Bachelorarbeit, 2013
106 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
2. Nachhaltigkeit
2.1 Historische Entwicklung der Nachhaltigkeit
2.2 Definition und Dimensionen der Nachhaltigkeit
3. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Motive für Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.3 Interessengruppen
3.4 Entwicklung und Konzept der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.5 Glaubwürdigkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsberichten
4. Nachhaltigkeit in der Bankenbranche
4.1 Stellung der Bankenbranche in einer Volkswirtschaft
4.2 Nachhaltigkeitsherausforderungen der deutschen Bankenbranche
4.3 Beispiel eines Branchenstandards für Nachhaltigkeit
5. Untersuchung der Nachhaltigkeitsberichte
5.1 Untersuchungsmethodik des IÖW/future-Rankings
5.1.1 Entwicklung und Zielsetzung
5.1.2 Konzept und Aufbau der Bewertung
5.1.3 Methodisches Vorgehen der Analyse
5.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung der Commerzbank 2009 und 2011
5.2.1 Unternehmensprofil Commerzbank AG
5.2.2 Analyse und Auswertung der Berichte
5.2.2.1 Teil A: Materielle Anforderungen an die Berichterstattung
5.2.2.2 Teil B: Allgemeine Berichtsqualität
5.2.3 Zwischenfazit zur Berichterstattung der Commerzbank
5.3 Nachhaltigkeitsberichterstattung der Deutschen Bank 2009 und 2011
5.3.1 Unternehmensprofil Deutsche Bank AG
5.3.2 Analyse und Auswertung der Berichte
5.3.2.1 Teil A: Materielle Anforderungen an die Berichterstattung
5.3.2.2 Teil B: Allgemeine Berichtsqualität
5.3.3 Zwischenfazit zur Berichterstattung der Deutschen Bank
6. Vergleichende Analyse der Nachhaltigkeitsberichte
6.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bewertung
6.2 Gesamtbewertung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
7. Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die qualitative Untersuchung und vergleichende Analyse der Nachhaltigkeitsberichte der zwei größten deutschen Banken, der Deutschen Bank AG und der Commerzbank AG, für die Berichtsjahre 2009 und 2011, um deren Aussagekraft hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte zu bewerten.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Klimawandel, Rohstoffknappheit, Finanz- und Wirtschaftskrise – die Liste der dringend zu lösenden globalen Probleme ist lang. Sie greifen ineinander, befeuern sich gegenseitig und werden zum Symptom einer Krise des gesamten Systems. Unsere Gesellschaft steht vor einem Umbruch.“
Durch die Krisen der vergangenen Jahre und die darauf gefolgten politischen Entscheidungen, findet eine zunehmende Medialisierung des Themas Nachhaltigkeit (engl. „Sustainability“) statt. Damit wächst der öffentliche und auch politische Druck auf Unternehmen, einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Aus diesem Grund ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung in den vergangenen Jahren zu einem immer aktuelleren und wichtigeren Instrument der Unternehmenskommunikation geworden. Standen bisher vor allem produzierende und verarbeitende Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit, wurde mit dem Beginn der Finanzkrise 2008 deutlich, dass auch die Unternehmen der Finanzbranche Mitverantwortung für nachhaltige Entwicklung tragen müssen. Aus diesem Grund veröffentlichen immer mehr Finanzunternehmen Nachhaltigkeitsberichte, um Transparenz über die nachhaltigen Ziele und Maßnahmen zu schaffen.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung (engl. „Sustainability Reporting“) ist ein Instrument zur Verringerung von Informationsasymmetrien. Die Nachhaltigkeits berichterstattung stellt Informationen über das ökologische, ökonomische und soziale Handeln des Unternehmens bereit.
Aufgrund der bisher fehlenden verbindlichen Regulierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung, gibt es hinsichtlich der Aussagefähigkeit der Berichte große Qualitätsunterschiede.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Nachhaltigkeitsberichterstattung angesichts globaler Krisen und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Nachhaltigkeit: Hier wird der Nachhaltigkeitsbegriff historisch hergeleitet, definiert und in seine drei Dimensionen – ökologisch, ökonomisch und sozial – unterteilt.
3. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Das Kapitel bietet einen Überblick über theoretische Grundlagen, Motive, wichtige Interessengruppen sowie Qualitätskriterien der Berichterstattung.
4. Nachhaltigkeit in der Bankenbranche: Es wird die Rolle der Banken in der Volkswirtschaft untersucht sowie die spezifischen Herausforderungen und Standards für Nachhaltigkeit in dieser Branche herausgearbeitet.
5. Untersuchung der Nachhaltigkeitsberichte: Dieses Kernkapitel analysiert die Berichte der Commerzbank AG und der Deutschen Bank AG anhand des IÖW/future-Rankings und leitet Zwischenfazits ab.
6. Vergleichende Analyse der Nachhaltigkeitsberichte: Hier erfolgt die Gegenüberstellung der Ergebnisse beider Banken, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihrer Berichterstattung aufzuzeigen.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung, insbesondere unter dem Aspekt des "Integrated Reporting".
Nachhaltigkeitsberichterstattung, Bankenbranche, CSR, Nachhaltigkeit, Deutsche Bank, Commerzbank, IÖW/future-Ranking, Nachhaltigkeitsmanagement, Stakeholder, Unternehmenskommunikation, Finanzkrise, Ökologische Dimension, Soziale Dimension, Ökonomische Dimension, Integrated Reporting.
Die Arbeit untersucht die Qualität und Aussagefähigkeit der Nachhaltigkeitsberichte der beiden größten deutschen Bankinstitute, der Deutschen Bank AG und der Commerzbank AG, in den Jahren 2009 und 2011.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung, spezifische Herausforderungen für die Bankenbranche sowie die methodische Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten anhand von Kriterien wie Glaubwürdigkeit und Wesentlichkeit.
Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die untersuchten Banken ihre sozialen, ökologischen und ökonomischen Aktivitäten transparent und nachvollziehbar kommunizieren und ob diese Berichte eine fundierte Grundlage für Stakeholder bieten.
Zur Bewertung wird das Bewertungsschema des IÖW/future-Rankings verwendet, das durch branchenspezifische Kriterien für Banken ergänzt wurde, um die CSR-Berichte qualitativ zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der branchenspezifischen Besonderheiten von Banken sowie die detaillierte empirische Auswertung und den anschließenden Vergleich der Nachhaltigkeitsberichte der beiden Bankhäuser.
Zentrale Begriffe sind neben der Nachhaltigkeitsberichterstattung selbst vor allem CSR (Corporate Social Responsibility), Stakeholder-Management, Aussagefähigkeit, ESG-Kriterien und das IÖW/future-Ranking.
Die Analyse zeigt, dass die Commerzbank in Teilbereichen detaillierter über Nachhaltigkeitsthemen informiert, während bei beiden Instituten noch erhebliches Verbesserungspotenzial hinsichtlich der externen Prüfung und der Offenlegung zum Eigenhandel besteht.
Die Arbeit kritisiert, dass die Finanzkrise in den Berichten kaum reflektiert wird, was die Glaubwürdigkeit und das Risikomanagement in Bezug auf die Systemrelevanz der Banken infrage stellt.
Der Ausblick thematisiert das Integrated Reporting als einen möglichen Weg, um finanzielle und nicht-finanzielle Kenngrößen strategisch zu verknüpfen und so eine höhere Qualität in der Unternehmensberichterstattung zu erreichen.
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