Examensarbeit, 2003
93 Seiten, Note: 2,8
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Warum „Schreibunterricht“?
2. Kreatives Schreiben- Was ist das?
3. Das Werkzeug
3.1 Die richtige Zeit, der richtige Ort
4. Zum Schreiben anregen
5. Wie motiviere ich Nicht- Schreiber?
6. Kreative Texte überarbeiten, präsentieren und bewerten
7. Methoden und Beispiele des Kreativen Schreibens.
7.1 Methoden des Kreativen Schreibens
7.1.1 Cluster
7.1.2 Brainstorming
7.1.3 Mind Mapping
7.2 Beispiele des Kreativen Schreibens
7.2.1 Schreibspiele und Schreiben nach Mustern
7.2.2 Monatsgeschichten
7.2.3 Schreiben zu Filmen
7.2.4 Schreiben zu Bilderbüchern
7.2.5 Schreiben zu Bildern
7.2.6 Schreiben zu Phantasiereisen
8. Praxisteil: Schreiben zum Film „Die Kiste“ von J. W. Habarta
8.1 Allgemeine Schul- und Klassenbeschreibung
8.2 Sachanalyse zum Film
8.3 Didaktische Überlegung
8.4 Methodische Überlegung
8.5 Verlaufsplanungen
8.6 Reflexion
9. Reflexion und Zusammenfassung der Examensarbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht Methoden, mit denen SchülerInnen der Grundschule zum kreativen Schreiben angeregt werden können, um ihre Schreibkompetenz durch persönlichen Ausdruck und Freude am Prozess statt durch bloße Regeltreue zu fördern.
3. Das Werkzeug
Beim Werkzeug gilt das Prinzip: Schreiben ist Spielen. SchülerInnen müssen entdecken, welches Werkzeug am besten in der Hand liegt. Wird der Bleistift am liebsten benutzt, oder lieber mit dem Kugelschreiber oder Füller geschrieben? Durch Spielen und Experimentieren ist herauszufinden, welche Werkzeuge wir am liebsten zum Recherchieren, Entwerfen, Überarbeiten und Gestalten benutzen.
Das Papier ist beim Schreiben wohl mit das Wichtigste. Am besten ist es, wenn man „Schmierpapier“ beschreibt. Besonders gut eignen sich dazu die Rückseiten alter Kopien, da man förmlich gezwungen ist, das Papier einseitig zu beschreiben. Das hat den Vorteil, dass man den Text später auseinander schneiden und neu zusammensetzen kann. Außerdem kann man den freien Raum ganz ungebunden nutzen. Liniertes und kariertes Papier sind für das Kreative Schreiben kaum geeignet, weil bestehende Formen Linien und Karos die Gedanken binden und so die Phantasie und damit das Schreiben einschränken.
Zum Schreiben am besten geeignet ist wohl der altbewährte Bleistift. Er lässt sich mit dem Radiergummi schnell entfernen und überschreiben. Der Bleistift gibt einem die Möglichkeit, Gefühle und Stimmungen durch seine Härte auszudrücken.
Der Computer erscheint als ein Universalwerkzeug, das, vom Entwurf bist hin zur grafischen Gestaltung, alles kann. Leider ist es oft so, dass der Nutzer der Faszination der Technik erliegt und so den eigentlichen Text aus den Augen verliert. Der Computer birgt jedoch die Gefahr, vorgefertigte Textbausteine und Formen zu nutzen, was, wie übermäßiges fernsehen, die Kreativität einschränken kann.
1. Warum „Schreibunterricht“?: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Schreibens als Medium der kindlichen Entwicklung und kritisiert die einseitige Ausrichtung des traditionellen Unterrichts auf normierte Produkte.
2. Kreatives Schreiben- Was ist das?: Es erfolgt eine Definition des Kreativitätsbegriffs und eine Einordnung des kreativen Schreibens als moderne, anregungsorientierte Schreibdidaktik.
3. Das Werkzeug: Der Abschnitt diskutiert geeignete Arbeitsmaterialien und den Einfluss der Umgebung auf den Schreibprozess, wobei der spielerische Aspekt betont wird.
4. Zum Schreiben anregen: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch die Gestaltung des Klassenraums und den Einsatz von Materialien (Schatzkästen, Geschichtenwürfel) Schreibanlässe geschaffen werden können.
5. Wie motiviere ich Nicht- Schreiber?: Das Kapitel befasst sich mit Ursachen von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten und gibt praktische Hinweise, wie besonders belastete Kinder durch Lob und lebensweltnahe Aufgaben neu motiviert werden können.
6. Kreative Texte überarbeiten, präsentieren und bewerten: Dieser Teil fokussiert auf den Prozess des Schreibens, insbesondere Methoden der Textüberarbeitung durch Partnerfeedback und die sensible Bewertung kreativer Texte.
7. Methoden und Beispiele des Kreativen Schreibens.: Es werden konkrete Verfahren zur Ideenfindung (z.B. Cluster) sowie kreative Schreibanlässe (z.B. Schreiben zu Filmen oder Bilderbüchern) vorgestellt.
8. Praxisteil: Schreiben zum Film „Die Kiste“ von J. W. Habarta: Beschreibung einer praktischen Unterrichtseinheit in einer dritten Klasse, inklusive der didaktischen Planung und der Reflexion der Durchführung.
9. Reflexion und Zusammenfassung der Examensarbeit: Die Autorin reflektiert kritisch ihren eigenen Lernprozess sowie die praktische Durchführung des Projekts in der Moritzbergschule.
Kreatives Schreiben, Grundschule, Schreibdidaktik, Schreibmotivation, Schreibanlässe, Methodenkompetenz, Textüberarbeitung, Schreibkonferenz, Phantasie, Medien im Unterricht, Lehrerrolle, Schreibprozess, Kreativität, Schülerorientierung, Grundschulunterricht.
Die Arbeit befasst sich mit dem Kreativen Schreiben in der Grundschule und wie man Kinder dazu anregen kann, mit Freude und ohne Angst vor strengen Normen eigene Texte zu verfassen.
Zu den zentralen Themen gehören die didaktische Begründung, Methoden zur Ideenfindung, die Gestaltung der Lernumgebung sowie Verfahren zur konstruktiven Überarbeitung und Präsentation von Kindertexten.
Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften methodische Wege aufzuzeigen, wie sie SchülerInnen den Zugang zum freien Schreiben erleichtern und sie zu Autoren ihrer eigenen Texte machen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu aktuellen schreibdidaktischen Ansätzen sowie einer praxisorientierten Projektstudie, bei der die theoretischen Methoden in einer dritten Klasse erprobt und reflektiert wurden.
Im Praxisteil wird die Unterrichtseinheit „Schreiben zum Film ‚Die Kiste‘“ detailliert geplant, umgesetzt und anschließend hinsichtlich der Schülerreaktionen und des Lernerfolgs kritisch reflektiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Schreibanlässe, Textüberarbeitung und Schülerzentrierung charakterisiert.
Der Film dient als starker, irritierender Schreibanlass, der die SchülerInnen herausfordert, eigene Versionen der Geschichte zu finden, ohne dabei nur das Gesehene reproduzieren zu müssen.
Die Überarbeitung, insbesondere durch Methoden wie „Über den Rand hinausschreiben“, ist essenziell, damit Kinder lernen, ihre Texte aus der Perspektive eines Lesers zu betrachten und diese selbstständig zu verbessern, ohne die Freude am Schreiben zu verlieren.
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