Studienarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 1,2
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Grundlagen zur Projektfragestellung
2.1 Gefahrenabwehrplanung im nuklearen Katastrophenschutz
2.2 Die nukleare Katastrophenschutzübung „Biblis 2008“
2.2.1 Teilziele der nuklearen Katastrophenschutzübung „Biblis 2008“
2.3 Informationstransfer der Stabsarbeit der nuklearen Katastrophenschutzübungen „KKW Biblis“
3 Projektfragestellung und Lösungsvorschlag
4 Kommunikation und Information
4.1 Kommunikation, Information, Koordination und Nutzergruppen
4.2 „Kommunikation“ – eine Begriffsdarstellung
4.3 „Information“ – eine Begriffsdarstellung
5 Kommunikationsmodelle
5.1 Technische Kommunikationsmodelle
5.1.1 Das Kommunikationsmodell von Laswell
5.1.2 Das Kommunikationsmodell von Shannon & Weaver
5.2 Zeichenvorrat und Zeichenverständnis
5.3 Erweiterte Kommunikationsmodelle
5.3.1 Psychosoziale Kommunikationsmodelle - Watzlawik
5.3.2 Psychosoziale Kommunikationsmodelle – Schulz von Thun
5.4 Komplexität der Kommunikation
6 Kommunikationsfallen
6.1 Kommunikationsfallen - Modellkritik
6.2 Kommunikationsfallen in Risikosystemen
7 Kommunikationsrichtungen
7.1 Bidirektionale Kommunikation
7.2 Unidirektionale Kommunikation
8 Risiko- und Risikokommunikation – Begriffsdarstellung
8.1 Risiko
8.2 Risikokommunikation
9 Behördliche Risikokommunikation
9.1 Absichten und Ziele
9.2 Erhöhung der Selbsthilfefähigkeit
9.3 Risikowahrnehmung und –bewertung durch die Bevölkerung
9.4 Formen der Risikokommunikation
10 Krise- und Krisenkommunikation – Begriffsdarstellung
10.1 Krise
10.2 Krisenkommunikation
11 Behördliche Krisenkommunikation
11.1 Absichten und Ziele (äußere Krisenkommunikation)
11.2 Krisenkommunikation in der Gefahrenabwehr(innere Krisenkommunikation)
11.3 Formen behördlicher Krisenkommunikation
11.4 Behördliche Kommunikation mit den Medien im Kreis Bergstraße (Krisenkommunikation)
11.5 Behördliche Kommunikation mit der Bevölkerung im Kreis Bergstraße (Krisenkommunikation)
11.6 Formen der behördlichen Krisenkommunikation
11.7 Vorbereitung der behördlichen Krisenkommunikation
11.8 Durchführungsgrundsätze der behördlichen Krisenkommunikation
12 Die Medien in der Risiko- und Krisenkommunikation
12.1 Bedeutung der Medien
12.2 (Massen)mediale Kommunikation im Krisenfall (Katastrophe)
12.2.1 Fukushima - ein Krisenfall und die Medien
13 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Risiko- und Krisenkommunikation im behördlichen Kontext und entwickelt einen Lösungsvorschlag zur Etablierung eines webportalbasierten Informationssystems zur Verbesserung der behördlichen Gefahrenabwehr.
4.2 „Kommunikation“ – eine Begriffsdarstellung
Unabhängig von der Betrachtung verschiedener Kommunikationstheorien lässt sich der Begriff „Kommunikation“ in seiner Vielfältigkeit auf grundlegende Eigenschaften reduzieren, wie beispielsweise von Hehlmann dargestellt: „(…) Verbindung, Mitteilung, Verständigung; sozialer Kontakt im Sinne des Empfanges oder Gebens von Informationen; heute allgemein die zwischenmenschliche Verständigung durch Signale, Zeichensysteme, Sprache (…)“18. Brunner und Zeltner betrachten Kommunikation als „(…) soziale Interaktion, bei der Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen mit Hilfe eines Kommunikationsmittels ausgetauscht werden (…)“19. Systemtheoretisch wird als Vorstufe zur Darstellung von Hehlmann unter „Kommunikation“ bereits die vorangangene nonverbale Wahrnehmung einer anderen Person definiert „Dort wird Kommunikation als einfachstes Sozialsystem verstanden. Dieses entsteht durch das Reflexiv-Werden der Wahrnehmung von zwei Personen: Nehmen beide Personen die jeweils andere Person wahr und nehmen beide Personen zudem wahr, dass die jeweils andere Person sie wahrnimmt, so entsteht daraus ein System – und interpersonale Kommunikation in ihrer einfachsten, nonverbalen Form beginnt. Zur Selbsterhaltung braucht das System mehr Struktur, die durch den sprachlichen Kanal geliefert wird (...)“20. Buerschaper bezeichnet Kommunikation als „(…) die Interaktion von Menschen und auch den Inhalt dieses Informationsprozesses (…)“,21 verweist aber auch auf die Mehrdeutigkeit des Begriffes.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung webportalbasierter Kommunikationswege für die behördliche Gefahrenabwehr ein und erläutert die Zielsetzung des Projekts.
