Bachelorarbeit, 2013
104 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Humor
2.2 Komik
2.3 Lachen
3. Komiktheorien
3.1 Inkongruenztheorie
3.2 Aggressions- bzw. Überlegenheitstheorie
3.3 Entspannungs- bzw. Abfuhrtheorie
4. Methodische Vorgehensweise
4.1. Eine Einführung in die multimodale Analyse
4.2. Der Analysekorpus
5. The Office
5.1. Einordnung
5.2. Entstehung und Entwicklung
5.3. Abriss von The Office
6. Stromberg
6.1. Einordnung
6.2. Entstehung und Entwicklung
6.3. Abriss von Stromberg
7. Analyse von Komik-Konzepten
7.1. The Office - Analyse
7.1.1 David Brent
7.1.2 Authentizität in The Office
7.1.3 Tragikomik in The Office
7.1.4 Fremdscham in The Office
7.2. Stromberg
7.2.1 Bernd Stromberg
7.2.2 Authentizität in Stromberg
7.2.3 Tragikomik in Stromberg
7.2.4 Fremdscham in Stromberg
8. Interkulturelle Komik-Konzepte
8.1. Wie kulturspezifisch ist Komik?
8.2. Typisch deutsch vs. typish englisch
8.2.1 Typisch deutsch
8.2.1.1 Mentalitätshintergrund des deutschen Humors
8.2.1.2 Archetypen und Ausdrucksformen deutscher Komik
8.2.1.2.1 Exkursion: Die Schildbürger
8.2.1.3 Deutsche Komik im 20. und 21. Jahrhundert
8.2.2 Typisch englisch
8.2.2.1 Mentalitätshintergrund des englischen Humors
8.2.2.2 Archetypen und Ausdrucksformen englischer Komik
8.2.2.2.1 Bathos
8.2.2.2.2 Exzentrik
8.2.2.2.3 Schwarzer Humor
8.2.2.2.4 Nonsens
8.2.2.2.5 Understatement
8.2.2.3 Englische Komik im 20. und 21. Jahrhundert
8.3. Zusammenfassung
9. The Office vs. Stromberg = typisch englisch vs. typisch deutsch?
10. Fazit
Diese Bachelorarbeit analysiert die interkulturellen Komik-Konzepte der englischen TV-Serie The Office und der deutschen TV-Serie Stromberg, um zu untersuchen, ob ihnen jeweils ein typisch englisches beziehungsweise ein typisch deutsches Komik-Konzept zugrunde liegt.
7.1.1 David Brent
Die transkribierte Szene markiert den Einstieg in das Serienuniversum von The Office. Es ist die erste Szene nachdem Vorspann und nicht nur die Vorstellung der Hauptfigur David Brent, sondern auch die Einführung in einen zentralen Bestandteil der Komik der Serie.
In gräulich-karger Atmosphäre sitzt David Brent, leicht dicklich, die Haare nach hinten gekämmt, ein Bart, der seinen Mund umrundet. Selbstzufrieden und selbstbewusst klickt er, im Fokus der Kamera verharrend, auf seinem Kugelschreiber herum.
„I don’t give shitty jobs“, verkündet er einem daraufhin sichtbar werdenden, aber namenslosen Gegenüber. Er verspricht ihm, seinen Traum erfüllen zu können. Mit dem arroganten Duktus eines großen Fischs, in einem kleinen Teich (vgl. Walters 2005, 52), präsentiert er sich als ein Mann, der Träume wahrmachen kann. Er positioniert sich damit sofort auf einem Podest. Bereits nach wenigen Sekunden bricht dieses unter der Last seines (fingierten) Selbstbewusstseins zusammen, denn die erste Inkongruenz tritt auf. Es wird enthüllt, um welche Art von Traum es sich handelt: Eine Anstellung als Gabelstaplerfahrer. Während Brent sich gebärdet, als wäre selbst der ambitionierteste Wunsch eines Bittstellers nicht zu unrealistisch, um von ihm wahrgemacht zu werden, geht es tatsächlich um eine doch eher ordinäre Tätigkeit. Verstärkt wird die komische Inkongruenz einerseits durch die Gestik, Mimik und Wortwahl Brents, die einerseits nicht mit der üblichen Erwartungshaltung an das Verhalten eines Mannes in seiner Position einhergeht und andererseits so affektiert daherkommt, dass die erst einmal grundsätzliche Annahme von einem möglichst authentischen Verhalten beim jeweiligen Gegenüber, auf komische Weise gebrochen wird.
