Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
3. Semiotik und Strukturalismus: Arbitraritätsgrade des sprachlichen Zeichens → Peirce und Saussure
3.1. Semiotik – Ch. S. Peirces Zeichenlehre
3.2. Strukturalismus – Onomatopoetika als Herausforderer von Saussures Arbitraritätsprinzip
4. Kognitive Linguistik und Psychoakustik
4.1. Kognitionswissenschaftliche Grundlagen
4.2. Psychoakustik – Kognitive Reizverarbeitung von Schällen
5. Genese und morphologische Eigenheiten von Onomatopoetika – Verhältnis zwischen Ikonizität und Symbolik/ Konzeptualität und Formgebung
6. Schallverben
6.1. deutsche (Kategorisierungsparameter nach C. Lehmann)
6.2. französische
6.3. Zusammenfassung
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht Onomatopoetika im theoretischen Sprachsystem und deren Bedeutung für den Charakter des Französischen im Vergleich zum Deutschen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie schallbezeichnende Verben die Schnittstelle zwischen Sprach- und Wahrnehmungssystem bilden, wobei kognitionswissenschaftliche und psychoakustische Perspektiven als Gegengewicht zu traditionellen sprachtheoretischen Ansätzen dienen.
3. Semiotik
Die in der Linguistik uneinheitlichen terminologischen Bezeichnungen für sprachliche Formgestaltung und mentale Vorstellung zeigt, wie komplex die Herausforderung ist, die Tiefen dieses Verhältnisses zu erforschen und wie viele Herangehensweisen dafür möglich sind. In der strukturalistischen Tradition existiert natürlich das Begriffspaar de Saussures, signifiant und signifié, wofür die Bezeichnungen Ausdruck und Inhalt nach Louis Hjelmslev als deutsches Pendant angesehen werden. Dieser abstrakten und isolierenden Vorstellung des sprachlichen Zeichens stehen Modelle gegenüber, die die außersprachliche Realität einbeziehen, so zum Beispiel das semiotische Dreieck von Ogden und Richards.
Sprachtheoretische Modelle sind in der Geschichte der Sprachwissenschaft viele vorgeschlagen worden, und jedem liegt mehr oder weniger bewusst ein bestimmtes Verständnis von Zeichenübertragung zugrunde. Um sich der sprachlichen Zeichenübertragung und deren Grenzfall Onomatopoetikum anzunähern, ist es demnach hilfreich, sich zunächst zeichentheoretische Grundlagen anzusehen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Onomatopöie innerhalb der Sprachwissenschaft und führt die Fragestellung ein, ob onomatopoetische Phänomene eher idealistisch sprachtheoretisch oder kognitionslinguistisch zu erfassen sind.
2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, Onomatopoetika sowohl systemtheoretisch als auch kognitionswissenschaftlich zu untersuchen und dabei einen kontrastiven Vergleich zwischen dem Französischen und Deutschen durchzuführen.
3. Semiotik und Strukturalismus: Arbitraritätsgrade des sprachlichen Zeichens → Peirce und Saussure: Hier werden die zeichentheoretischen Grundlagen gelegt, indem Peirce’s Differenzierung der Zeichenarten und Saussures strukturalistische Sprachauffassung im Kontext der Onomatopoetika diskutiert werden.
4. Kognitive Linguistik und Psychoakustik: Das Kapitel erläutert, wie das menschliche Gehirn perzeptuelle Reize kategorisiert und welche Rolle die Psychoakustik bei der Interpretation von Schallereignissen spielt.
5. Genese und morphologische Eigenheiten von Onomatopoetika – Verhältnis zwischen Ikonizität und Symbolik/ Konzeptualität und Formgebung: Es werden die Formcharakteristika onomatopoetischer Wörter untersucht und deren Sonderstatus im Spannungsfeld zwischen Ikonizität und Symbolik beleuchtet.
6. Schallverben: Der empirische Hauptteil analysiert deutsche und französische Schallverben anhand physikalisch-auditorischer Parameter und ihrer morphologischen Korrelate.
7. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die Ergebnisse der kontrastiven Studie und regt weiterführende interdisziplinäre Forschung an, insbesondere im Hinblick auf kulturanthropologische Einflüsse.
Onomatopöie, Schallverben, Semiotik, Ikonizität, Arbitrarität, Kognitive Linguistik, Psychoakustik, Sprachvergleich, Strukturale Linguistik, Lautmalerei, Zeichenübertragung, Phonologie, Morphologie, Sprachgenese, Kontrastive Linguistik
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Onomatopöie, speziell onomatopoetische Verben, aus einer linguistischen Perspektive, wobei ein besonderer Fokus auf dem kontrastiven Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Französischen liegt.
Die zentralen Themen sind Semiotik, kognitive Linguistik, Psychoakustik sowie die strukturalistische Sprachbetrachtung im Hinblick auf Ikonizität und Symbolik.
Das Ziel ist es, Onomatopoetika sowohl in ihrer Rolle innerhalb theoretischer Sprachsysteme zu erfassen als auch ihre Bedeutung für den Charakter einer spezifischen Sprache anhand kontrastiver Analysen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Abgleich zwischen zeichen- und sprachtheoretischen Traditionen sowie kognitionswissenschaftlichen und psychoakustischen Forschungsansätzen, ergänzt durch eine empirische Untersuchung anhand von Kategorisierungsparametern nach Christian Lehmann.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Semiotik, Strukturalismus, kognitive Linguistik) erarbeitet, gefolgt von einer Analyse der Genese und morphologischen Funktionen von Onomatopoetika, bevor ein empirischer Vergleich deutscher und französischer Schallverben folgt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Onomatopöie, Schallverben, Ikonizität, Arbitrarität, Kognitive Linguistik und Kontrastive Linguistik.
Das Arbitraritätsprinzip postuliert das völlige Fehlen einer natürlichen Verbindung zwischen Signifikat und Signifikant. Da Onomatopoetika jedoch eine (tendenziell) direkte, ikonische Verbindung aufweisen, stellen sie Saussures Theorie vor Erklärungsbedarf.
Die Psychoakustik dient als neutrales Untersuchungsgebiet, um die physiologische Wirkung von Schall auf das interpretierende Subjekt zu beleuchten und so die ikonischen Wurzeln von Wortstrukturen freizulegen.
Das Deutsche nutzt hierfür oft qualitative Phonemveränderungen, während im Französischen eher eine quantitative Silbenerweiterung oder das Einsetzen spezifischer Formative zu beobachten ist.
Die Belebtheitshierarchie beeinflusst die Semantik von Schallverben, da Schallverben für belebte (menschliche) Subjekte eher symbolisch und weniger rein ikonisch sind als solche für unbelebte Schallquellen.
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