Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Prostitution
2.1 Rechtliche Situation in Deutschland und das Prostitutionsgesetz
2.1.1 Versicherungen
2.1.2 Steuern
2.2 Rechtliche Situation in Europa
2.3 Zahlen und Fakten
2.4 Zuhälter
2.4.1 Loverboys
2.4.2 Puffmütter
2.5 Freier
2.6 Prostitutionsformen
2.6.1 Straßenstrich
2.6.2 Bordelle und ähnliche Prostitutionsstätten
2.6.3 Hobbyprostitution
2.6.4 Begleitservice
2.6.5 Männliche Prostitution - Stricher und Callboys
2.6.6 Pädophilie und Kinderprostitution
2.7 Frauenhandel und Zwangsprostitution - Deutschland: Zielland Nr. 1
2.7.1 Das Rotlichtmilieu
2.7.2 Deutschlands bekannteste Milieus
3. Physische und psychische Belastungen
3.1 Motive
3.2 Doppelleben
3.3 Beziehungs- und Bindungsprobleme
3.4 Symptome der Überbelastung
3.4.1 Erniedrigung und geringes Selbstwertgefühl
3.4.2 Selbstverletzendes Verhalten und Essstörungen
3.4.3 Depressionen und Angststörungen
3.5 Sucht
3.6 Ausstieg aus der Prostitution
4. Institutionen in der Prostitutionsszene
4.1 Soziale Arbeit
4.2 Medizinische Hilfen
4.3 Polizei
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die vielschichtige Lebenswelt von Prostituierten, beleuchtet ihre Beweggründe und analysiert die körperlichen sowie psychischen Folgen der Sexarbeit. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der rechtlichen Situation, den verschiedenen Prostitutionsformen sowie den unterstützenden Funktionen von Institutionen der Sozialen Arbeit bei einem angestrebten Ausstieg.
2.4.1 Loverboys
Das Phänomen der "Loverboys" hat seinen Namen vor etwa 10 Jahren in den Niederlanden bekommen, wo es mit 1500 bekannten Fällen zum ersten Mal in den Akten auftrat. In diesem Land wurde die Prostitution bereits im Jahre 2000 legalisiert. Loverboys sind junge Zuhälter, oft gerade erst volljährig, die darauf ausgerichtet sind minderjährige Mädchen zur Prostitution zu zwingen. Den Mädchen werden teure Geschenke gemacht und sie bekommen die große Liebe vorgespielt. Die Opfer sind Mädchen aus normalen unauffälligen Familien und werden meistens in der Nähe von Schulen, Jugendtreffs oder im Internet von den getarnten Zuhältern kontaktiert. Die Betroffenen sollen von der Familie entfremdet und dem Freundeskreis entrissen werden. Das Ziel des Loverboys ist es, außer ihm keine weiteren sozialen Kontakte bestehen zu lassen, damit das Mädchen abhängig von ihm ist.
Die Opfer sind schwer zu erkennen, da viele der betroffenen Jugendlichen gelernt haben ein Doppelleben zu führen, welches nur schwer aufzudecken ist. Es gibt verschiedene Auffälligkeiten, die auf ein Loverboy-Opfer deuten können. Dazu zählen beispielsweise deutliche Verschlechterungen in der Schule, extreme Stilveränderungen, Kontaktabbrüche und Kündigungen von Freundschaften, mehre Handys und heimliche Telefonate, häufiges und vor allem langes Duschen, auffällig viele blaue Flecken und teilweise auch selbstverletzendes Verhalten, meist in Form von Schnittverletzungen der Haut.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Komplexität der Prostitutionsszene ein, beleuchtet die unterschiedlichen Ausgangslagen der Frauen und definiert das Ziel der Arbeit, die Lebenswelt sowie die institutionelle Unterstützung zu untersuchen.
2. Prostitution: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, definiert den Begriff und beleuchtet verschiedene Akteure wie Zuhälter und Freier sowie unterschiedliche Formen der Prostitution.
3. Physische und psychische Belastungen: Der Abschnitt analysiert die tiefgreifenden Risiken, denen Prostituierte ausgesetzt sind, einschließlich Suchterkrankungen, psychischer Störungen und der Herausforderungen eines erzwungenen Doppellebens.
4. Institutionen in der Prostitutionsszene: Es werden zentrale Anlaufstellen und Hilfsangebote wie die Soziale Arbeit, medizinische Dienste und polizeiliche Ansprechpartner vorgestellt, die Frauen beim Ausstieg oder in Krisensituationen unterstützen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die Umsetzung des Prostitutionsgesetzes sowie die nach wie vor unzureichende gesellschaftliche und soziale Situation der betroffenen Frauen.
Prostitution, Sexarbeit, Prostitutionsgesetz, Zwangsprostitution, Zuhälterei, Loverboys, Soziale Arbeit, Frauenhandel, psychische Belastung, Sucht, Ausstieg, Beratungsstellen, Doppelleben, Menschenhandel, Rotlichtmilieu
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenswelt von Prostituierten und untersucht, warum Frauen der Sexarbeit nachgehen, welche körperlichen und seelischen Auswirkungen dies hat und wie professionelle Institutionen sie unterstützen können.
Zentrale Themen sind die rechtliche Situation der Prostitution, die verschiedenen Formen der Ausübung, die Rolle von Zuhältern und Freiern sowie die physische und psychische Belastung der Prostituierten.
Das Ziel ist es, die Lebenswelt von Prostituierten in Deutschland zu beleuchten, die Auswirkungen der Gesetzgebung zu hinterfragen und die Bedeutung institutioneller Hilfe bei Ausstiegswünschen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Erfahrungsberichten, um die Lebenslagen und Problematiken der Frauen strukturiert darzustellen.
Der Hauptteil erörtert detailliert die verschiedenen Prostitutionsformen, die Rolle der Freier, die psychischen Folgen wie Depressionen und Essstörungen sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit.
Die wichtigsten Schlagworte sind Prostitution, Sexarbeit, Prostitutionsgesetz, Ausstieg, psychische Belastung und Soziale Arbeit.
Als junge Zuhälter, die minderjährige Mädchen durch Vorspiegelung der "großen Liebe" und teure Geschenke emotional abhängig machen, um sie systematisch in die Prostitution zu zwingen.
Hydra wird als eine der bekanntesten Beratungsstellen in Berlin vorgestellt, die anonyme Unterstützung bei rechtlichen, gesundheitlichen und psychosozialen Fragen sowie beim Ausstieg bietet.
Der Ausstieg wird meist durch den Wunsch nach einer besseren Lebensqualität, das Ende der Stigmatisierung, familiäre Gründe oder die körperliche und psychische Überlastung motiviert.
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