2 Grundlagen zur Projektfragestellung: Das Kapitel beschreibt die planerischen Voraussetzungen der Gefahrenabwehr und die praktische Erfahrung aus Katastrophenschutzübungen.
3 Projektfragestellung und Lösungsvorschlag: Hier werden die zentralen Forschungsfragen zur adressatenorientierten Kommunikation formuliert und ein Webportal als Lösungskonzept vorgeschlagen.
4 Kommunikation und Information: Das Kapitel behandelt die begrifflichen Grundlagen von Kommunikation und Information sowie deren zentrale Rolle in der Gefahrenabwehr.
5 Kommunikationsmodelle: Es erfolgt eine Analyse klassischer technischer und erweiterter psychosozialer Modelle, um Störfaktoren in Kommunikationsvorgängen zu identifizieren.
6 Kommunikationsfallen: Dieses Kapitel kritisiert die Modelle hinsichtlich ihrer Reduktion auf den Nachrichtenfluss und thematisiert das Problem von Kommunikationsfehlern in Risikosystemen.
7 Kommunikationsrichtungen: Hier werden bidirektionale und unidirektionale Kommunikationswege sowie deren Eignung für den Informationsabgleich verglichen.
8 Risiko- und Risikokommunikation – Begriffsdarstellung: Das Kapitel definiert den Risikobegriff und erläutert die Zielsetzungen und Formen der Risikokommunikation.
9 Behördliche Risikokommunikation: Es wird die behördliche Rolle bei der Risikovermittlung, der Sensibilisierung der Bevölkerung und der Stärkung der Selbsthilfefähigkeit untersucht.
10 Krise- und Krisenkommunikation – Begriffsdarstellung: Die Definition von Krise und Krisenkommunikation als reaktives Instrument zur Eindämmung von Folgeschäden steht hier im Fokus.
11 Behördliche Krisenkommunikation: Das Kapitel detailliert die Ziele, Formen und Durchführungsgrundsätze behördlicher Krisenkommunikation, insbesondere im Kreis Bergstraße.
12 Die Medien in der Risiko- und Krisenkommunikation: Hier wird die Rolle der Medien als Multiplikatoren und deren Einfluss bei Katastrophen sowie die Herausforderung der Fukushima-Katastrophe analysiert.
13 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt das Potenzial webbasierter Plattformen für die zukünftige behördliche Kommunikation auf.
Risikokommunikation, Krisenkommunikation, Gefahrenabwehr, Behördenkommunikation, Informationsmanagement, Katastrophenschutz, Webportal, Bevölkerung, Medien, Krisenmanagement, Kommunikationstheorie, Risikoanalyse, Selbsthilfefähigkeit, Vernetzung, Nuklear.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der behördlichen Risiko- und Krisenkommunikation, insbesondere im Kontext von Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr.
Die zentralen Themen sind Kommunikationstheorien, die Rollenverteilung in der Gefahrenabwehr, die Funktion von Informationsportalen und der Einfluss der Massenmedien auf die öffentliche Wahrnehmung von Krisen.
Das primäre Ziel ist die Evaluierung und der Entwurf eines webportalbasierten Kommunikationssystems, das eine adressatenorientierte Informationsübertragung zwischen Behörden, Presse und Bevölkerung ermöglicht.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Kommunikationsmodelle (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun) und einer Analyse von praktischen Erfahrungen aus Katastrophenschutzübungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Kommunikationsmodellen, die Differenzierung von Risiko- und Krisenbegriffen sowie die detaillierte Darstellung behördlicher Strategien und deren Umsetzung im Kreis Bergstraße.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risikokommunikation, Krisenmanagement, Gefahrenabwehr, Medienlogik und digitale Informationsplattformen charakterisiert.
Risikokommunikation wird als präventiver Prozess verstanden, um Gefahren bewusst zu machen und Selbsthilfefähigkeiten zu fördern, während Krisenkommunikation reaktiv bei eingetretenen Schadensereignissen zur Schadensminderung und Handlungssicherheit eingesetzt wird.
Das Webportal dient als zentrales Informationsmedium, um die Informationsflut im Ernstfall zu kanalisieren, Zielgruppen durch differenzierte Zugriffsrechte gezielt zu bedienen und eine einheitliche Informationsgrundlage zu schaffen.
Die Medien werden kritisch gesehen, da sie durch Sensationslust, Informationsüberflutung und die Verbreitung unbestätigter Expertenmeinungen zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen können, anstatt zur sachlichen Aufklärung.
Die „One Voice Policy“ ist essentiell, um widersprüchliche Aussagen verschiedener Behörden zu vermeiden, den Kommunikationsföderalismus zu überwinden und Glaubwürdigkeit in der Krisensituation zu wahren.
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