Magisterarbeit, 2010
113 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Konzeption
2. Geschichte der Fotografie
2.1 Definition
2.2 Vor der Fotografie
2.3 Entwicklungsgeschichte
2.4 Wahrnehmungsweise des neuen Mediums
3. Roland Barthes
3.1 Kurzporträt
3.2 Roland Barthes’ erste Überlegungen zur Fotografie
3.3 „Die helle Kammer“ - ein Überblick
3.4 „Die helle Kammer“ - der erste Teil
3.4.1 Die drei Aktionen der Fotografie: operator - spectrum - spectator
3.4.2 studium - punctum
3.5 „Die helle Kammer“ - der zweite Teil
3.5.1 Das Grundprinzip: „Es-ist-so-gewesen“
3.5.2 Das Wesen der Fotografie
4. Der Tod in der Fotografie
4.1 Tod, Theater und Maskierung
4.2 Das Spektrum der Fotografie
4.3 Vom Subjekt zum Objekt
4.3.1 L'arrêt de mort
4.3.2 Das Objekt
4.4 Tod und Zeit
4.5 Memento mori
4.6 Der Tod der Mutter
4.6.1 Die Wintergartenfotografie
4.6.2 Das unsichtbare punctum
4.6.3 Die temporale Struktur der Wintergartenfotografie
5. Blickwechsel
6. Andy Warhol
6.1. Kurzporträt
6.2 Die Reproduktion der Reproduktion
6.3 Andy Warhols Selbstinszenierung
6.4 Andy Warhols retardierter Tod
7. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den engen, metaphorischen Zusammenhang zwischen Fotografie und Tod am Beispiel von Roland Barthes’ letztem Werk „Die helle Kammer“. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das fotografische Bild als Medium existentieller Todeserfahrung fungiert und inwiefern der „mortifizierende“ Charakter der Fotografie durch Vergleiche mit dem Theater und den Reproduktionskünsten von Andy Warhol verdeutlicht werden kann.
3.4.1 Die drei Aktionen der Fotografie: operator - spectrum - spectator
[...] tun, geschehen lassen, betrachten. Der operator ist der PHOTOGRAPH. Der spectator, das sind wir alle, die wir in den Zeitungen, Büchern, Alben und Archiven Photos durchsehen. Und was photographiert wird, ist Zielscheibe, Referent, eine Art kleines Götzenbild, vom Gegenstand abgesondertes eidolon, das ich das spectrum der PHOTOGRAPHIE nennen möchte [...].
1. Einleitung: Einführung in die paradoxe Natur der Fotografie als Medium zwischen Leben und Tod sowie Darlegung der Zielsetzung und Konzeption der Magisterarbeit.
2. Geschichte der Fotografie: Historischer Abriss der Entstehung technischer Bildverfahren von der Camera obscura bis zur theoretischen Wahrnehmung des Mediums als ambivalente Abbildung der Wirklichkeit.
3. Roland Barthes: Detaillierte Betrachtung von Barthes’ Leben, seinen frühen Schriften zur Fotografie und eine systematische Einführung in die Konzepte von „Die helle Kammer“.
4. Der Tod in der Fotografie: Zentrale Analyse des Todes als metaphorischer und symbolischer Aspekt, der durch Konzepte wie Maskierung, Zeitstillstand und das Wintergartenbild phänomenologisch durchleuchtet wird.
5. Blickwechsel: Übergang zur Untersuchung der Parallelen zwischen Barthes’ Theorie und Andy Warhols künstlerischer Praxis im Kontext der seriellen Reproduktion.
6. Andy Warhol: Analyse von Warhols Leben, seinem Konzept der Reproduktion und der „Todesserie“ als Versuch, durch serielle Wiederholung eine Distanz zum Thema Tod aufzubauen.
7. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die bleibende Bedeutung von Barthes’ Thesen für das Verständnis der Fotografie.
Fotografie, Roland Barthes, Tod, Die helle Kammer, Andy Warhol, Punctum, Studium, Zeitlichkeit, Repetition, Reproduktion, Wintergartenbild, Memento mori, Phänomenologie, Maskierung, Referent.
Die Arbeit untersucht das ambivalente Wesen der Fotografie, die einerseits Momente des Lebens bewahrt, andererseits jedoch den Tod und die Endlichkeit des Subjekts thematisiert.
Zentrale Felder sind die Fototheorie von Roland Barthes, die enge Verknüpfung von Fotografie und Tod (Thanatologie), die Rolle der Zeitlichkeit sowie die Kunst von Andy Warhol.
Ziel ist es, die „Todesmetaphorik“ der Fotografie aufzuzeigen und zu belegen, dass das Medium bei Barthes und Warhol primär eine Verbindung zum Tod und zur Abwesenheit statt zu einer reinen Erinnerung herstellt.
Die Autorin folgt einem phänomenologischen Ansatz, der sich – in Anlehnung an Barthes – stark auf subjektive Gefühle und die Analyse spezifischer Bildbeispiele stützt.
Im Hauptteil werden Barthes’ zentrale Begriffe (studium, punctum, noema) sowie seine Analyse der Fotografie als „Es-ist-so-gewesen“ im Kontext des Todes diskutiert und mit Warhols serieller Ästhetik kontrastiert.
Fotografie, Tod, Barthes, Warhol, Punctum, Zeitlichkeit, Memento mori, Reproduktion.
Das Wintergartenbild ist das zentrale, wenn auch nicht gezeigte Motiv, an dem Barthes sein Wesen der Fotografie festmacht und seine persönliche Trauer um die verstorbene Mutter verarbeitet.
Warhol thematisiert durch serielle Wiederholung und das Spiel mit dem „Double“ ebenfalls das Auslöschen des Individuums und die Verwandlung vom lebendigen Subjekt in ein lebloses Objekt, was Barthes’ Todesmetapher auf künstlerischer Ebene bestätigt.
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