Masterarbeit, 2013
157 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Handlungsbedarf
1.3. Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Begriffsklärungen
2.1. Der Begriff „Qualität“
2.1.1. Sichtweisenabhängige Qualitätsbegriffe
2.1.2. Jugendhilfe als komplexe Dienstleistung
2.1.3. Sichtweisen auf den Qualitätsbegriff in der Jugendhilfe
2.1.4. Dimensionen von Qualität in der Jugendhilfe
2.1.4.1. Strukturqualität in der Jugendhilfe
2.1.4.2. Prozessqualität in der Jugendhilfe
2.1.4.3. Ergebnisqualität in der Jugendhilfe
2.1.4.4. Infrastrukturqualität als Makrodimension
2.2. Der Begriff „Qualitätsentwicklung“
2.2.1. Historie der „Qualitätsentwicklung“ im SGB VIII
2.2.2. Qualitätsentwicklung als Überbegriff und als Teilschritt
2.2.3. Qualitätsbewertung als Teil der Qualitätsentwicklung
2.2.4. Qualitätsentwicklung als Qualitätskreislauf
2.2.5. Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement
3. Jugendhilferechtliche Verfahren und Instrumente mit QuE-/QM-Bezug
3.1. Die Jugendhilfeplanung nach § 80 SGB VIII
3.1.1. Qualitätsentwicklungsbezug der Jugendhilfeplanung
3.1.2. JuBB als Werkzeug für die Jugendhilfeplanung
3.2. Das Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII
3.2.1. Qualitätsentwicklungsbezug des Hilfeplanverfahrens
3.2.2. Veröffentlichungen und Instrumente zum Hilfeplanverfahren
3.3. Die Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach §§ 78a-g SGB VIII
3.4. Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII
3.4.1. Qualitätsentwicklungsbezug des Schutzauftrags
3.4.2. Veröffentlichungen und Instrumente zum Schutzauftrag
3.5. Zusammenarbeit mit anderen Stellen (§ 81 SGB VIII und § 3 KGG)
3.5.1. Qualitätsentwicklungsbezug der Zusammenarbeit mit anderen Stellen
3.5.2. Veröffentlichungen und Instrumente zur Kooperation mit anderen Stellen
4. QuE-/QM-Bausteine und ihre Umsetzung im Jugendamt
4.1. Organisationsbezogene Besonderheiten des Jugendamtes
4.1.1. Das Jugendamt als Organisationseinheit einer Kommunalverwaltung
4.1.2. Das Jugendamt als zweigliedrige Behörde
4.1.3. Das Jugendamt als einer der Träger der Jugendhilfe
4.2. QuE-/QM-Steuerungsinstrumente und ihre Umsetzung im Jugendamt
4.2.1. (Qualitäts)Leitbild
4.2.2. Qualitätshandbuch und Arbeitshandbücher
4.2.3. Qualitätszirkel und qualitätsbezogene Projektgruppen
4.2.4. Qualitätsbeauftragter
4.3. Teilkonzepte der/des QuE/QM und ihre Umsetzung im Jugendamt
4.3.1. Risiko- und Fehlermanagement
4.3.2. Beschwerdemanagement
4.4. Kontextkonzepte zur/zum QuE/QM und ihre Umsetzung im Jugendamt
4.4.1. Personalentwicklung als Kontextkonzept zur/zum QuE/QM
4.4.1.1. Personalentwicklungskonzepte im Jugendamt
4.4.1.2. Exkurs: Personalbemessung in bayerischen Jugendämtern (PeB)
4.4.2. Controlling als Kontextkonzept zum/zur QM/QuE
4.5. Forschung zur Umsetzung von QuE/QM-Konzepten in Jugendämtern
4.5.1. Studie zu QuE/QM in der Jugend- und Sozialhilfe
4.5.2. Studie zu QuE/QM im Bereich der Hilfen zur Erziehung
4.5.3. Forschung zu Fehler- und QuE/QM -Konzepten im Kinderschutz
5. Untersuchung zum Umsetzungsstand der QuE
5.1. Auswahl und Beschreibung der Stichprobe
5.2. Beschreibung des Fragebogen als Erhebungsinstrument
5.2.1. Der erste Fragenblock (Fragen 1.1. bis 1.3)
5.2.2. Der zweite Fragenblock (Fragen 2.1. bis 2.3)
5.2.3. Der dritte Fragenblock (Fragen 3.1. bis 3.3)
5.3. Auswertung der Untersuchung
5.3.1. Datenaufbereitung
5.3.1.1. Überprüfen auf Auswertbarkeit
5.3.1.2. Überprüfen auf fehlende Werte
5.3.1.3. Umkodieren von Variablen
5.3.1.4. Zusammenfassen von Items
5.3.2. Auswertung der Lagemaße einzelner Fragen
5.3.2.1. Lagemaße des subjektiven QuE-Umsetzungsstandes (Frage 2.1.)
5.3.2.2. Lagemaße der Steuerungsinstrumente (Frage 2.2.1)
5.3.2.3. Lagemaße der bereits ergriffenen Initiativen (Frage 2.2.3)
