Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten, Note: 1,0
Die Bachelorarbeit analysiert die Rolle von Bildern in der modernen Kriegsberichterstattung und untersucht, inwieweit sie objektiv informieren oder die Realität manipulieren und verzerrt wiedergeben. Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der visuellen Kriegsberichterstattung, den Formen der Bildmanipulation und den Auswirkungen von Bildern auf die öffentliche Wahrnehmung von Kriegen.
Das erste Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Bildern in unserer Wahrnehmung und diskutiert verschiedene Definitionsansätze. Es wird die Frage nach der Anziehungskraft von Leidensbildern aufgeworfen.
Das zweite Kapitel zeichnet die Geschichte der medialen Kriegsberichterstattung nach, wobei der Schwerpunkt auf der unterschiedlichen bildlichen Darstellung von Kriegen in der jeweiligen Zeit liegt. Es wird gezeigt, wie Manipulation, Propaganda und Realitätsverzerrung in der Geschichte der Kriegsberichterstattung immer wieder eingesetzt wurden.
Das dritte Kapitel diskutiert die Manipulationsmöglichkeiten in den Bildmedien und stellt verschiedene Stilmittel und Gestaltungselemente vor. Es wird gezeigt, wie Bilder eingesetzt werden, um bestimmte Emotionen und Reaktionen beim Betrachter hervorzurufen.
Das vierte Kapitel analysiert das Napalm-Girl als Ikone der visuellen Kriegsberichterstattung und untersucht die Wirkkraft besonders starker Bilder. Es wird gezeigt, wie die mediale Verzerrung und Inszenierung der Realität durch die Auswahl und Bearbeitung von Bildern beeinflusst werden kann.
Das fünfte Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Bildern in der medialen Präsentation und zeigt, wie Bilder bewusst Teil einer Gesamtinszenierung werden. Es werden neue Formen der Kriegsberichterstattung, wie das embedded journalism und dramaturgisch-ästhetisch konstruierte Sendeformate, vorgestellt und die „Hybridisierungstendenzen“ in der Kriegsberichterstattung diskutiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Kriegsberichterstattung, Bilder, Bildmanipulation, visuelle Kommunikation, Ikonen, embedded journalism, militainment, infotainment, Hybridisierungstendenzen, Propaganda, Realitätsverzerrung, Medienkritik, Geschichte der Kriegsberichterstattung, Vietnamkrieg, Napalm-Girl.
Er beschreibt den Einsatz von Bildern in der Kriegsberichterstattung nicht nur zur Information, sondern als Mittel der Propaganda, Inszenierung und gezielten Beeinflussung der öffentlichen Meinung.
Manipulation erfolgt durch Bildauswahl, gezielte Perspektiven, nachträgliche Bearbeitung oder auch durch Inszenierungen (Militainment), um bestimmte Emotionen wie Mitleid oder Abscheu zu wecken.
Das Foto von Kim Phuc aus dem Vietnamkrieg wurde zur Ikone, weil es die Grausamkeit des Krieges in einem einzigen, emotional aufgeladenen Moment zusammenfasste und die öffentliche Meinung weltweit gegen den Krieg wendete.
Dabei begleiten Journalisten Militäreinheiten direkt an der Front. Dies ermöglicht zwar exklusive Bilder, birgt aber die Gefahr einer einseitigen Sichtweise und mangelnder kritischer Distanz.
Der Pictorial Turn bezeichnet die geisteswissenschaftliche Wende hin zur vorrangigen Bedeutung des Bildes gegenüber dem Text in der modernen Kommunikation und Wahrnehmung.
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