Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 EINLEITUNG
2 STAND DER FORSCHUNG
3 WAS SIND INTERNET-MEMES?
3.1 Allgemeine Definition von Meme außerhalb des
World Wide Web
3.2 Digitale Internet-Memes und das Web 2.0
3.2.1 Das Web 2.0: Eine neue Möglichkeiten für Meme
3.2.2 Digitale Memes und die Definition der Internetgemeinschaft
3.2.3 Internet-Memes im akademischen Diskurs
4 IMAGE MACROS ALS MEMES
4.1 Definition Image Macros
4.2 Typologie der Image Macros
4.2.1 LOLCat
4.2.2 Stock Character Macro
4.3 Sind Image Macros Memes?
5 IMAGE MACROS UND KOMIK – EINE ERSTE ANNÄHERUNG
5.1 Grundlagen von Humor und Komik
5.1.1 Begriffliches Fundament
5.1.2 Die Charakteristik des Komischen
5.1.3 Generelle Theorien über die Entstehung von Komik
5.2 Die erfolgreichste Form der Komik: Der Witz
5.2.1 Der Aufbau und die Herstellung des Komischen im Witz
5.2.2 Typologie
5.3.3 Der Bildwitz
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: WARUM SIND IMAGE MACROS WITZIG?
6.1 Charakteristik
6.2 Komiktheorien: Überlegenheit und Inkongruenz
6.3 Aufbau: Exposition und Pointe
6.4 Typologie
7 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob "Image Macros" als moderne Form von Witzen betrachtet werden können und mit welchen spezifischen Techniken sie Komik generieren. Ziel ist die Entwicklung einer Theorie zur Erklärung dieser besonderen Form von Internet-Komik.
4.1 Definition Image Macros
Der Begriff setzt sich aus dem englischen Wort für Bild, "Image", und einem aus der Informatik stammenden Ausdruck zusammen, "Makro". In der Computersprache bedeutet ein "Makrobefehl" eine zu "einer Einheit zusammengefasste Folge von Befehlen". Die einzige Website, die die Begriffsherkunft ausführlich erklärt, ist das Imageboard Something Awful, jedoch ist der Zugang zu dieser Plattform im europäischen Raum begrenzt.
Auf der englischen Wikipediaseite zu Image Macros wird allerdings darauf verwiesen - in Bezug auf Something Awful -, dass der Begriff darauf zurückzuführen sei, dass Makros "a short bit of text a user could enter that the forum software would automatically parse and expand into the code for a pre-defined image" seien und somit von den Usern einfach zu generieren sind. Funnyjunk stellt auf deren Website die typische Form eines Image Macros dar, wie an Abbildung 1 zu erkennen ist. Des Weiteren versteht funnyjunk ein Image Macro als ein "picture with overlaid text, often pointing out characteristics of the depicted character oder ideal displayed in the picture". Im Internet findet man zahllose Beispiele, die genau diesem Format folgen oder minimal davon abweichen, wie etwa auf Abbildung 2.
Verschafft man sich einen Überblick über die Masse an Image Macros, die im Internet kursieren, fällt vor allem eines auf: in fast allen Image Macros wird vorrangig die Schriftart "Impact" von Microsoft Windows verwendet. Auch KnowYourMeme weist auf diese Tatsache hin: "Impact is one of the Core fonts for the Web distributed with Microsoft Windows; (...) it is commonly used in image macros". Image Macros werden von Usern für User geschaffen und die Regeln für die Herstellung untersteht keinen Richtlinien. Daher kann daraus geschlossen werden, dass es ein unausgesprochener Konsens in der Internetgemeinschaft darüber herrscht, welches Format ein Image Macro aufweisen muss, um als solches zu gelten.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert des Internet-Humors und formuliert die Forschungsfrage, ob Image Macros als moderne Form von Witzen zu verstehen sind.
2 STAND DER FORSCHUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die memetische Forschung sowie die theoretischen Ansätze zu Humor und Witz in der akademischen Literatur.
3 WAS SIND INTERNET-MEMES?: Es wird die theoretische Herkunft des Mem-Konzepts nach Dawkins und Blackmore erläutert und dessen Adaption im Web 2.0 diskutiert.
4 IMAGE MACROS ALS MEMES: Hier werden Image Macros definiert, typisiert und in den memetischen Kontext eingeordnet.
5 IMAGE MACROS UND KOMIK – EINE ERSTE ANNÄHERUNG: Das Kapitel verknüpft klassische Komiktheorien mit den spezifischen Eigenschaften von Internet-Phänomenen.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: WARUM SIND IMAGE MACROS WITZIG?: Die Ergebnisse der theoretischen Analyse werden zusammengeführt, um die Komik von Image Macros mittels Strukturanalysen zu erklären.
7 FAZIT: Das Fazit bestätigt die Forschungsarbeit vorläufig und regt eine interdisziplinäre Weiterführung der Untersuchung an.
Internet-Memes, Image Macros, Humor, Komik, Memetik, Web 2.0, Witz, Pointe, Exposition, Bildwitz, Internetgemeinschaft, digitale Kommunikation, Anthropomorphismus, Inkongruenztheorie, Überlegenheitstheorie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung von Internet-Memes, insbesondere der Kategorie der "Image Macros", und untersucht deren humoristische Funktionsweise.
Zentrale Themen sind die Memetik, die Typologie digitaler Bildinhalte im Web 2.0 sowie klassische Theorien zur Komik und zum Witz.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer Theorie, die erklärt, durch welche Techniken Image Macros ihre spezifische Komik generieren.
Die Autorin kombiniert die Memetik nach Dawkins und Blackmore mit literaturwissenschaftlichen und medienpsychologischen Witztheorien, um eine analytische Struktur für digitale Bildinhalte zu schaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Internet-Memes, die Typisierung von Image Macros (wie LOLCats oder Stock Character Macros) und deren Analyse nach Aufbauprinzipien wie Exposition und Pointe.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Image Macros, Humor, Komik, Memetik, Web 2.0, Witz sowie Bildwitz.
Die Autorin stützt sich auf Peter L. Berger: Humor wird als subjektive Wahrnehmungsfähigkeit definiert, während Komik als das "objektive Korrelat" gesehen wird, das historisch und gesellschaftlich variiert.
Dieser Begriff wird verwendet, da er umfassender ist als die umgangssprachliche Bezeichnung "Advice Animals", da er neben tierischen auch menschliche Charaktere einschließt.
Die Analyse verdeutlicht, dass diese Image Macros sowohl die Überlegenheitstheorie (Lachen über Fehler anderer) als auch die Inkongruenztheorie bedienen, indem sie globale Klischees aufgreifen.
Im Gegensatz zum isolierten Konsum klassischer Bildwitze in Zeitungen ermöglicht das Web 2.0 eine schnelle, interaktive Verbreitung und Diskussion, wodurch Image Macros zu gesellschaftsfähigen Objekten werden.
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