5.3.2.4. Lagemaße bezüglich der Qualitätsbeauftragten (Frage 2.3.)
5.3.2.5. Lagemaße der erschwerenden Faktoren (Frage 3.2.)
5.3.2.6. Lagemaße zum Unterstützungsbedarf (Frage 3.3.)
5.3.3. Zusammenhänge mit organisationsbezogenen Rahmendaten
5.3.3.1. Zusammenhang: Trägerzugehörigkeit mit QuE-Umsetzungsstand
5.3.3.2. Zusammenhang: Größe des Jugendamtes mit QuE-Umsetzungsstand
5.3.3.3. Zusammenhang: JHP-h/Woche und QuE-Umsetzungsstand
5.3.3.4. Zusammenhang: JHP-h/Woche und vorhandene Steuerungsinstrumente
5.3.4. Zusammenhänge eingeschätzter QuE-Umsetzungsstand
5.3.4.1. QuE-Umsetzungsstand und Steuerungsinstrumente
5.3.4.2. QuE-Umsetzungsstand und Abgestimmtheit der Steuerungsinstrumente
5.3.4.3. QuE-Umsetzungsstand und Initiativen zur QuE
5.3.4.4. QuE-Umsetzungsstand und Qualitätsbeauftragte
5.3.4.5. QuE-Umsetzungsstand und erschwerende Faktoren
5.4. Reflexion des Forschungsverlaufs
5.5. Interpretation der Befragungsergebnisse
6. Eckpunkte für ein Beratungs- und Fortbildungskonzept zur QuE
6.1. Konzeptionelle Grundlagen zum Fortbildungsauftrag des BLJA
6.1.1. Gesetzliche Grundlagen
6.1.2. Ziele und Bestandteile des BLJA-Fortbildungsangebotes
6.2. Eckpunkte für überörtliche Fortbildungen zur QuE
6.2.1. Zielgruppen der überörtlichen Fortbildungen zur Qualitätsentwicklung
6.2.2. Inhalte der überörtlichen Fortbildungen zur Qualitätsentwicklung
6.2.3. Ziele der überörtlichen Fortbildungen zur Qualitätsentwicklung
6.3. Eckpunkte für die Fachberatung zur QuE
6.3.1. Grundlagen der Fachberatung des BLJA
6.3.2. Impulse für die QuE aus dem Change- und Qualitätsmanagement
6.3.2.1. Erkenntnisse aus Change-Management-Projekten
6.3.2.2. Erfahrungen aus der Implementierung von QM
6.3.3. Impulse aus Konzeptvorschlägen der Jugendhilfe zur Qualitätsentwicklung
6.3.3.1. „Qualitätswerkstatt Kinderschutz“ des ISA e.V. in Münster
6.3.3.2. Dialogische Qualitätsentwicklung des Kronberger Kreises e.V.
6.3.3.3. Orientierungshilfe der LJÄ in NRW zu §§ 79, 79a SGB VIII
6.3.3.4. Zusammenfassende Einschätzung der drei QuE-Konzepte
6.3.4. Vorgehen bei einer BLJA-Fachberatung zur QuE in einem Jugendamt
6.3.4.1. Rolle der BLJA-Fachberater in einem Entwicklungsprojekt
6.3.4.2. 1. Stufe: Bewusstsein für die Dringlichkeit schaffen
6.3.4.3. 2. Stufe: Einflussreiche Führungskoalition aufbauen
6.3.4.4. 3. Stufe: Entwicklung einer Vision und Strategien zur Umsetzung
6.3.4.5. Exkurs: Projektmanagement im QuE-Kontext
6.3.4.6. 4. Stufe: Bekanntmachen von Vision und Strategien bei Mitarbeitern
6.3.4.7. 5. Stufe: Ermächtigung der Mitarbeiter auf breiter Basis
6.3.4.8. 6. Stufe: Schnelle Erfolge planen und gezielt herbeiführen
6.3.4.9. 7. Stufe: Erreichte Ziele und Erfolge konsolidieren
6.3.4.10. 8. Stufe: Verankerung der Veränderungen in der Organisationskultur
7. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines Beratungs- und Fortbildungskonzeptes für das Bayerische Landesjugendamt, um bayerische Jugendämter bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Qualitätsentwicklung (§§ 79, 79a SGB VIII) zu unterstützen. Die Arbeit zielt darauf ab, organisationsinterne Bausteine und Prozesse zur Qualitätsentwicklung zu identifizieren, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig anschlussfähig an die Praxis in den Jugendämtern sind.
2.1.4.2. Prozessqualität in der Jugendhilfe
„In die Prozessqualität fließen die eingebrachten Potenziale des Anbieters und Nachfragers interaktiv zusammen und können als jeweilig spezifisches Prozessverhalten beschrieben werden“ (Küpers, 2001, S. 594). Unter dem Begriff der „Prozessqualität“ wird die Gestaltung der für die „Lieferung der Ergebnisse“ erforderlichen Prozesse subsumiert, deren Qualität – wie schon die Strukturqualität - nicht allein vom Leistungserbringer, sondern auch vom Klienten als Koproduzenten abhängen.
