Bachelorarbeit, 2014
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Jugend unter entwicklungspsychologischer Perspektive
3. Musikgeschmacksbildung durch die Sozialisationsinstanzen
3.1 Familie
3.2 Schule
3.3 Peergroups
3.4 Medien
4. Aktuelles Musikangebot
5. Die Befragung
5.1 Erhebungsgruppe
5.2 Fragebogen als Instrument der Datenerhebung
5.3 Auswertung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Musikgeschmacksbildung von Jugendlichen und analysiert, wie soziale Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule, Gleichaltrige und Medien das Musikverhalten prägen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei insbesondere auf die quantifizierbare Abhängigkeit des Musikgeschmacks von Alter und Geschlecht.
3. Musikgeschmacksbildung durch die Sozialisationsinstanzen
Der Begriff der Sozialisation geht „von der Annahme aus, dass Menschen einer Gesellschaft angehören und Lernprozesse in einem sozialen Kontext durchlaufen, um ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu werden“ (Neuenschwander 2011, S.62). Sozialisation bezeichnet also den Prozess, in dem das Individuum sich seiner sozialen Umgebung anpasst (vgl. Shuter Dyson 1985, S. 195). Es erlernt dabei die sozialen Normen, Werte und Überzeugungen und nimmt diese in sich auf. Jugendliche lernen sich anzupassen, um so zu einem akzeptierten Mitglied der Gesellschaft zu werden. „Sozialisation entsteht […] aus einer Balance von gesellschaftlicher Steuerung und individueller Innovationen“ (Neuenschwander 2011, S. 63), das heißt, Jugendliche entwickeln auch innovative Ideen, die der Gesellschaft neue Impulse vermitteln.
Für die gelingende Sozialisation ist ein gut abgestimmtes Zusammenspiel der wichtigsten Lebenswelten der jungen Generation wichtig. Nur so lassen sich die Kompetenzen erlernen und trainieren, die für das Leben in der heutigen Welt bedeutsam sind. Wichtige Orientierungen und Perspektiven bauen sich in den verschiedenen Lebenswelten auf. Diese ergänzen sich untereinander, können aber auch miteinander konkurrieren. „Die musikalische Sozialisation, das Hineinwachsen in eine musikalische Kultur […] basiert auf einem recht komplizierten Wechselspiel von Umwelt, sozialen Beziehungen und individuellen Bedingungen, durch die sich ein Mensch seine Umwelt schafft“ (de la Motte-Haber 2002, S. 192).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung von Musik für die Identitätsfindung von Jugendlichen und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2. Jugend unter entwicklungspsychologischer Perspektive: Dieses Kapitel definiert das Jugendalter aus psychologischer Sicht und beleuchtet die damit verbundenen körperlichen sowie sozialen Entwicklungsaufgaben.
3. Musikgeschmacksbildung durch die Sozialisationsinstanzen: Hier wird der Prozess der musikalischen Sozialisation durch Familie, Schule, Peergroups und Medien theoretisch fundiert analysiert.
4. Aktuelles Musikangebot: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Musikrichtungen wie Alternative, Dance, Electronic, Jazz, Klassik, Metal, Pop, R&B, Rock und Schlager.
5. Die Befragung: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise der empirischen Studie, inklusive der Erhebungsgruppe und der Auswertung der Fragebögen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und stellt die Bedeutung der Medien und des sozialen Umfelds für die musikalische Prägung heraus.
Musikgeschmack, Sozialisation, Jugendalter, Musikpädagogik, Medienkonsum, Peergroups, Identitätsbildung, Musikinstrumente, Empirische Befragung, Musikpräferenzen, Popmusik, Hip Hop, Elektronische Musik, Musiksender, Musiksozialisation
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Prägung des Musikgeschmacks während der Lebensphase Jugend.
Die zentralen Themen sind die Rolle der Familie, der Schule, des Freundeskreises (Peergroups) und der Medien als Instanzen der musikalischen Sozialisation.
Die Untersuchung geht der Frage nach, wie sich der Musikgeschmack herausbildet und inwieweit Faktoren wie Alter und Geschlecht dabei eine Rolle spielen.
Es wird eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer quantitativen empirischen Befragung (Fragebogen) an einer Integrierten Gesamtschule durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt sowohl die theoretischen Grundlagen der Sozialisation als auch die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Daten zu Musikrichtungen, bevorzugten Interpreten und Abspielgeräten.
Musikgeschmack, Sozialisation, Jugendalter, Medienkonsum und Identitätsbildung sind die prägenden Begriffe.
Das Internet fungiert als "globale Jukebox" und ermöglicht den Jugendlichen einen leichten, kostengünstigen Zugang zu nahezu allen Musikrichtungen, was traditionelle Medien wie Musiksender verdrängt hat.
Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen in der Befragung tendenziell eher Popmusik bevorzugen, während bei den Jungen Hip Hop und Rap einen höheren Stellenwert einnehmen.
Freunde und Bekannte wurden von den Jugendlichen als einer der einflussreichsten Faktoren für ihren persönlichen Musikgeschmack identifiziert.
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