1. Einleitung: Die Arbeit stellt die beiden Serien "The Office" und "Stromberg" vor und formuliert die Forschungsfrage, ob ihnen jeweils ein typisch englisches bzw. deutsches Komik-Konzept zugrunde liegt.
2. Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine etymologische und theoretische Herleitung der Begriffe Humor, Komik und Lachen zur Etablierung einer gemeinsamen Basis für die Analyse.
3. Komiktheorien: Dieser Abschnitt erläutert die drei zentralen Komiktheorien – Inkongruenztheorie, Aggressions- bzw. Überlegenheitstheorie sowie Entspannungs- bzw. Abfuhrtheorie – als theoretisches Fundament.
4. Methodische Vorgehensweise: Die Arbeit begründet die Entscheidung für eine holistische, multimodale Analyse der ersten Staffeln beider Serien, da diese das Zusammenspiel von Sprache, Bild und Mimik am besten abbildet.
5. The Office: Dieses Kapitel ordnet die Serie in das Genre der Mockumentary ein, skizziert ihre Entstehung bei der BBC und beschreibt die wesentlichen Handlungsstränge der ersten Staffel.
6. Stromberg: Analog zu "The Office" wird die Entstehung und Einordnung von "Stromberg" als deutsche Adaption bzw. eigenständige Comedy-Serie beschrieben und die relevanten Handlungsstränge zusammengefasst.
7. Analyse von Komik-Konzepten: Dieser Hauptteil analysiert exemplarische Szenen beider Serien hinsichtlich der Figurenkomik, Authentizität, des Fremdscham-Faktors und des tragikomischen Potenzials.
8. Interkulturelle Komik-Konzepte: Hier werden Mentalitätshintergründe, Archetypen und historische Entwicklungen des deutschen und englischen Humors gegenübergestellt, um landestypische Muster zu identifizieren.
9. The Office vs. Stromberg = typisch englisch vs. typisch deutsch?: Dieses Kapitel führt die Erkenntnisse der Komikanalyse und der kulturhistorischen Typisierung zusammen, um die Ausgangsfrage zu beantworten.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass beide Serien zwar ihre nationalen Wurzeln nicht verleugnen, aber durch zunehmende Glokalisierung nicht mehr pauschal als rein deutsch oder englisch zu bezeichnen sind.
The Office, Stromberg, Komik-Konzept, Mockumentary, interkultureller Vergleich, Humor, Fremdscham, Authentizität, Tragikomik, multimodale Analyse, David Brent, Bernd Stromberg, deutsche Komik, englische Komik, Glokalisierung.
Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Komik-Konzepte in der britischen Serie "The Office" und ihrem deutschen Pendant "Stromberg" im Kontext ihrer jeweiligen kulturellen Hintergründe.
Neben einer theoretischen Fundierung der Komikforschung bilden die multimodale Analyse spezifischer Szenen, der Vergleich von Identität und Mentalität beider Länder sowie der Aspekt der "Fremdscham" die Schwerpunkte.
Das Ziel ist es, zu klären, ob "Stromberg" lediglich ein Plagiat ist oder ob es sich um eine an die deutsche Lebenswirklichkeit angepasste, eigenständige Weiterentwicklung des "The Office"-Konzepts handelt.
Die Arbeit nutzt eine multimodale Analyse, die neben dem gesprochenen Wort auch bildliche, gestische und paraverbale Zeichenmodalitäten miteinbezieht, um die Komik der Serien fundiert zu entschlüsseln.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von "The Office" und "Stromberg", insbesondere der Figurenkomik der Protagonisten David Brent und Bernd Stromberg sowie der Frage nach Authentizität und Tragikomik.
Wichtige Begriffe sind unter anderem "Mockumentary", "Fremdscham", "kulturelle Identität", "Inkongruenztheorie" und "Glocalisierung".
Der Fremdscham ist ein zentrales Element beider Serien, wobei die Analyse aufzeigt, dass er bei "The Office" oft zum Auslachen des Protagonisten führt, während bei "Stromberg" eine zusätzliche kathartische Ebene für den Zuschauer entsteht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Serien zwar klassische nationale Komikstrategien aufweisen, aber durch den Prozess der Glokalisierung nicht mehr pauschal als nur "typisch deutsch" oder "typisch englisch" klassifiziert werden sollten.
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