Diplomarbeit, 2012
29 Seiten, Note: Sehr gut
1. Management Summary
2. Einleitung
2.1. Trend 1 - Integrierte Systeme
2.2. Trend 2 - Erhöhte Mobilität
2.3. Trend 3 - Überwachungstechnologie
2.4. Trend 4 - Digitale Biometrie
2.5. Trend 5 - Anwenderakzeptanz
2.6. Trend 6 - Social Media
2.7. (Nicht-) Abgrenzung HPI
3. Konzept und Arbeitsprozess
4. Ergebnisse
4.1. Umfrageergebnisse
4.2. Mobilität
4.3. Integration
4.4. Benutzerakzeptanz
4.5. Social Media
4.6. Smarter Police
4.7. Gemeinsames Verständnis und Brücken bauen
4.8. Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion und Schlüsse
5.1. Gefahren
5.2. Chancen
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen aktueller ICT-Trends auf die Polizeiarbeit und analysiert, wie Polizeikorps, insbesondere die Kantonspolizei St. Gallen, diese technologischen Veränderungen organisatorisch und kulturell erfolgreich bewältigen können. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Kluft zwischen polizeilichen Anforderungen und technischen Möglichkeiten durch gezielte Brückenbau-Strategien und neue Rollenbilder, wie den Business Analysten, überbrückt werden kann.
4.4. Benutzerakzeptanz
Unter Benutzerakzeptanz wird bei der Umfrage verstanden: keine grösseren Einführungen und Schulungen, einfache, intuitive und logische Bedienungsmöglichkeiten, flächendeckender (korpsweiter-) Einsatz, Nutzen für alle, Nutzung wie im privaten Umfeld, akzeptable Geschwindigkeiten bei mobilen Endgeräten.
Die COMPOSITE Studie zeigt, dass diese Fragestellung äusserst unterschiedlich beantwortet wird. Probleme werden in der Technik, dem Handling wie jedoch auch in den organisatorischen Strukturen aufgeführt. Alle relevanten Daten jederzeit und überall zur Verfügung zu stellen (Trends: Mobilität, Integration) unter Berücksichtigung aller Sicherheits- und Rechtsfragen ist nur die Einstiegsthematik. Es geht weiter mit der Interaktion zwischen Anwender und Computer, limitierten Netzwerkbandbreiten, Hard- und Softwarefehlern, neuen Funktionen, die Geschwindigkeit der Innovationen und die immer kürzer werdenden Einführungszeiten.
Ein kritischer Praxisbericht (oder besser gesagt eine 'Praxisinterpretation') sei hier wertgenerierend wiedergegeben. Sehr viele zu regelnde Zustände werden im Polizeiumfeld in sogenannten Dienstvorschriften definiert. Bei der Kantonspolizei St.Gallen existieren aktuell rund 150 gültige Dienstvorschriften, nennen wir die damit verbundene Kultur mal DV-Kultur. Spannend ist in diesem Kontext auch, dass in Gesprächen mit Polizisten öfters die Aussage fällt, "ein guter Polizist ist ein Polizist mit einem guten Bauchgefühl". So haben wir also bereits heute eine DV-Kultur welche sich mit dem Bauchgefühl und somit mit der Interpretation des einzelnen Mitarbeiters ergänzt? Wäre diese Annahme korrekt, dann könnten wir den Gedanken weiterführen. Wie wir weiter hinten noch erfahren werden, soll die polizeiliche Arbeit je länger je wissenschaftlicher erfolgen können. Präzise Vorhersagen aufgrund intelligenter Algorithmen und grossen Datenquellen gehören nicht mehr zum Science Fiction Programm des 21ten Jahrhundert sondern sind bereits in grossen amerikanischen Städten implementiert.
Management Summary: Diese Einleitung bietet einen Überblick über das Spannungsfeld zwischen polizeilicher Arbeit und ICT-Trends und formuliert fünf zentrale Fragestellungen für die Arbeit.
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss rasanter ICT-Entwicklungen auf die komplexe Polizeiarbeit und führt die COMPOSITE-Studie als wissenschaftliche Basis ein.
Konzept und Arbeitsprozess: Hier wird die Methodik der Datenerhebung durch Umfragen bei der Kantonspolizei St. Gallen beschrieben, um verschiedene Interessengruppen "abzuholen".
Ergebnisse: In diesem Hauptteil werden die Umfrageergebnisse zu Systemnutzen, Mobilität, Integration und Benutzerakzeptanz präsentiert und analysiert.
Diskussion und Schlüsse: Dieses Kapitel verknüpft die Ergebnisse mit den Forschungsfragen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Korpsführung ab.
ICT Trends, Polizeiarbeit, Kantonspolizei St. Gallen, COMPOSITE, Business Analyst, Mobilität, Systemintegration, Benutzerakzeptanz, Polizeiinformatik, Digitalisierung, Innovationsmanagement, Führungslehrgang, Polizeistrategie, Prozessoptimierung, Smarter Police.
Die Diplomarbeit analysiert, wie technologische Trends im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) die Polizeiarbeit beeinflussen und welche Bedeutung dies für die Modernisierung von Polizeikorps hat.
Zu den Kernbereichen gehören integrierte Systeme, Mobilität, Überwachungstechnologien, digitale Biometrie, Anwenderakzeptanz sowie der Einsatz von Social Media im polizeilichen Kontext.
Ziel ist es, die Herausforderungen der technologischen Veränderung für Polizeikorps zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen, wie ein Korps diese Trends organisatorisch und kulturell nachhaltig bewältigen kann.
Der Autor stützt sich auf Ergebnisse der europäischen COMPOSITE-Studie, kombiniert mit eigenen empirischen Umfragen unter verschiedenen Anspruchsgruppen der Kantonspolizei St. Gallen, sowie Expertenwissen aus Praxisprojekten.
Der Hauptteil evaluiert die aktuelle IT-Landschaft, analysiert den Mehrwert spezifischer Systeme und diskutiert die notwendige Rolle eines Business Analysten als "Brückenbauer" zwischen Technik und Polizeigeschäft.
Zentrale Begriffe sind ICT-Trends im Polizeiumfeld, Polizeiinformatik, Organisationsentwicklung, Business Analysis und die Balance zwischen technischer Innovation und polizeilicher Aufgabenstellung.
Das Projekt dient als praktisches Fallbeispiel, an dem die Herausforderungen und Chancen von Mobilität und Systemintegration innerhalb der Kantonspolizei St. Gallen konkret aufgezeigt werden.
Der "Brückenschlager" ist eine vom Autor geprägte Rolle (analog zum Business Analysten), die zwischen unterschiedlichen Arbeitskulturen und Wissensbereichen vermitteln soll, um Projekte erfolgreich an der Schnittstelle von Technik und polizeilichem Einsatz umzusetzen.
Die Auswertungen zeigen eine kritische Haltung; während Frontpolizisten in einigen Bereichen noch moderat zufrieden sind, wird die Benutzerfreundlichkeit über das gesamte Korps hinweg als Schwachstelle identifiziert, die dringenden Handlungsbedarf aufwirft.
Zu den identifizierten Gefahren zählen der Verlust von Entscheidungskompetenz durch unstrukturierte Daten, Sicherheitsrisiken durch mangelnden Informationsschutz und die Resignation von Mitarbeitern bei sich verändernden Arbeitskulturen.
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