Masterarbeit, 2013
121 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Relevanz
2.1.1. Demographische Situation
2.1.2. Pflege in vollstationären Pflegeeinrichtungen
2.1.3. Pflegebedürftigkeit
2.1.4. Beruflich Pflegende
2.1.5. Demenzerkrankte in der stationären Altenhilfe
2.1.5.1. Pflegebedarf Demenzerkrankter
2.1.5.2. Pflege- und Betreuungsangebote
2.1.5.3. Zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 87b SGB XI
2.1.5.4. Ausblick auf das Pflegeneuausrichtungsgesetz
2.2. Arbeitspsychologische Grundlagen
2.2.1. Belastungen und Beanspruchungen
2.2.1.1. Belastungen in der stationären Altenhilfe
2.2.1.2. Spezifische Belastungen im Umgang mit Demenzerkrankten
2.2.2. Gesundheitliche Wirkung von Arbeit
2.2.2.1. Das Burnout Syndrom: Ein belastungsbedingter Risikozustand
2.2.2.2. Krankenstatistik
2.3. Führung / Führungsverhalten
2.4. Mitarbeiterorientierte Führung / Führung als Ressource
2.4.1. Partizipative Führung
2.4.2. Soziale Unterstützung
2.4.3. Wertschätzung und Anerkennung
3. Empirischer Teil
3.1. Darstellung der Einrichtung
3.2. Methodik
3.2.1. Indikatoren psychischer Belastungen
3.2.1.1. Entwicklung des Pflegebedarfs
3.2.1.2. Anzahl Pflegebedürftiger mit Demenzdiagnose
3.2.1.3. Krankenstand im Pflegedienst
3.2.2. Interviews
3.2.2.1. Forschungsdesign
3.2.2.2. Sampling
3.2.2.3. Erhebung der Interviews
3.2.2.4. Aufbereitung der Interviews
3.2.2.5. Meine Rolle als Interviewerin
3.2.2.6. Auswertung der Interviews
3.2.2.7. Ergebnisse der Interviews
3.2.2.7.1. Belastungen
3.2.2.7.1. Beanspruchungsreaktionen
3.2.2.7.1. Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Beschäftigten
3.2.2.7.1. Führungsverantwortung und Mitarbeitergesundheit
4. Diskussion
4.1. Kritische Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
4.2. Methodisches Vorgehen und Limitationen
5. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die psychischen Belastungen von beruflich Pflegenden im Umgang mit Demenzerkrankten in der stationären Altenhilfe und analysiert dabei insbesondere die Rolle der Führungsverantwortung hinsichtlich der Mitarbeitergesundheit.
Belastungsfaktor: Quantitativer Personalmangel
Als Belastungen in der täglichen Arbeit thematisierten die befragten Führungskräfte am häufigsten einen quantitativen und/oder qualitativen Personalmangel. Alle WBL benannten diesen zuallererst, als sie nach eigenen Belastungen gefragt wurden. Thematisch wiederum griffen diesen Aspekt alle befragten Führungskräfte auf und schilderten, welche Folgen dieser aus ihrer Sicht hat. So deuten beispielsweise die Aussagen einer WBL darauf hin, dass der benannte quantitative Personalmangel zu körperlichen wie psychischen Belastungen gleichermaßen führt:
IP_5: naja, körperlich wie psychisch durch diese wenig Personal, ne Politik […] (Z. 460).
Für die tägliche Arbeit der Pflegenden bedeutet dies, dass sie bei Ausfällen auf anderen Wohnbereichen aushelfen, Dienste zusätzlich übernehmen, früher kommen oder später gehen. Eine im Wesentlichen daraus resultierende Belastung ist die Verkürzung der Erholungsphasen. Auch die Umstrukturierung des privaten Lebens wird v.a. für Familien und Alleinerziehende als problematisch beschrieben. Trotz allem können personelle Engpässe nicht hundertprozentig ausgeglichen werden, so dass einzelne Wohnbereiche nur stundenweise Unterstützung erhalten. Gleichzeitig potenzieren sich dadurch auch in den anderen Wohnbereichen Belastungen:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas im Kontext des demographischen Wandels ein und formuliert die Forschungsfragen zur Belastungssituation Pflegender.
2. Grundlagen: Hier werden der rechtliche und demographische Rahmen sowie arbeitspsychologische Stressmodelle und die Rolle von Führung im Gesundheitswesen theoretisch fundiert.
3. Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die Datenerhebung in einer Einrichtung sowie die Analyse der Belastungsfaktoren mittels quantitativer Indikatoren und Experteninterviews.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, die Belastungssituation diskutiert und die methodischen Limitationen der Untersuchung reflektiert.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den hohen Handlungsbedarf hinsichtlich der Mitarbeitergesundheit in der stationären Altenhilfe.
Demenzerkrankungen, stationäre Altenhilfe, psychische Belastungen, Führungsverantwortung, Mitarbeitergesundheit, Burnout-Syndrom, Personalmangel, Arbeitspsychologie, Pflegebedürftigkeit, Führungskräfte, Arbeitsbelastung, Gesundheitsförderung, Demographischer Wandel, Bezugspflege.
Die Arbeit analysiert die psychischen Belastungen von Pflegekräften in der stationären Altenhilfe, die durch die Betreuung von Demenzerkrankten und organisatorische Rahmenbedingungen entstehen, und beleuchtet dabei die Verantwortung von Führungskräften.
Die Schwerpunkte liegen auf dem demographischen Wandel, den spezifischen Anforderungen in der Demenzpflege, der arbeitspsychologischen Belastungs-Beanspruchungs-Theorie sowie den Auswirkungen von Führungsverhalten auf die Mitarbeitergesundheit.
Das Ziel ist es, psychische Belastungsfaktoren bei Pflegenden zu identifizieren und die Wahrnehmung sowie Rolle von Führungskräften bei der Prävention von Fehlbeanspruchungen zu reflektieren.
Die Arbeit kombiniert eine quantitative Auswertung von Krankenstatistiken und Pflegebedarfsdaten der Einrichtung mit einem qualitativen Ansatz, bestehend aus leitfadengestützten Experteninterviews mit Führungskräften.
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte zu Belastung und Führung, stellt die quantitative Situation (Krankenstand/Pflegebedarf) der untersuchten Einrichtung dar und präsentiert die Ergebnisse der Experteninterviews zu Belastungsfaktoren und Maßnahmen.
Zentrale Begriffe sind neben Demenzpflege und Burnout vor allem die Begriffe Belastung, Beanspruchung, Führungsverantwortung, Personalmangel und gesundheitsförderliche Führung.
Die Arbeit stellt fest, dass hohe Fluktuation ein eigenständiger Belastungsfaktor ist, da sie den Mehraufwand für Einarbeitung erhöht und die Stabilität in den Pflegeteams gefährdet.
Die befragten Führungskräfte sehen ihren Einfluss auf die Mitarbeitergesundheit oft nur begrenzt und teilweise intuitiv, während sie gleichzeitig stark durch administrative und quantitative Vorgaben belastet sind.
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