategien wird eine Zeitlichkeit konstruiert, die den Sinnen sonst verborgen bleibt (vgl. Volland 2009, 131). Nicht lineare Verfahren machen durch das Spielen mit Zeitstrukturen „Zeit mit allen dem Medium zur Verfügung stehenden Mitteln sichtbar und spürbar“ (Seeßlen 2004, 102), wodurch auch die Konstruktion ebendieser und dadurch die Materialität des audiovisuellen Gegenstandes deutlich wird.
1 Aufblende: Einführung in das Thema der zeitlichen Struktur von Erzählungen und die Tendenz zum nicht linearen Erzählen in Film und Fernsehen.
2 Die zeitliche Dimension der Narration: Grundlagen des Erzählens und der Definition von Zeit, unterteilt in diegetische Narration und kognitive Prozesse.
3 Spielfelder des Nonlinearen: Untersuchung der Unterschiede zwischen filmischem und seriellem Erzählen hinsichtlich ihrer zeitlichen Rahmenbedingungen.
4 ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND: Detailanalyse des Films als Beispiel für innovative Zeitfiguren und fragmentierte Narration.
5 Nonlinearität in Serie: LOST: Analyse der TV-Serie als hochkomplexes Narrativ mit vielfältigen Zeitverschiebungen.
6 Vergleichende Analyse: Synthese der Ergebnisse zur medienspezifischen Umsetzung von Nonlinearität und den Anforderungen an die Zuschauer.
7 Abblende: Reflektion der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Relevanz nicht linearer Erzählweisen.
Nonlinearität, Narration, Film, Fernsehserie, Zeitstruktur, Plot, Story, Rezeption, Kognition, Zeitverschiebung, Fragmentierung, Multiperspektivität, Flashback, Flashforward, narrative Komplexität.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Erzählformen, die vom klassischen, linearen Zeitverständnis abweichen, und analysiert deren Umsetzung in Film und Fernsehen.
Die zentralen Themen sind die temporale Struktur von Filmen und Serien, die Konstruktion von Plots sowie die kognitiven Anforderungen an die Rezipienten.
Ziel ist es, die medienspezifischen Unterschiede in der Umsetzung von Nonlinearität aufzuzeigen und die Auswirkungen dieser Dramaturgie auf die Bedeutung und Rezeption der Erzählungen zu verdeutlichen.
Die Arbeit nutzt Ansätze der Narratologie, insbesondere der neoformalistischen Filmanalyse nach Bordwell, um Story-Plot-Verhältnisse und Zeitfiguren zu analysieren.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen gelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Films "ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND" und der TV-Serie "LOST".
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nonlinearität, narrative Komplexität, Zeitmanipulation und Rezeptionsforschung charakterisieren.
LOST wird als Beispiel gewählt, weil die Serie durch die Verschachtelung zahlreicher Zeitebenen, wie Flashbacks, Flashforwards und alternative Zeitlinien, hohe Anforderungen an die Gedächtnisleistung und Analysefähigkeit der Zuschauer stellt.
Während Filme meist abgeschlossene, überschaubare zeitliche Einheiten bilden, ermöglichen Serien durch ihren größeren Umfang und die episodische Struktur eine komplexere, über lange Zeiträume entfaltete, fragmentierte Erzählweise.
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