Bachelorarbeit, 2014
30 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das CAPM – eine klassische Gleichgewichtstheorie
2.1 Die Herleitung des CAPM
2.2 Die Wertpapierlinie und der Rendite-Risiko-Zusammenhang
2.3 Zentrale Annahmen des CAPM
3. Unternehmensanalyse der Coca-Cola Company
4. Berechnung der Kapitalkosten
4.1 Bestimmung der risikolosen Rendite
4.2 Ermittlung der Risikoprämie
4.3 Schätzung des Risikoparameters Beta
4.4 Durchführung des CAPM
4.5 Sensitivitätsanalyse
5. Das Fama-French-Dreifaktorenmodell
5.1 Eine theoretische Einführung
5.2 Anwendung des Fama-French-Modells
6. Vergleichende Betrachtung ähnlicher Unternehmen
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das primäre Ziel, die Eigenkapitalkosten der Coca-Cola Company mittels des Capital Asset Pricing Models (CAPM) sowie des Fama-French-Dreifaktorenmodells zu berechnen und die Ergebnisse einer vergleichenden Analyse mit Wettbewerbern aus der Getränkebranche zu unterziehen.
2.3 Zentrale Annahmen des CAPM
Die Erkenntnisse des CAPM erscheinen intuitiv einleuchtend, allerdings basiert das CAPM als erklärendes Kapitalmarktmodell auf einer Vielzahl restriktiver Annahmen. An dieser Stelle werden die wichtigsten Annahmen, die zum Teil in der Herleitung des CAPM bereits angeschnitten worden sind, zusammengefasst (Copeland et al. 2008, Damodaran 2010, Perridon et al. 2009):
[A1] Alle Marktteilnehmer sind risikoavers und beabsichtigen den erwarteten Nutzen ihres Vermögens am Ende des einperiodigen Planungshorizontes zu maximieren.
[A2] Investoren agieren auf dem Kapitalmarkt als Preisnehmer und haben homogene Erwartungen bezüglich der Renditen der Wertpapiere, welche eine Normalverteilung aufweisen.
[A3] Es existiert ein für alle Anleger identischer risikoloser Zinssatz, zu dem jeder Investor in unbegrenzter Höhe Anlagen tätigen oder Kredite aufnehmen kann.
[A4] Die Menge der Wertpapiere, die allesamt auf dem Kapitalmarkt gehandelt werden, ist vorgegeben. Darüber hinaus sind alle Wertpapiere beliebig teilbar.
[A5] Im Kapitalmarkt existieren keine Unvollkommenheiten wie Steuern, Regulierungen und Transaktionskosten. Des Weiteren herrscht im Kapitalmarkt Informationseffizienz, sodass jedem Anleger alle relevanten Informationen zeitgleich und kostenlos zu Verfügung stehen.
Diese vereinfachenden Annahmen ermöglichen erst die Herleitung und Entwicklung des CAPM (Copeland et al. 2008, S. 207). Aufgrund dieser zum Teil stark restriktiven und realitätsfremden Annahmen, sind mit der Zeit eine Vielzahl an Modellvarianten und Alternativen entstanden, die mit gelockerten Prämissen versuchen, die Renditeerwartung von Kapitalanlegern zu erklären. Einen solchen alternativen Ansatz stellt die Arbitrage Pricing Theory (APT) von Ross (1976) dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert die Relevanz der Kapitalkostenschätzung und umreißt die methodische Herangehensweise zur Analyse der Coca-Cola Company.
2. Das CAPM – eine klassische Gleichgewichtstheorie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente des CAPM, inklusive der Herleitung der Wertpapierlinie und der zugrunde liegenden Annahmen.
3. Unternehmensanalyse der Coca-Cola Company: Hier wird der Status quo von Coca-Cola als Branchenführer analysiert und Kennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis in den Branchenkontext gesetzt.
4. Berechnung der Kapitalkosten: Dieses Kapitel führt die praktische Anwendung des CAPM aus, von der Wahl der risikofreien Rendite bis hin zur Sensitivitätsanalyse der Parameter.
5. Das Fama-French-Dreifaktorenmodell: Einführung in die Erweiterung des CAPM um die Faktoren Größe und Value, um die Renditeerwartungen präziser zu erklären.
6. Vergleichende Betrachtung ähnlicher Unternehmen: Anwendung der Modelle auf direkte Wettbewerber, um die Sensitivitätsunterschiede zwischen verschiedenen Marktteilnehmern aufzuzeigen.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion darüber, ob das Fama-French-Modell eine überlegene Schätzung gegenüber dem CAPM liefert.
Kapitalkosten, CAPM, Fama-French-Modell, Coca-Cola Company, Marktrisikoprämie, Beta-Faktor, Systematisches Risiko, Eigenkapitalkosten, Unternehmensbewertung, Wertpapierlinie, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Branchenanalyse, Diversifikation, Renditeerwartung, Finanzierungstheorie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schätzung der Eigenkapitalkosten der Coca-Cola Company unter Anwendung moderner finanztheoretischer Modelle wie dem CAPM und dem Fama-French-Dreifaktorenmodell.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Kapitalkostenschätzung, die Unternehmensanalyse in der Erfrischungsgetränkebranche sowie die empirische Anwendung von Kapitalmarktmodellen.
Ziel ist es, die Kapitalkosten für Coca-Cola präzise zu ermitteln und durch einen Vergleich mit Wettbewerbern zu validieren, ob alternative Modelle wie das Fama-French-Modell bessere Erklärungsmuster liefern.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur Theoriebildung sowie quantitative Methoden, insbesondere die lineare Regression zur Bestimmung von Beta-Faktoren und weiteren Modellparametern.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Modelle, eine detaillierte Unternehmensanalyse, die Durchführung der Berechnungen für Coca-Cola und eine vergleichende Analyse gegenüber Konkurrenten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalkosten, Beta-Faktor, Marktrisikoprämie, Fama-French-Modell und Unternehmensbewertung charakterisiert.
Ein Zeitraum von 5 Jahren wurde als optimal erachtet, um einen hinreichenden Datenumfang bei gleichzeitigem hohen Gegenwartsbezug der Risikocharakteristik des Unternehmens zu gewährleisten.
Das KBV dient als wichtiger Indikator für die Einstufung als "Value" oder "Growth" Aktie, was für die korrekte Anwendung und Interpretation des Fama-French-Dreifaktorenmodells essenziell ist.
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