Bachelorarbeit, 2012
38 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Wirtschaftswachstum
2.1. Definition Wirtschaftswachstum
2.2. Quellen des Wachstums
3. Das SolowModell.
3.1. Beschreibung des Modells und Annahmen
3.2. Produktion, Sparen und Kapitalbestand
3.3. Wachstum, technischer Fortschritt und Humankapital
3.4. Zusammenführung der Ergebnisse
4. Die Entwicklung des deutschen Energiemarktes
4.1. Energiemarktentwicklung
4.2. Zusammensetzung und Entwicklung des Strompreises
4.3. Netzausbau
5. Beeinflussung des Wachstums
5.1. Außenhandel
5.2. Beschäftigungswirkung
5.3. Erhalt des Wachstums
6. Kritische Würdigung der Energiewende
6.1. Akzeptanz
6.2. Ein Green New Deal für Deutschland
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die strukturellen und ökonomischen Auswirkungen des beschlossenen Strukturwandels im deutschen Stromsektor infolge des Atomausstiegs und analysiert, inwieweit die deutsche Wirtschaft von diesem Wandel profitieren kann.
4.1. Energiemarktentwicklung
Die Öffnung des deutschen Strommarktes in Folge der europäischen Liberalisierung in den 1990er Jahren war durch einen rasanten Übergang von geregelten Gebietsmonopolen zu einem nationalen Wettbewerb charakterisiert. Eine damit verbundene Welle von Fusionen und Übernahmen führte zu einer hohen Anbieterkonzentration. Seitdem wird der deutsche Energiemarkt von vier großen Energieanbietern, die ca. 75 % der Leistung konventioneller Kraftwerke erzeugen und die größten Stromnetzeigner sind, beherrscht. Allerdings drängen in den Bereich der EE immer mehr Anbieter in den Markt, was den Wettbewerb belebt.
Derzeit beruht die heimische Energieversorgung noch überwiegend auf fossilen Brennstoffen. Zukünftig wird aber eine weitgehende Versorgung durch EE angestrebt und auf den Einsatz von Atomkraft gänzlich verzichtet. Von 1998 bis 2010 hat sich der Anteil EE an der Stromerzeugung auf 16,8 % fast vervierfacht. Bis 2020 soll der Anteil bei 35 %, 2030 bei 50 % und 2050 bei 80 % liegen. Diese Ziele sind sehr ambitioniert und nur umzusetzen, wenn Anstrengungen im Bereich der Effizienzsteigerungen intensiviert werden, denn ein Rückgang des Stromverbrauches ist fragwürdig. Dieser bleibt im Wesentlichen konstant, da neue Anwendungsfelder, wie Elektromobilität, die steigende Stromnachfrage im Schienenverkehr oder die Elektrolyse zur Bereitstellung von Wasserstoff, für die Stromverwendung erschlossen werden.
Die Bundesregierung plant dafür eine starke Zunahme der finanziellen Mittel zur Entwicklung der Energieforschung ein. Das auf Kernenergie und Kohle basierende Energiesystem kann umgebaut werden, wenn die Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesichert wird, wenn keine neuen konventionellen Kraftwerke gebaut werden, da sie in Konkurrenz zu EE stehen, eine Integration der europäischen Strommärkte vorangetrieben wird, da dies zu einer besseren Nutzung der Netze sowie zu einer erhöhten Versorgungssicherheit führt, und die Entwicklung und Verbreitung von Speichersystemen i. V. m. dem Infrastrukturausbau fokussiert wird, da dies die Wirtschaftlichkeit des Systems EE verspricht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Atomausstiegs und der Energiewende ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Wirtschaftswachstum: Dieses Kapitel definiert den Begriff Wirtschaftswachstum und erläutert dessen zentrale Entfaltungsquellen.
3. Das SolowModell.: Es wird eine theoretische Modellierung des Wachstumsprozesses vorgenommen, um den Einfluss von Kapitalakkumulation und technischem Fortschritt zu verdeutlichen.
4. Die Entwicklung des deutschen Energiemarktes: Dieser Abschnitt analysiert die Marktstruktur, die Preisentwicklung und die Notwendigkeit des Netzausbaus im Kontext der Energiewende.
5. Beeinflussung des Wachstums: Hier werden die Auswirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf Außenhandel, Beschäftigung und die langfristige Wachstumsdynamik untersucht.
6. Kritische Würdigung der Energiewende: Dieses Kapitel diskutiert die gesellschaftliche Akzeptanz sowie das Konzept des Green New Deal als Lösungsansatz.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.
Wirtschaftswachstum, Atomausstieg, Energiewende, Strommarkt, Solow-Modell, Erneuerbare Energien, Kapitalstock, technischer Fortschritt, Netzausbau, Green New Deal, Beschäftigungseffekte, Merit-Order, Strompreis, Nachhaltigkeit, Innovationsökonomie.
Die Arbeit untersucht, wie sich der Atomausstieg und der damit verbundene Strukturwandel auf das Wirtschaftswachstum und die Energiestruktur in Deutschland auswirken.
Die zentralen Themen umfassen die Wachstumstheorie (Solow-Modell), die Entwicklung des deutschen Strommarktes, die ökonomischen Chancen der Energiewende sowie die soziale und infrastrukturelle Akzeptanz.
Ziel ist es zu erörtern, ob die deutsche Wirtschaft von der Energiewende profitieren kann und welche technischen sowie ökonomischen Herausforderungen dabei bewältigt werden müssen.
Die Arbeit nutzt theoretische Modellierungen (Solow-Modell) sowie eine Analyse von Marktentwicklungen und ökonomischen Daten im Bereich der Energieversorgung.
Der Hauptteil analysiert neben der theoretischen Wachstumsgrundlage die Energiemarktentwicklung, den Netzausbau, die Auswirkungen auf den Außenhandel und die Beschäftigung sowie kritische Aspekte wie den Green New Deal.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Energiewende, Wirtschaftswachstum, Atomausstieg und Erneuerbare Energien geprägt.
Der technische Fortschritt gilt für entwickelte Volkswirtschaften wie Deutschland als essenziell, da er Produktivität und langfristiges Wachstum jenseits reiner Kapitalakkumulation ermöglicht.
Der Netzausbau ist notwendig, um das räumliche Ungleichgewicht zwischen erneuerbarer Energieerzeugung und Verbrauch auszugleichen und die Stabilität des Stromnetzes in einem dezentralen System zu gewährleisten.
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