Bachelorarbeit, 2014
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen
2.1 Entrepreneur
2.2 Startup
2.3 Early Stage
3. Darstellung der unternehmensinternen und -externen Erfolgsfaktoren
3.1 Die unternehmensinternen Erfolgsfaktoren
3.1.1 Motivation der Darstellung
3.1.2 Persönlichkeit und Management
3.1.3 Produkt bzw. Service
3.1.4 Marktzugang
3.1.5 Prozesse
3.1.6 Finanzierung
3.2 Die unternehmensexternen Erfolgsfaktoren
3.2.1 Motivation der Darstellung
3.2.2 Branchenstrukturanalyse
3.2.3 Der Kapitalmarkt
4. Grundlagen und Entwicklung des Early Stage- Prognosemodells
4.1 Das Kollman´sche Reifemodell
4.1.1 Beschreibung des Modells
4.1.2 Zielsetzung des Modells
4.1.3 Vor- und Nachteile des Modells
4.2 Das Early Stage- Prognosemodell
4.2.1 Beschreibung des Modells
4.2.2 Zielsetzung des Modells
4.2.3 Vor- und Nachteile des Modells
4.3 Vergleich der Modelle und kritische Auseinandersetzung
5. Anwendung des Early Stage- Prognosemodells
5.1 Unternehmensprofile
5.1.1 Das Unternehmensprofil des Heimathafen Wiesbaden
5.1.2 Das Unternehmensprofil der Kullo GmbH
5.2 Einsatz des Early Stage- Prognosemodells
5.3 Analyse der Ergebnisse
5.3.1 Heimathafen Wiesbaden
5.3.2 Kullo GmbH
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, ein Prognosemodell zu entwickeln, das es Gründern in der Early Stage-Phase ermöglicht, das Erfolgspotenzial ihres Vorhabens vor dem Markteintritt systematisch zu bewerten und durch die Identifikation von Stärken und Schwächen fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
1. Einleitung
Es gibt viele Faktoren, die den Erfolg einer Geschäftsidee beeinflussen. Dabei kann sich das Überleben des Unternehmens bereits in der Vorgründungsphase, also noch vor Markteinführung des ersten Produktes entscheiden. Um potentiellen Gründern mit einer konkreten Geschäftsidee und ernsthaftem Gründungsvorhaben die „Angst vor dem Scheitern“ zu nehmen und das Erfolgspotential ihres Gründungsvorhabens zu bewerten, bedarf es eines umfassenden Modells. Dieses muss die Instrumente moderner Unternehmensgründung und -führung berücksichtigen, um dem Gründer defizitäre Bereiche des Gründungsvorhabens aufzuzeigen und ihm eine zuverlässige Gesamtbewertung darbieten zu können.
1.1 Problemstellung
Wagt ein Gründer den Eintritt in den Markt, so sollte er sein Vorhaben zuvor bereits intensiv und detailliert geplant haben. Vor der Gründung muss er sich die Frage stellen, ob er die Motivation aufbringen kann, ein neues Unternehmen am Markt zu platzieren. Es besteht zudem die Gefahr, dass fehlende Kompetenzen und erfolgskritische Faktoren aufgrund der anfänglichen Euphorie nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Doch nicht allein die zukünftigen Unternehmer, sondern auch potentielle Investoren haben berechtigtes Interesse an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und am späteren Erfolg des Unternehmens. Um dies zu überprüfen, bedienen sich (vor allem) Kapitalgeber an Messinstrumenten, um das Geschäftsmodell einer Reifeprüfung zu unterziehen. Daraus kann eine Befürwortung oder Ablehnung der Finanzierungsentscheidung resultieren. Eines dieser Modelle ist der „E-Business-Scanner“ (oder auch „Reifemodell“ genannt) von Tobias Kollmann. Das Modell basiert auf einem leicht anwendbaren Fragebogen und gibt innerhalb kurzer Zeit ein Bild des Status Quo und somit eine Basis für die Bewertung der Tragfähigkeit des Unternehmens.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Unternehmertums ein, erläutert die Motivation für die Entwicklung eines Prognosemodells und legt die wissenschaftliche Vorgehensweise dar.
2. Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Entrepreneur, Startup und Early Stage definiert, um eine gemeinsame Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.
3. Darstellung der unternehmensinternen und -externen Erfolgsfaktoren: Das Kapitel analysiert die fünf internen Kernbereiche (Management, Produkt/Service, Marktzugang, Prozesse, Finanzierung) sowie die externen Faktoren, die für den Erfolg entscheidend sind.
4. Grundlagen und Entwicklung des Early Stage- Prognosemodells: Dieses Kapitel stellt das Kollmann’sche Modell vor und beschreibt die Entwicklung sowie Anpassung des eigenen, erweiterten Early Stage-Prognosemodells.
5. Anwendung des Early Stage- Prognosemodells: Hier wird das entwickelte Modell anhand der Fallbeispiele Heimathafen Wiesbaden und Kullo GmbH praktisch angewendet, die Ergebnisse analysiert und kritisch hinterfragt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet den Nutzen des Modells und zeigt Potenziale für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen auf.
Gründungsvorhaben, Prognosemodell, Early Stage, Erfolgsfaktoren, Markteintritt, Businessplan, Startup, Reifegrad, Entrepreneurship, Risikomanagement, Unternehmensführung, Potentialbewertung, Geschäftsmodell, Finanzplanung, Wettbewerbsstrategie.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Prognosemodells, mit dem Gründer in der frühen Phase (Early Stage) vor dem Markteintritt das Erfolgspotenzial ihres Vorhabens bewerten können.
Die Arbeit betrachtet sowohl unternehmensinterne Faktoren, wie Managementkompetenzen und Finanzplanung, als auch externe Faktoren, wie Branchenstrukturen und Marktdynamiken.
Im Gegensatz zum Kollmann’schen Reifemodell, das sich primär auf interne Faktoren fokussiert, integriert dieses Modell zusätzlich externe Faktoren und ist explizit auf die Anforderungen vor dem Markteintritt zugeschnitten.
Durch einen Fragebogen werden verschiedene Reifegrade in sechs Dimensionen ermittelt. Der Durchschnittswert dieser Stufen ergibt eine Kennzahl, die das Potenzial klassifiziert.
Die Entwicklung basiert auf Literaturanalysen sowie Experteninterviews mit dem Gründerservice der IHK Wiesbaden, um die Praxisrelevanz sicherzustellen und die Statements zu verifizieren.
Sie fassen die zentralen Aspekte des Gründungsprozesses, der Analyseinstrumente und der strategischen Bewertung zusammen, die für eine erfolgreiche Unternehmensgründung entscheidend sind.
Beide, der Heimathafen Wiesbaden und die Kullo GmbH, erzielten im Modell eine Bewertung, die einer "starken Basis" entspricht, wobei die Ergebnisse durch die Geschäftsführer in Interviews bewertet wurden.
Das Modell ist ein nützliches Werkzeug, stößt jedoch an Grenzen bei der Branchenvielfalt, weshalb es primär als flexible Checkliste empfohlen wird, die an die spezifischen Bedürfnisse angepasst werden kann.
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