Examensarbeit, 2004
125 Seiten, Note: gut
VORWORT
1. EINLEITUNG
1.1 Definition von „Lernbehinderung“
1.2 Aktualität der Thematik „Berufsvorbereitung und -eingliederung von lernbehinderten Schülern“
2. STAND DER FORSCHUNG
2.1 Die Arbeitsmarktsituation im Hinblick auf Abgänger der Schule für Lernbehinderte betrachtet
2.2 Die besondere Bedeutung von „Schlüsselqualifikationen“ für die Berufseingliederung Lernbehinderter
2.2.1 Was sind „Schlüsselqualifikationen“?
2.2.2 Bedeutsamkeit der „Schlüsselqualifikationen“ auf dem Arbeitsmarkt
2.2.3 Möglichkeiten zum Erwerb von „Schlüsselqualifikationen“
2.3 Kognitive Leistungsfähigkeit
2.4 Emotionale Probleme der lernbehinderten Jugendlichen
2.5 Richtlinien zur Berufsvorbereitung in der Sonderschule für Lernbehinderte
2.6 Maßnahmen zur Berufseingliederung
3. EIGENE FRAGESTELLUNG
4. METHODE
4.1 Forschungsprojekt Jobcoaching
4.1.1 Was ist das Jobcoaching?
4.1.2 Inhalte des Jobcoachings
4.1.3 Ziele des Jobcoaching-Projekts
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Qualitative Sozialforschung
4.2.2 Die Datenerhebung
4.3 Auswahl der Interviewpartner
5. DIE AUSWERTUNG
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Das Interview
5.3 Die Transkription
5.4 Analyse der fünf Interviews
5.4.1 Interview 1: Ali
5.4.2 Interview 2: Sonja
5.4.3 Interview 3: Sven
5.4.4 Interview 4: David
5.4.5 Interview 5: Andreas
5.5 Gesamtauswertung und Vergleich der fünf Einzelanalysen
6. DISKUSSION
6.1 Anmerkungen zur Methode
6.2 Beantwortung der Fragestellung
6.3 Notwendigkeit der Förderung von Schlüsselqualifikationen im Rahmen der vorberuflichen Bildung in Schulen für Lernbehinderte
6.4 Fazit
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die berufliche Eingliederung von Schülern der Sonderschule für Lernbehinderte durch das Jobcoaching-Projekt der Universität zu Köln, wobei ein besonderer Fokus auf der Bedeutung und Vermittlung von Schlüsselqualifikationen liegt.
4.2.1 Qualitative Sozialforschung
Die qualitative Sozialforschung ermöglicht es, der Komplexität eines Themas gerecht zu werden. Standardisierte quantitative Methoden sind eingeschränkt und können nur begrenzt etwas zu einem umfangreichen und vielseitigen Thema beitragen. Es können nicht alle Faktoren berücksichtigt werden. Die qualitative Sozialforschung dagegen lässt ein Mehr-Methoden-Design zu. Mit Mehr-Methoden-Design ist gemeint, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Daten zu gewinnen und diese zu interpretieren. So können qualitative und quantitative Methoden kombiniert werden (das trifft auf diese Arbeit jedoch nicht zu) und die Ergebnisse zusammengeführt werden. Dieses Mehr-Methoden-Design ermöglicht, den Untersuchungsgegenstand aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können (Fischer, 2000).
Bei der qualitativen Forschung geht es nicht darum, konkrete Hypothesen über einen (sozialen) Sachverhalt aufzustellen und zu überprüfen, sondern um die Generierung, das heißt die Entdeckung von Theorieaussagen anhand empirischer Daten. Denn „Eine Entdeckung ist zum Beispiel schon anhand eines einzigen Interviews, einer Beobachtung oder eines Dokumentes möglich“ (Brüsemeister, 2000, S.21).
In der qualitativen Analyse wird im Gegensatz zur quantitativen Analyse nichtnumerisches Material analysiert. Die Beobachtungsrealität wird nicht in Zahlen abgebildet. Qualitatives Material ist häufig verbaler Art, das heißt, es handelt sich vor allem um Texte wie Beobachtungsprotokolle, Briefe oder Interviewtexte. Andere Objekte, zum Beispiel Zeichnungen oder Filme, zählen jedoch auch zu qualitativem Material. Dadurch, dass qualitatives Material mehr Details als ein Messwert enthält, scheint es „reichhaltiger" (Bortz & Döring, 1995, S. 272).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der beruflichen Eingliederung lernbehinderter Schüler und Vorstellung des Fokus auf das Jobcoaching-Projekt sowie auf Schlüsselqualifikationen.
2. STAND DER FORSCHUNG: Darstellung der Arbeitsmarktsituation für Lernbehinderte, Definition von Schlüsselqualifikationen und Erörterung notwendiger Fördermaßnahmen.
3. EIGENE FRAGESTELLUNG: Formulierung der Forschungsfragen bezüglich der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im Jobcoaching und der Wahrnehmung durch die Teilnehmer.
4. METHODE: Detaillierte Beschreibung des Jobcoaching-Projekts sowie der methodischen Grundlage der qualitativen Sozialforschung für die durchgeführten Interviews.
5. DIE AUSWERTUNG: Dokumentation der Rahmenbedingungen der Interviews sowie detaillierte Einzelauswertung der fünf Teilnehmerinterviews inklusive einer Gesamtschau.
6. DISKUSSION: Reflexion der angewendeten Methode, Beantwortung der Forschungsfragen und Diskussion über die Notwendigkeit von Schlüsselqualifikationen in der vorberuflichen Bildung.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Kurzer Rückblick über die Gliederung und die zentralen Ergebnisse der vorliegenden Arbeit.
Berufliche Eingliederung, Sonderschule für Lernbehinderte, Jobcoaching, Schlüsselqualifikationen, Berufsvorbereitung, Qualitative Sozialforschung, Lernstörungen, Arbeitsmarkt, Handlungskompetenz, Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit, Praxiserfahrung, Praktikum, Schulentlassung, Berufswahl.
Die Arbeit untersucht, wie erfolgreich das Jobcoaching-Projekt der Universität zu Köln lernbehinderte Jugendliche bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt hat.
Die zentralen Themen sind die berufliche Eingliederung von Förderschülern, die Rolle von Schlüsselqualifikationen und die Wirksamkeit pädagogischer Unterstützungsmaßnahmen.
Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Schlüsselqualifikationen im Jobcoaching vermittelt wurden und wie die Teilnehmer selbst diesen Prozess wahrgenommen haben.
Die Autorin wählte eine qualitative Forschungsstrategie und führte fünf leitfadenbasierte Interviews mit ehemaligen Teilnehmern des Jobcoachings durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Arbeitsmarktsituation und Schlüsselqualifikationen sowie in die empirische Auswertung der Teilnehmerinterviews.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jobcoaching, berufliche Eingliederung, Schlüsselqualifikationen und Lernbehinderung charakterisiert.
Die Teilnehmer äußerten sich überwiegend positiv über das Projekt und hoben besonders den Praxisbezug durch Praktika hervor, wobei Kritik an der Art der Betreuung durch einzelne Jobcoaches geäußert wurde.
Die Auswertung zeigt, dass bei der weiblichen Teilnehmerin Probleme bei der Beziehung zum männlichen Jobcoach auftraten, während die männlichen Teilnehmer eher positive Vertrauensverhältnisse berichteten.
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