Die Prozesse lassen sich aufteilen in die Primärprozesse, welches Prozesse sind, die im unmittelbaren Kontakt mit dem Kind, Jugendlichen und/ oder den Eltern stattfinden, und in die Sekundärprozesse ohne direkte Interaktion zwischen Leistungserbringer und –empfänger(n), die einen mittelbaren Einfluss auf die Qualität der pädagogischen Prozesse haben (Merchel, 2013b, S. 49). Als Schlüssel- oder Kernprozesse sind die Prozesse in Handlungsarrangements zu bezeichnen, von deren Qualität ein wesentlicher Teil der Qualität der Gesamtleistung abhängt und bei denen sich Qualitätsmängel besonders drastisch auswirken. Sie sollten deswegen bei der Qualitätsentwicklung eine besondere Aufmerksamkeit und Ausdifferenzierung erfahren (Merchel, 2013b, S. 49).
1. Einleitung: Beschreibt die gesetzlichen Neuerungen durch das BKiSchG und den resultierenden Handlungsbedarf für Jugendämter bezüglich der Qualitätsentwicklung.
2. Begriffsklärungen: Klärt theoretische Grundlagen der Begriffe „Qualität“ und „Qualitätsentwicklung“ im Kontext der Jugendhilfe.
3. Jugendhilferechtliche Verfahren und Instrumente mit QuE-/QM-Bezug: Untersucht gesetzliche Instrumente wie Hilfeplanung und Jugendhilfeplanung auf ihren Bezug zur Qualitätsentwicklung.
4. QuE-/QM-Bausteine und ihre Umsetzung im Jugendamt: Diskutiert methodische Bausteine des Qualitätsmanagements und deren Anwendbarkeit im kommunalen Jugendamt.
5. Untersuchung zum Umsetzungsstand der QuE: Präsentiert die Ergebnisse einer explorativen Befragung von Jugendamtsleitungen zum aktuellen Status der Qualitätsentwicklung in Bayern.
6. Eckpunkte für ein Beratungs- und Fortbildungskonzept zur QuE: Leitet auf Basis der Analyse und Umfrage praktische Empfehlungen für das Beratungsangebot des Bayerischen Landesjugendamtes ab.
7. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert den Forschungsverlauf sowie den Bedarf an weiterer Unterstützung für die Praxis.
Qualitätsentwicklung, Jugendhilfe, SGB VIII, Jugendamt, Qualitätsmanagement, Hilfeplanung, Jugendhilfeplanung, Kinderschutz, Organisationsentwicklung, Prozessqualität, Fachberatung, Fortbildung, Implementierung, Qualitätsbeauftragter, Evaluation.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Beratungs- und Fortbildungskonzeptes für das Bayerische Landesjugendamt, um bayerische Jugendämter bei der gesetzlich geforderten Qualitätsentwicklung nach den §§ 79 und 79a SGB VIII zu unterstützen.
Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Anforderungen an die Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe, die methodische Umsetzung von Qualitätsmanagementsystemen im Jugendamt sowie die Analyse des Status quo in bayerischen Jugendämtern.
Die Forschungsfrage lautet: Wie sollte das Beratungs- und Fortbildungsangebot des Bayerischen Landesjugendamtes konzipiert sein, um die bayerischen Jugendämter bei ihrer organisationsinternen Umsetzung der §§ 79, 79a SGB VIII zu unterstützen?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Qualitätskonzepten sowie einer explorativen Befragung (Umfrage) von bayerischen Jugendamtsleitungen zum aktuellen Stand der Umsetzung der Qualitätsentwicklung.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Qualitätsbegriffen in der Jugendhilfe, die Analyse rechtlicher Steuerungsinstrumente, die Diskussion von QM-Bausteinen (wie Leitbilder, Risikomanagement oder Personalentwicklung) und die Auswertung der empirischen Befragung zur Situation in den Jugendämtern.
Die zentralen Schlagworte sind Qualitätsentwicklung, Jugendhilfe, SGB VIII, Jugendamt, Qualitätsmanagement, Jugendhilfeplanung, Implementierung und Organisationsentwicklung.
Die Arbeit stellt fest, dass ein qualitätsorientiertes Konzept nur dann sinnvoll ist, wenn die Organisationsziele transparent sind und das Jugendamt über ausreichend Personal verfügt, um die Aufgaben gemäß § 79 SGB VIII zu erfüllen; die PeB hilft hier bei der Bedarfsermittlung.
Der Jugendhilfeausschuss ist ein zentrales Organ in der zweigliedrigen Behörde Jugendamt und maßgeblich für die Beschlussfassung strategischer Ziele sowie für die Einbindung verschiedener Akteure in den Qualitätsentwicklungsprozess verantwortlich.
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